Beiträge von Eni46

    um 5/6 aufstehn und 30 min vor der Schule spazieren gehn.

    Da geht’s für mich, als Mutter, schon los:

    Im Winter ist es vor der Schule noch stockdunkel. Da würde ich mein 13-, 14-, 15-, 16-jähriges Kind niemals alleine mit einem Pudel, Sheltie, Cocker (und auch nicht mit einem Border) alleine in Feld und Wald schicken wollen.

    Nennt mich Glucke, aber ein Kind alleine mit Hund unterwegs ist schon risikobehaftet. Aber das dann auch noch in aller Herrgottsfrüh bei Dunkelheit … :verzweifelt:

    Ein Hund macht jede Menge Arbeit.

    Ein Hund mach ganz viel Dreck.

    Ein Hund kostet richtig Geld.

    Ein Hund schränkt verdammt ein.

    Ein Hund ist toll. Wenn man aus ganzem Herzen, mit klarem Verstand und allen Konsequenzen sein Leben mit einem Hund teilen möchte.

    Wenn du aus ganzem Herzen, mit klarem Verstand und allen Konsequenzen dein Leben mit einem Hund teilen möchtest, dann such eine Rasse aus, die zu deinen Ansprüchen, deinen Plänen, deinem Aktivitätslevel und deinem Umfeld passt und lass deine Tochter am Leben mit Hund teilhaben.

    Wenn du dich aber nur der Tochter zuliebe zu einem Hund durchringen kannst, dann lass es bitte sein. Denn du musst letztlich die Verantwortung tragen, dein Mädel ist nicht erwachsen. Du wirst zeitlich, finanziell und emotional stark gefordert sein. Deine Tochter hat kein eigenes Einkommen und ist in den nächsten 10 bis 15 Jahren mit Schule, Ausbildung, Studium, Berufseinstieg beschäftigt. Sie kann heute beim besten Willen nicht überblicken und ermessen, ob sie dabei jederzeit für einen Hund die notwendigen Ressourcen hat.

    Das war wirklich ungeschriebenes Gesetz, und es ersparte so dermaßen viele unnütze Reibereien - wann ist das eigentlich abhanden gekommen?

    Mit der zunehmenden Individualisierung, der Mode, sich als Freigeist zu zelebrieren, selbst zu entscheiden, ob ich mich an Regeln halte oder ob die nur für andere, weniger coole Leute, zu gelten haben.

    Auf meine Bitte, den Hund anzuleinen, bekam und bekomme ich regelmäßig die arrogante Antwort „meiner braucht keine Leine, der hört“. Tja, manchmal dann halt doch nicht, aber dann hat er das selbstverständlich noch niiiieeee gemacht.

    Ich tendiere dann wirklich eher zum Retriever. Wobei Zucht für mich nicht in Frage kommt. Die Tierheime sind - insbesondere seit Corona - völlig überlaufen.

    Mhm, dann geh mal ins Detail. Bei uns in der Gegend sitzen in den Tierheimen v.a. Hunde, die spezielle Anforderungen an die zukünftigen Halter und deren Umfeld stellen. Die wesensfesten, entspannten und führigen Charaktere, also das, was du suchst und brauchst, sind selten zu finden. Wenn ein solcher Hund in die Vermittlung kommt, hat er sofort eine lange Interessentenliste und ist in kurzer Zeit passend und gut vermittelt.

    Du musst damit rechnen, dass du auf einer solchen Interessentenliste eher nicht weit vorne stehen wirst. I.d.R. wird im seriösen Tierschutz nämlich nicht nach dem Prinzip „Versuch und Irrtum“ oder „wer will, der kriegt“ vermittelt, sondern man hat das Ziel, für das Tier auf Anhieb das ideale Zuhause herauszufiltern. Das von dir beschriebene Umfeld birgt jedoch einfach das Risiko, dass es für den zu vermittelnden Hund nicht zum idealen Platz werden könnte, was dich gerade bei den begehrten Kandidaten schnell aus dem Rennen wirft.