Hat hier jemand ähnliche Probleme gehabt und eine Lösung gefunden?
Wir mussten damals unseren gut zehn Jahre alten Wheaten Terrier wegen eines Hodentumors kastrieren lassen. Elvis war nie ein gieriger Fresser, sehr wählerisch mit dem Futter, hat oftmals den Napf stehen lassen oder nur zur Hälfte geleert. Auch Leckerlies mussten super hochwertig sein, um sein Interesse zu wecken. Nach der Kastra drehte sich für ihn plötzlich alles nur noch um Fressen Fressen Fressen. Wenn man beim Gassi Leckerlis dabei hatte, ging der Hund ohne Aufforderung auch zwei Stunden lang bei Fuß, nur um ja kein Futterbröckchen zu verpassen. Es wurde plötzlich alles ratzfatz aufgefressen, selbst Sachen, die zehn Jahre lang nicht in den Hund zu bekommen waren.
Die daraus resultierende Gewichtszunahme haben wir mit einem kalorienreduzierten Futter (Josera Balance) gut in den Griff bekommen. Zwischendurch gab es Äpfel, Karotten und hin und wieder ein hartes Brötchen als Nageteile. Damit ging es ganz gut. Allerdings habe ich mir geschworen, niemals einen Hund ohne handfeste medizinische Notwendigkeit kastrieren zu lassen. Mich hat das so bedrückt, dass mein lebenslustiger, eigenwilliger, der hündischen Damenwelt sehr zugetaner Bub, zu einem Futterfetischist wurde. Gefühlt haben sich all seine Gedanken nur noch um die nächste Mahlzeit gedreht haben und für ein Leckerchen hat er alles getan.