Heißt ihr haltet zur Not dann auch mit Zwang fest?
Ja, hier durchaus.
Ich bin da ganz bei l'eau, Krallenpflege ist ein notwendiges Übel, wo sie einfach durch müssen.
Ich versuche schon, das möglichst nett aufzubauen, so dass alle Beteiligten möglichst wenig Stress haben. Pausen sind völlig in Ordnung und dürfen eingefordert werden und alles passiert auf Ansage.
Hier wird mit so einem Teil für die Menschen Pediküre gedrehmelt.
Neo kennt das mittlerweile und ist entspannt. Die Kleine hat sich das beim ersten Mal angeguckt dann war sie dran.
Teil beschnuffeln lassen, anschalten, Pfote nehmen, kurz an Kralle halten, Keks. usw. usw.
Anfangs immer nur kurz pro Kralle, später länger.
Vorderpfoten gingen prima, hinten war plötzlich Drama, mit schreien, kreischen, zappeln.
(sie ist 'ne Dramaqueen ohne Ende und überhaupt kein Angsthund)
Hund festgehalten, bis sie sich wieder beruhigt hat, kurze Pause, 2. Versuch.
Nachdem sie gemerkt hat, dass sie damit nicht durchkommt, war alles kein Problem. Kralle, Keks, Kralle, Keks.
Mittlerweile liegt sie völlig entspannt auf dem Rücken, greift Kekse ab und lässt mich machen.
Hier lernen allerdings alle Hunde von klein an, dass ich überall rumfummele, sie lassen sich hinlegen, auf den Rücken drehen, alles angucken... und vor allem, auch wenn sie was doof finden, lösen sie nicht nach vorne aus.
Ob das so auch bei einem Angsthund o. ä. funktionieren würde, keine Ahnung, ich glaube, da gibt es kein Universalrezept und man muss jeden Hund individuell betrachten und eine Lösung finden mit der alle klar kommen.