Beiträge von Munchkin1

    @Munchkin1 der Züchter will den Hund ja kostenlos zurückhaben und nicht nur von einem normalen Vorkaufsrecht (bei dem er auch den Preis nicht bestimmen darf) Gebrauch machen.

    Ich habe verstanden, dass das gar nicht sicher ist, weil ja kostenlos und Kauf im Widerspruch zueinander stehen.

    Und wenn doch - warum unterschreibt man sowas? Warum unterschreibt man, dass man sein Eigentum kostenfrei wieder zurück gibt, wenn man es nicht mehr behalten kann?
    Sittenwidriger hin oder her

    Also per se die Aufnahme eines Vorkaufsrechts in den Kaufvertrag ist nicht ungewöhnlich: kenne ich aus dem Pferdebereich, steht bei Mailos Kaufvertrag auch mit drin.
    Mir persönlich war das eine Erleichterung, da ich wusste, dass der Hund in fähige Hände kommt. Denn das der Züchter fähig ist, das ist für mich Grundvoraussetzung, um einen Hund von dort zu kaufen.
    Du hast den Vertrag gelesen. Du hast ihn unterschrieben. Offenbar alles freiwillig. Dann steh auch zu deinem Wort.

    Zum zweiten: Von Deprivation zu sprechen, nur weil der Hund ausschließlich auf dem Hof gehalten wurde, halte ich für überzogen. Viele, viele, viele Welpen sehen bis zur Abgabe nichts außer Haus und Garten des Züchters und werden schadenfrei groß und sozialisiert. Mailo kannte auch nur die Aufzuchtstätte sprich Haus, Zwinger, Garten und die dort vorhandenen Hunde, seine erste Fahrt mit IRGENDWELCHEN Verkehrsmitteln war die Fahrt zu mir nach Hause.
    Ich kann mich über viel beschweren, aber nicht über fehlende Sozialisation oder Umweltsicherheit.

    Zum Dritten: es tut mir leid, wenn es deinem Mann nicht gut geht. Psychische Krankheiten sind ekelig, da kann ich auch ein Lied von singen.
    ABER: hier musst du als co-Betroffene auf deinen Selbstsschutz achten. Dein Mann kann das nicht.
    Ich weiß nicht, worunter er leidet, das geht mich auch nichts an, weil es sehr privat ist. Aber manche Krankheiten lassen ein verzerrtes Bild der Situation entstehen. Dein Mann kann uU gar nicht bemerken, wie überfordert du bist. Und da musst du entweder die Karten auf den Tisch legen und es ihm sagen, damit ihr gemeinsam eine FÜR ALLE tragbare Lösung finden könnt oder er MUSS sich einfach seinen Möglichkeiten reell stellen und mit anpacken.
    Niemandem ist geholfen, wenn du unter der Last zusammen brichst (Stichwort Burnout). Und der Märtyrertod ist einfach out.

    So und jetzt mal zusammenfassend Fragen, die du dir selbs tstellen kannst, um auf den richtigen Weg zu kommen:

    Was willst du? Was wäre die Ideallösung für dich?
    Welche Ressourcen stehen zur Verfügung - was kann wer tun, um dir zu helfen? Welche Hilfe würdest du dir wünschen?
    Was sind die Hauptbaustellen? Beim Hund und bei dir selbst, deinem Umfeld, etc
    Wo sind Abstriche möglich - Kompromisse, etc

    Ich schließe mich meinen Vorrednern an:
    Deinen Ausführungen nach zu urteilen, bist du mit deiner jetzigen Lebenssituation massiv unglücklich und der Hund ist nunmal der Hebel, der am leichtesten zu bewegen ist.
    Das ist kein Urteil, sondern eine Einschätzung.
    Und es ist auch nichts schlimmes dabei, sich einzugestehen, dass der Moment für einen dritten Hund, einen Welpen, einfach suboptimal ist.
    Aber dann muss man eben auch den Hintern in der Hose haben, offen das Gespräch suchen und eine Lösung finden.

    @dagmarjung
    Verdammt, mein Schäfer ist in Wahrheit ein Goldi. Wo kann ich mich beschweren?

    Aber mal im Ernst: Genau dieses Modell haben wir hier:
    Mailo ist mein Schäferhund. Meiner. Es war von Anfang an klar, dass ich die Erziehung übernehme.
    Wenn ich alle Jubeljahre mal nicht kann, müssen/sollen/dürfen/können meine Eltern und ganz konkret mein Vater „dran glauben“.
    Die Anschaffung eines Hundes überhaupt und konkret eines Schäfers wurde daran festgemacht, ob mein Papa ihn halten und Händeln kann.

    Mein erster Schäfi wäre für ein Wechselmodell wie geschaffen - noch mehr Hände zum streicheln und verwöhnen.
    Mein zweiter Schäfi und mein Cocker hätten Randale vor dem Herrn gemacht - viel zu viel Action und zu wenig Struktur und zu viele Reize.
    Mailo - er steckt es gut weg, aber nur, weil es sich maximal um Stunden handelt. Er ist verträglich und dennoch höre ich gerne mal, dass er meinem Papa auf der Nase rum tanzt. Aber er ist auch noch sehr jung, im Alter, nach der Flegelzeit wird er das easypeasy mitmachen

    Mit einem Fußball gar nicht, niemals. Er durfte apportieren, aber vom Safestick über Frisbee bis Chuckit Ball war da alles dabei und er reagiert so eben nur auf Fußballgröße.

    Es fing sehr spontan an, wir sind spazieren gegangen in der Gruppe, mit einem Mal läuft Mister Hund von den anderen Hunden weg und schnappt sich einen Ball, der zwischen Vater und Sohn gekickt wurde. Und heizt damit unter großem Gelächter aller Beteiligten (außer mir) damit erst mal ein.
    Und seitdem kommen wir an keinem großen Ball vorbei.
    Kleine Bälle sind ok, die gibt er aus, wenn man es sagt, wobei ich die sicherheitshalber seit dem Fußball weggelegt habe. Man muss es ja nicht provozieren.

    Er ist übrigens wirklich ruhig zuhause, fixiert nicht den Ball, es sieht eher so aus, als würde er überall hin schauen aber nicht zum Ball.