Also per se die Aufnahme eines Vorkaufsrechts in den Kaufvertrag ist nicht ungewöhnlich: kenne ich aus dem Pferdebereich, steht bei Mailos Kaufvertrag auch mit drin.
Mir persönlich war das eine Erleichterung, da ich wusste, dass der Hund in fähige Hände kommt. Denn das der Züchter fähig ist, das ist für mich Grundvoraussetzung, um einen Hund von dort zu kaufen.
Du hast den Vertrag gelesen. Du hast ihn unterschrieben. Offenbar alles freiwillig. Dann steh auch zu deinem Wort.
Zum zweiten: Von Deprivation zu sprechen, nur weil der Hund ausschließlich auf dem Hof gehalten wurde, halte ich für überzogen. Viele, viele, viele Welpen sehen bis zur Abgabe nichts außer Haus und Garten des Züchters und werden schadenfrei groß und sozialisiert. Mailo kannte auch nur die Aufzuchtstätte sprich Haus, Zwinger, Garten und die dort vorhandenen Hunde, seine erste Fahrt mit IRGENDWELCHEN Verkehrsmitteln war die Fahrt zu mir nach Hause.
Ich kann mich über viel beschweren, aber nicht über fehlende Sozialisation oder Umweltsicherheit.
Zum Dritten: es tut mir leid, wenn es deinem Mann nicht gut geht. Psychische Krankheiten sind ekelig, da kann ich auch ein Lied von singen.
ABER: hier musst du als co-Betroffene auf deinen Selbstsschutz achten. Dein Mann kann das nicht.
Ich weiß nicht, worunter er leidet, das geht mich auch nichts an, weil es sehr privat ist. Aber manche Krankheiten lassen ein verzerrtes Bild der Situation entstehen. Dein Mann kann uU gar nicht bemerken, wie überfordert du bist. Und da musst du entweder die Karten auf den Tisch legen und es ihm sagen, damit ihr gemeinsam eine FÜR ALLE tragbare Lösung finden könnt oder er MUSS sich einfach seinen Möglichkeiten reell stellen und mit anpacken.
Niemandem ist geholfen, wenn du unter der Last zusammen brichst (Stichwort Burnout). Und der Märtyrertod ist einfach out.
So und jetzt mal zusammenfassend Fragen, die du dir selbs tstellen kannst, um auf den richtigen Weg zu kommen:
Was willst du? Was wäre die Ideallösung für dich?
Welche Ressourcen stehen zur Verfügung - was kann wer tun, um dir zu helfen? Welche Hilfe würdest du dir wünschen?
Was sind die Hauptbaustellen? Beim Hund und bei dir selbst, deinem Umfeld, etc
Wo sind Abstriche möglich - Kompromisse, etc
Ich schließe mich meinen Vorrednern an:
Deinen Ausführungen nach zu urteilen, bist du mit deiner jetzigen Lebenssituation massiv unglücklich und der Hund ist nunmal der Hebel, der am leichtesten zu bewegen ist.
Das ist kein Urteil, sondern eine Einschätzung.
Und es ist auch nichts schlimmes dabei, sich einzugestehen, dass der Moment für einen dritten Hund, einen Welpen, einfach suboptimal ist.
Aber dann muss man eben auch den Hintern in der Hose haben, offen das Gespräch suchen und eine Lösung finden.