Ich hatte mit Mailo auch meine liebe Mühe was den Rückruf anging. Teilweise fühlte es sich an, als ob das mein erster Welpe wäre...
Und der Trottel hat das gnadenlos ausgenutzt die alte Socke. Hat beim Rückruf zu mir geschaut, die Mittelkralle gezeigt und ist stiften gegangen. Erst am Ende, wenn er müde war, kam er auf den Ruf zurück.
Der lief über MONATE an der Schlepp, ohne dass sich was verändert hätte. Ich hab das ganze Arsenal dreier Zoohändler als Belohnungsfutter verfüttert und nüscht. Der kommt, wie er witzig ist. Pfeife, Spielzeug, hatten wir alles hier.
Mal gab es eine Tendenz zum besseren, dann wieder schlechter.
Was letztlich den Ausschlag gegeben hat, war eine Spielumstellung bei uns, so blöd das klingt. Also ganz simples Prinzip: Frauchen ist das Geilste, was es auf der Welt gibt. Die spielt, die kuschelt, die füttert. Spielzeuge gibts nur mit ihr. Und solange ich will. Und zu ihr kommen bedeutet nicht Spielende (das ist einer der Hauptfehler - es wird nur zum anleinen gerufen oder der Hund kommt nicht und man läuft ihm hinterher, spielt also fangen), das kann alles bedeuten: Streicheln, neues Spiel, Futter...
Zuhause haben wir angefangen mit zwei identischen Spielzeugen und dem Spiel „tot und lebendig“, dann übertragen nach draußen. Mit dem Hund spielen, den Hund kurz vors Koma spielen, bis ER keinen Bock mehr hat, dann hinsetzen und millimeterweise an den Hund nähern. Streicheln, aus der Hand füttern, anleinen, gehen. Das Spielzeug darf er behalten. Zwischendurch brauchte das einen langen Atem. Wir haben auch schon 30 Minuten auf einer Wiese voreinander gesessen und uns angeglotzt.
Mittlerweile legt er sich mit dem Spieli irgendwann neben mich, wenn ich mich setze.