Beiträge von Munchkin1

    Der Patient ist wieder in die Freiheit entlassen worden.
    Bisl ärgerlich war, dass weder die Hufglocken noch die Ballenschoner pünktlich gekommen sind, obwohl sie passend bestellt wurden. Ich habe dann mit der Tierklinik telefoniert und auf deren Anweisung einen provisorischen Ballenverband aus Polsterwatte, Haftbandage und Panzertape zusammen geschustert, der sieht interessant aus, muss ich zugeben, aber erfüllt seinen Zweck, bedeckt den instabilen Teil ganz gut und sollte halten.

    In der Box lassen war keine Option mehr, da der Patient schon ekelig wurde, so dass er zur Vermeidung weiterer Verletzungen einfach raus musste. Der hat sich so aufgeregt, wenn ein Pferd an ihm vorbei geführt wurde, dass er gegen die Boxentüren getreten hat und gestiegen ist - beides sicher nicht förderlich für den malträtierten Huf. Und ich kann den ja unmöglich medikamentös ruhig stellen, bis die Post mal aus den Puschen kommt, möchte ich auch gar nicht, weil er ja vollkommen lahmfrei läuft. Dann bleibt halt die paar Tage meine wunderschöne Kreation dran und wird eben täglich mehrfach kontrolliert.

    Auf dem Weg zur Wiese tänzelte es schon neben mir, wer also höchste Zeit. Und wie der abgezischt ist, als er frei war, ein Augenschmaus.
    Natürlich hab ich nach der Härteprobe den Verband gleich kontrolliert - sitzt, passt, hat Luft.

    Wir haben, ohne den Begriff zu kennen, mittels Shapen auch im Prinzip sehr viel erarbeitet.
    Ich zerlege sämtliche Übungen aber gerne in etliche Teilschritte, variiere jeden Teilschritt gefühlt eine halbe Million Mal, damit es auch wirklich sitzt.

    Da kann man dann echt kreativ werden und sich lustige Spiele ausdenken.
    Wir hatten beim Verweisen zB erst zuhause angefangen. Einen Gegenstand auf den Boden direkt vor die Nase und mal sehen was passiert. Dann mehrere Gegenstände. Dann im Halbkreis verteilt. Dann mit Bewegung. Dann in der Diele ausgelegt. Dann dort versteckt.
    Ähnlich mit dem Aufheben von Gegenständen: erst anstupsen. Dann ins Maul geben. Dann halten lassen. Dann Gegenstand wechseln. Dann aufheben lassen. Dann verschiedene Gegenstände aufheben lassen.

    Ich bin grad so stolz auf meinen Bronto.
    Stall mag er ja so gar nicht, darum lasse ich ihn normal in einer leeren Box, während ich mit den Pferden zugange bin. Das ging heute leider nicht, weil gemistet wurde, also musste er mit auf die Weide.
    Meinen Patienten habe ich nach 4 Wochen Boxenknast wieder raus gebracht, dementsprechend lustig war er also drauf, so mit tänzeln und so. Also ängstlicher Hund und wuschiges Pferd ist eine spannende Kombi. Um den Zaun zu öffnen und das Pferd zu bändigen brauchte ich diesmal also beide Hände. Hab Mailos Leine los gelassen und ihn aus der Entfernung von etwa 5m ins Platz geschickt, wo er brav geblieben ist, während ich das Pferd auf die Wiese gestellt und den Zaun geschlossen habe, während mein Hü wie bekloppt über die Wiese gefetzt ist und alle anderen gleich mit dabei.
    Mailo hat sich umgeschaut, war sichtlich unzufrieden, etwas nervös, aber hat seine Position nicht verlassen.
    TOP Gehorsam :dafuer: :respekt:

    Wenn man als Züchter was bewegen will und/oder tatsächlich auch sowas wie eine eigene Linie entwickeln will, kommt man mit "jedes Jahr maximal ein Wurf" halt auch nicht besonders weit...

    Das verstehe ich nicht.
    Es geht darum, von einer bestimmten Hündin nur einen Wurf im Jahr zu haben.
    Wer wirklich in großem Stil züchtet, ernsthaft etwas entwickeln will, hat doch vermutlich mehr als eine Hündin und somit auch mehr als einen Wurf im Jahr

    Um mal eher albern anzufangen:
    Der Eindruck den ich durch meine Schäfis hab ist, dass sie wirklich nicht so gierig aufs Futtern sind.
    Bei meiner Hüti Dame fiel mir da auch nichts anderes auf.
    Ist das eher normal für Hunde oder könnte es eine Schäfi Hüti Gemeinsamkeit sein, die sie von Jagdhunden allgemein unterscheidet?

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    ;)

    Nope, das Gegenbeispiel sitzt bei mir. Da würde der Goldie aber blöd schauen, bevor der den Napf registriert hat, hat meiner schon beide leer gefressen

    Du hast den Zipfel abschneiden lassen?
    Keun Wunder, dass er jetzt echt schlecht Laune hat!

    Spass bei seite. Gute Besserung!
    Irgendeine Idee, wie er das geschafft hat?

    Ich seh das erst jetzt.

    Laut TÄ muss er schräg in ein Loch auf der Weide getreten sein, denn der „Zipfel“ ist bis ganz oben an den Kronrand ausgebrochen.
    Da es „nur“ ein Teil der Hufwand ist und der Huf stabil genug ist, dass er problemlos stehen und laufen kann, hat er jetzt noch bis Montag Boxenruhe, bekommt dann eine Gelhufglocke und darüber einen Ballenschoner, damit er mit dem Stück ganz oben am Kronrand nirgendwo hängen bleibt und dann geht es zurück auf die Wiese.

    Im Prinzip hatten wir Glück im Unglück, denn der Riss ist lästig, aber nicht gefährlich. Es hätte genausogut in dem Szenario Knochen, Gelenke und Bänder schädigen können, da ist der Huf noch das kleinste Übel
    Ich soll nur mit stärkerer Belastung wie Springreiten, Cavalettiarbeit oder längeren Ritten warten, bis der Huf einmal von oben ganz runter gewachsen ist.
    Aber das heilt ohne Komplikationen aus.

    Offenbar denkt Dino, eine Dusche am Tag reicht absolut nicht aus.
    Oder er hat das Prinzip des Kneipp-Beckens nicht ganz verstanden.
    Oder er erfindet gerade neben dem Wasserbett die Wassereinlagesohle für Schuhe.

    Anders kann ich mir nicht erklären, wie es möglich ist, dass er in EINEM meiner Gummilatschen den Inhalt seines halben Wassernapfes deponiert hat, während ich auf dem Klo war. Eines Wassernapfes, der im Übrigen zwei Räume weit von den Gummilatschen entfernt ist. Der andere Latschen, der direkt daneben stand, ist übrigens staubtrocken geblieben

    Ich entscheide da ganz pragmatisch:
    MICH darf der Eumel begrüßen, wie er will, und wenn er mit Karacho auf meinen Arm springt, ist das auch ok, dann kullern wir halt lachend durch die Diele wie bekiffte Schildkröten.

    Für Gäste gibt es ein anderes Begrüßungsritual: Neben der Eingangstür ist eine Dose mit Futter. Der Gast betritt die Wohnung, nimmt sich einen Brocken, verfüttert diesen an den Hund und Mailo fühlt sich genug gewürdigt, um Ruhe zu geben und seine Liebe unter Kontrolle zu halten.