Beiträge von Munchkin1

    Ein regelmäßiges Gespräch in der Apotheke hier:

    „Guten Tag, ich brauche ein Mittel zur äußeren Anwendung gegen Pilz/Milben/was-auch-immer“
    „Wurde das vom Arzt bestätigt?“
    „Jupp und er sagte, ich solle was aus der Apotheke holen“
    „Sagte er denn auch, welcher Wirkstoff?“
    „Nö, einfach irgendwas“
    „Das ist ja ungewöhnlich. Soll das für Sie selbst sein?“
    „Nö, für mein Pferd/Meerschweinchen/Hund“
    „...“

    Diese Gespräche finde ich immer zum Brüllen.

    Hab ich euch übrigens vom Windel-fürs-Pferd Gespräch erzählt?

    Mir fällt hier besonders auf, dass die Behandlung der Hunde voneinander abweicht. Vielleicht bin ich da zu vermenschlichend, aber ich habe bei einem meiner ehemaligem Secondhand-Hunde die Erfahrung gemacht, dass das mit ein entscheidender Faktor für beginnende Unverträglichkeit werden kann.

    Die Szene, die du beschrieben hast:
    Der Neue liegt neben dir. Der Alte betritt den Raum. Der Neue tut noch nichts, außer starren. (BTW: wie hat der Alte sich da verhalten?) Du lenkst deine Aufmerksamkeit sofort auf den Alten. JETZT stänkert der Neue.

    Du musst dir bewusst sein, dass der Neue noch nie in einem Rudel gelebt hat. Aufmerksamkeit teilen ist also völliges Neuland für ihn.
    Wenn du nun wie eben beschrieben, den Alten bevorzugt behandelst, kann das über kurz oder lang zu Ressourcenverteidigung führen, denn der Neue will Aufmerksamkeit (die er als Einzelhund ja bekam) und bekommt diese nur, wenn der Alte weg ist. Das wäre Konfliktpotential in meinen Augen

    Zuerst mal eine Frage: wie reagiert er denn auf Fellpflegehandschuhe, Kämme - also alles, was NICHT Bürste ist, aber zur Fellpflege geeignet?

    Prinzipiell müsste man unterscheiden, ob er Angst hat oder nicht gebürstet werden will. Danach richtet sich das weitere Vorgehen.
    Den Unterschied sieht man hervorragend in der Körpersprache.
    Mein Modell Schäferdino zB hasst es, gebürstet zu werden. Er hasst das Gefriemel im Fell, egal womit.
    Und dennoch muss er durch.

    Wenn der Hund Angst hat, würde ich schrittweise die Bürste schön füttern. Entweder mit Clickern oder zB die Bürste einfach neben dir hinlegen, den Hund rufen, streicheln, füttern, egal was, aber die Bürste liegt da. Dann die Bürste immer weiter annähern, neben den Napf legen beim Fressen.
    Beschnuppern lassen (dafür belohnen), einmal berühren (belohnen), usw.
    Wenn da jemand aber nur nicht will (wie mein Bronto), dann würde ich da keine große Show machen, eine deutliche Ansage, notfalls einen Anschiss und weiter bürsten. NACH dem Bürsten dann ein Lecker.

    Nur musst du dir sehr sicher sein, was die Ursache ist

    Sobald der Dummy an seinem Lagerort war, war sofort wieder Ruhe.
    Ich habe nichts dagegen, wenn er solchen Spaß an der Arbeit hat.
    Teenager, egal welcher Gattung, sind nunmal strunzblöde und wenn sie in ihrem Element sind, egal was das nun ist, existiert die Welt nicht mehr.

    Ist ok. Geht vorbei.
    Schlimmer wäre, wenn er vor dem Trainingsschrank liegen würde, jaulen, kratzen, nicht mehr zur Ruhe käme. Aber davon ist hier nicht die Rede

    Wenn die beiden gemeinsam aufgewachsen sind, würde ich vlt eine große Box probieren statt zwei kleinen, dann können sie sich gegenseitig etwas beruhigen. Scheint ja besonders Emma zu brauchen.

    Der Name kommt mit der Zeit, immer wieder benutzen, immer wiederholen.
    Hier bietet sich aber an, das getrennt zu üben, sonst denkt Lua nachher noch, ihr Name sei Emma (oder EmmaundLua).

    Ansonsten Geduld. Wie lange habt ihr die beiden?

    Schafft euch NIEMALS einen Arbeitshund an. Ernsthaft.

    Hund und ich kommen vom Training mit Dummies. Hund ist so richtig geil auf die Dummies. Aber sowas von.
    Ich halte die Teile in der Hand, um sie im Trainingsschrank zu versenken, damit sie nur zum Üben heraus kommen.
    Laufe also in die Küche, der Hund in sauberstem Fuß neben mir her. Blick wie hypnotisiert zu mir den Dummies.
    Platsch - er läuft in seinem vollen Wassernapf. Und merkt das nicht mal.
    Boing - er läuft gegen den Wäscheständer. Und merkt das nicht mal.
    Schepper- er läuft gegen die Wand. DAS hat er dann gemerkt, sich geschüttelt und wütend die Wand angewufft, wie die Bitteschön plötzlich aus dem Boden wachsen kann.

    Ist aber auch frech, wenn die Einrichtung sich gegen ihn verschworen hat