Beiträge von Munchkin1

    Wer hat uns hier schon vermisst?

    War nach dem Abendgassi grad mal kurz bei meinen Eltern, Mailo war mit dabei. Machte sich einen Spaß daraus, Medikamentenpackungen und Taschentücher hin und her zu tragen.
    Wir wollten dann in unsere Wohnung gehen, ich mache die Tür auf, Mailo fetzt an mir vorbei.
    Ich höre meinen Papa rufen „Vorsicht, der hat was geklaut“ und muss schon laut lachen, während ich dem Bronto-Dieb hinterher stapfe.
    Man stelle sich den über 40kg schweren Straftäter vor, der freudig wedelnd vor unserer Wohnungstür steht, die frisch erbeutete und Zwangs-apportierte Feinstrumpfhose, die er durchs Treppenhaus getragen hat, noch in der Schnute.

    Jegliche Art von Eintöpfen - Bauerntopf, Sauerkraut-Schichtkohl, Chili
    Nudeln mit Soße
    Frikadellen (Möhrenfrikadellen)
    Kartoffelauflauf
    Suppen - Gulasch, Kartoffel, Hühner

    Gerne wird auch eine Zutat reichlich gekocht und dann die Beilage variiert.
    ZB Braten - dann Soße, Gemüse, Beilage ändern und mal kalt aufs Brot

    Oder Reis - mal süß mit Apfelmus, mal zu Gemüse und Hack, dann in Soße. Nur ordentlich lagern.
    Kartoffeln - mal als Beilage, dann als Auflauf, im Salat, als Bratkartoffel.

    Ok, Angst mal beiseite - was ist mit Allergikern?
    Es gibt genug Menschen, die schlichtweg mit Atemnot auf Fellkontakt reagieren. Einen solchen Fall kenne ich selbst, da reicht es schon, wenn ich vorher in denselben Klamotten meinen Hund gebürstet hätte und ihm dann die Hand schüttele.
    Natürlich gibt es Notfallmedikamente, aber muss das sein?

    Auch Allergiker dürfen außer Haus, ohne sich mit Medikamenten vollpumpen zu müssen, weil jemand seinen Hund nicht ordentlich erziehen und sichern kann.
    Die Diskussion führe ich gefühlt ständig, wenn jemand meint, Hunde auf Bahnsitze zu lassen oder eben zu jedem hinlaufen zu lassen.

    Ich finde an dem Urteil nichts auszusetzen.

    Verantwortungsvolle Hundehalter, die ihren Hund wahlweise angeleint halten, zu sich heranrufen (können) oder Hunde, die völlige Ignoranz bezüglich Passanten, Artgenossen etc zeigen, betrifft dieses Urteil nicht.
    Alle anderen, die meinen im öffentlichen Raum Wildsau spielen zu können, die kriegen ordentlich etwas vor den Bug.

    Selbstverständlich ist das jetzt hier ein Präzedenzfall, es wird jahrelange Prozesse um die korrekte Auslegung im Einzelfall geben, um die Anwendbarkeit, blablabla.

    Aber der Weg ist korrekt

    Stehen bleiben. Nichts mehr. Dann hat der Zwerg den Leinenradius und das ist elend langweilig.

    Mein aktueller Hund hatte eine Rosine im Hintern, sprich wir sind anfangs alle 2 Stunden raus, bis er das Prinzip begriffen hatte.
    Und dann tatsächlich zur nächsten Grasstelle, sofort lösen, belohnen fürs lösen, ab nach Hause und weiter pennen. Der wusste genau - wird er an dieser Stelle abgesetzt, heißt das pullern und wieder hoch, die Gassirunden haben wir anders begonnen.

    Was möchtest du denn, was der Hund mit den Gegenständen macht?

    Ich baue das rückwärts auf: wenn er apportieren soll, bau den Apport auf. Wenn er Verweisen soll, bau das Verweisen auf.
    Das Verallgemeinern schaffen die meist selbst

    Sorry, aber ich habe hier immer noch kein Verständnis. Fehler passieren. Ja. Aber das hier ist kein Fehler.
    Das ist wie betrunken Autofahren. Mehrfach. Trotz Strafzettel.
    Ist schlichtweg verboten. Kann gut gehen. Kann schief gehen. Ist letztlich Spiel mit dem Leben und der Gesundheit anderer.
    Das nimmt man bewusst in Kauf und wenn es doch schief geht, geht das mimimimi dann los, was soll ich jetzt tun, wie komme ich da wieder raus.
    Und da hört mein Verständnis schlagartig auf.

    Richtig wäre hinzugehen, sich beim Amt zu melden, den Vorfall dort wie auch bei der Polizei WAHRHEITSGEMÄSS zu schildern und die Konsequenzen zu tragen, die daraus erwachsen.
    Ich sehe keinerlei Anlass darauf zu vertrauen, dann die TE DIESMAL Auflagen einhält. Was sollte diesmal anders sein als beim zweiten Beißvorfall?

    Und es spielt keine Rolle ob das jetzt als ungerecht empfunden wird. Mich irritieren die Aussagen der User, die die Vorfälle herunter spielen wollen.
    Da sind Menschen verletzt worden, weil jemand der Meinung ist, dass die Gesetze ihn nicht betreffen.

    Sorry, aber das Opfer KONNTE sich doch gar nicht richtig verhalten in der Situation:
    Bemerkbar machen könnte die Hunde ebenso erschrecken wie ruhig dran vorbei gehen.
    Rückzug könnte das Jagdverhalten triggern.

    Also ist es Blödsinn, das mit der HH des anderen Hundes zu vergleichen, die besagter gefährlicher Hund schon gesehen und wahrgenommen hat.

    Ich finde es im Übrigen sehr schwierig, den Sinn dieses Threads zu ermitteln - geht es um auskotzen, geht es um Schadensbegrenzung, geht es um Infos zur weiteren Vorgehensweise der Ämter?
    Was mir hier fehlt um wirklich Einsicht und somit ein gewisses Goodwill erkennen zu können, ist ein Interesse daran, wie man in Zukunft den Hund auslasten und grasen lassen kann, ohne andere Menschen zu gefährden. Fragen zum Handling und Management solcher Situationen.
    Ohne diesen Seitenzweig ergibt sich zumindest für mich das Bild: Oh nein, ich hab Scheiße gebaut, wie kann ich den Schaden möglichst klein halten. Und DAS halte ich einfach für falsch und verwerflich