Beiträge von Munchkin1

    Ich habe vom ersten Moment an Mailo beigebracht, dass es sich lohnt, mir Napf und Kauzeug zu überlassen, weil es IMMER Nachschlag oder was Besseres gibt.
    Also Napf mit einem Kommando kurz genommen, eine Hand voll Futter dazu gegeben, zurück gegeben.
    Kauknochen genommen, während der Welpi noch irritiert schaut, gleich Ersatz gegeben und den Kauknochen danach zurück.
    Und dennoch hat er mich, als er sein erstes Rinderohr mit Fell bekommen hat, böse angeknurrt, als ich mich näherte. Das war aber keine Bedrohung, die mir Angst machte, sondern eine klare Mitteilung, dass er es nicht hergeben möchte.
    Naja, wollen muss er es ja auch nicht. Da ich nicht wusste, wie er reagiert, habe ich dann einen Brocken Schinken als Tauschobjekt eingesetzt und es war ok.

    Im Notfall bitte ich aber auch nicht um das Ausspucken, wenn ich die Zeit dazu habe, ist es kein Notfall.
    Im Notfall wandert mein Hund zwischen die Knie, linke Hand öffnet den Kiefer durch Griff hinter die Fangzähne, rechte Hand zieht das Objekt der Begierde aus dem Schlund (und das kann echt tief gehen).

    Klingt rabiat, aber ich bin bereits Giftopfer, habe einen Hund sterben sehen. Das passiert mir nicht nochmal

    Ich habe genau ein festliches Outfit, das für alle Anlässe herhalten muss: Beerdigung, Weihnachtsfeier, Diplomfeier, Hochzeit, einfach alles. Und dieses Outfit auch nur, weil es im Outlet günstig zu kriegen war, sonst hätte ich niemals etwas so ... einseitiges... gekauft.

    Mädels, ihr rettet mein Selbstbild. Schön, dass es offenbar nicht an mir liegt, dass meine Mutter ihre Erziehungsabsichten nicht mit Schlag 18 an den Nagel gehängt hat.
    Würde ich mit über 30 arbeitslos zuhause bei meinen Eltern nisten und nicht ausziehen wollen, wäre die Situation verständlicher. Aber ich als Mutter mit Studienabschluss, eigenem Job, eigener Wohnung, eigenen Tieren behaupte mal, mein Leben durchaus wuppen zu können, ohne dass Mami meine Sockenfarbe kritisiert (die ich böser Mensch grundsätzlich falsch aussuche und kaufe).

    Zurück zum Hund und Unperfektionismus, mir fallen aktuell wieder einige Punkte auf:

    Mailo kann sehr schön und gesittet an der Leine laufen. Und er kann bei Löserunden oder zu Beginn des Spaziergangs wie ein Zugochse ohne Rücksicht auf Verluste von links nach rechts nach vorne und wieder zurück zerren, wenn er jeden Busch markieren muss. Ich KÖNNTE daran arbeiten. Ich KONNTE aber auch eine Flexi für diese Momente kaufen und meinen Arm schonen, während er zufrieden den Stadtteil bewässern kann.

    Da hier Grippe umgeht, besteht unser Tagesablauf neben Husten und Schlafen momentan aus vielen Löserunden und nicht sehr viel mehr. Training und Beschäftigung grade gestrichen. Und hey - kein schlechtes Gewissen (muss ich wohl schon ausgehustet haben)

    Unser DPD Bote hat panische Angst vor Mailo. Er bittet mich immer von vor der Haustür laut rufend, den Hund einzuschließen. Natürlich mache ich das auch immer vorher schon ungefragt, gebietet die Menschlichkeit und Höflichkeit. Gestern ein kurzes Gespräch:
    Wieviele von den großen Hunden haben Sie? Sind alle weggesperrt?
    Ich hab nur einen.
    Echt?
    Na klar, den hier (holt Mailo am Halsband hervor).
    Der sieht aber nicht böse aus. Frisst der mich?
    Nö, so blöd ist er nicht, Sie bringen doch immer sein Futter. Schlimmstenfalls gibt er Dankesküsse
    Das darf er (beugt sich zu Mailo derweil ich sein Gerät unterzeichne, Mailo wedelt sich den Hintern in die Luft und beschlabbert sein Gesicht).

    Ab heute hat er keine Angst mehr vor Mailo.

    Der Kindskopf im XXXL Format:

    Wir laufen die Abendrunde im Nieselregen, was bei Mailo ohnehin für dezent miese Laune sorgt.
    Demnach geht er also mit einem Gesichtsausdruck neben mir, der die Grashalme dazu bringt, die Straßenseite zu wechseln oder in den Boden zurück zu wachsen. Jeder, der nicht freiwillig weicht, wird eliminiert, so der Hundeplan.
    Wir kommen an einem der vielen Müllhaufen vorbei, Mailo wirft einem leeren Hasenkäfig einen bösen Blick zu.
    In genau diesem Moment rutscht das Oberteil des Käfigs mit lautem Scheppern auf den Gehweg, mein Dino kriegt den Schreck seines Lebens, macht einen Satz nach vorne, springt mir genau in die rechte Kniekehle und ich mache den schönsten Hofknicks der Menschheitsgeschichte.
    Mailo dreht sich um, starrt mich entsetzt an und springt mit wildem Knurrbellen in diesen blöden Käfig, um den Angreifer kampfunfähig zu machen.
    Seine 45kg Kampfgewicht führten aber nur dazu, dass der Käfig mit ihm im Schlepptau vom Müllhaufen nach unten auf den Gehweg gerutscht ist und Mailo von seinem improvisiertem Surfboard springen musste.

    Oh Mann, die hellste Kerze auf der Torte ist er nicht grade