Beiträge von Munchkin1

    Neulich gab es doch so eine Reportage, in welcher solche Welpen im TH landen und dort ihr Dasein fristen müssen, weil sie nicht vermittelt werden dürfen.
    Oder nur über die Bundeslandsgrenze hinweg, irgendwie sowas.

    Jedenfalls bekommen die Interessenten an dem Wurf sicher keine Welpen.

    Ich habe für meinen Schäfi einen Deal mit einem benachbarten Reiterhof gehabt und durfte da die Halle nutzen, damit der gute Junge sich mal austoben konnte. Ansonsten lief er auf dem gesicherten Reitplatz und den Weiden herum, die schön durch Schafzaun zusätzlich zum Pferdezaun gesichert waren.
    Wobei austoben sich aus diversen Gründen dann natürlich auf Übungen aus dem Agilitybereich und Bällchen holen beschränkte.
    Da ich ihn aber mit 7 bekommen habe (also er war 7), war er durchaus zufrieden mit dem Programm zusätzlich zu langen ruhigen Leinenspaziergängen in der Pampa.

    Das machen übrigens viele HH hier in der Ecke - Reithallen nutzen, brache Schafweiden, also alles, was ausbruchs- und vor allem einbruchssicher und überschaubar ist. Nach Absprache und wenn die HH die Haufen entfernen, sagt hier niemand nein. Mailo darf auch in die leere Halle, mit ein paar Cavaletti kann man ziemlich geniale Dinge machen. OT machen wir als Stallgemeinschaft auch mal Hundetreffs zum Spielen in der Halle, wenn das Wetter draußen blöde ist.

    Das verstehe ich unter kompliziert und einfach: der HH muss sich bei einem Hund, der abgeleint werden kann, weniger Gedanken über eine adäquate Möglichkeit zum laufen, toben, buddeln, schnuppern machen, als ein HH, dessen Hund eben nicht ohne Leine laufen kann/darf. Möglich ist beides, es erfordert nur ein anderes Maß an Arbeit.

    Ad libitum kann ich hier unmöglich füttern, Mailo ist ja jetzt schon felsenfest überzeugt davon, von Geburt an nicht gefüttert worden zu sein, wäre sein Futter nicht gesichert wie Alcatraz, hätte ich einen Gymnastikball mit Fellüberzug und Pfoten dran und wäre selbst pleite.

    Die letzte Woche war er mit mir täglich 2x 30 Minuten joggen (zum Stall und zurück, während ich geritten bin hatte er Boxenruhe) und ich habe den Eindruck, mein Hund mag das eher weniger. :ugly:
    Wenn der Wecker das zweite Mal klingelt, also zum Aufstehen und nicht nur kurz lösen und Frühstücken, stöhnt es herzzerreißend neben mir auf dem Boden und der Dino tut so, als sei er grade eben eines Märtyrertodes gestorben.
    Einmal draußen ist er wieder in seinem Element, aber offenbar genau so ein Morgenmuffel wie ich :pfeif:

    Ich bin eine Schissbüx, ihr dürft mich alle auslachen.

    Abendrunde mit Bronto. EIGENTLICH sollte ich mich absolut sicher fühlen. Es dürfte kaum jemand blöd genug sein, sich an diesen Hund ran zu trauen.
    Mailo an der Flexi, ich schlendere vor mich hin.
    Hinter mir kommt (warum auch immer um die Zeit und im Nieselregen) eine Gruppe Kinder, so um die 10 Jahre mit einigen Teenagern. Insgesamt etwa 8 Personen, ziemlich laut und hüpfend, rennend. Kinder halt.
    Mailo hockt im Gebüsch und macht einen DinoHaufen.
    Ich nehme die Flex kürzer, damit Mailo niemanden erschreckt, pfeife nach ihm. Ich höre ihn hinter mir aus dem Gebüsch springen, die Flex gespannt in einer für mich überschaubaren Länge und gehe los.
    Plötzlich spüre ich was zwischen meinen Beinen, verliere das Gleichgewicht und lande auf der Nase, quieke wie ein Spanferkel am Spieß (übrigens sehr zur Belustigung der Kinder hinter mir) und greife nach meinem Hund, in der felsenfesten Annahme, die Kiddies hinter mir hätten mir was zwischen die Füße geworfen.

    Naja, das war nur zu etwa 50% richtig.
    Ja, ich hatte einen riesigen Stock von hinten zwischen die Füße gesteckt bekommen, aber der Übeltäter wedelte mir fröhlich entgegen mit seiner Beute.
    Warum er beim Kacken unbedingt einen halben Baum mitnehmen musste, ist mir schleierhaft

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    Schau dir mal das Verhalten im Rudel, im Wurf an: was euer Hund zeigt, ist eine Spielaufforderung. Bellen, schnappen, verfolgen sind typische Spielinteraktionen von Welpen.
    Er lebt in eurer Familie, wenn ich das richtig gelesen habe, hat er keinen Kontakt zu tierischen Spielkameraden, keine Umwelteindrücke außer dem Garten, also praktisch nur euch als Spielobjekte.

    Irgendwie kann ich verstehen, dass der Zwerg euch nicht in Ruhe lassen will. :pfeif:
    Mit wem soll er denn sonst toben und spielen? Seine Energie los werden?

    Schnüffelspiele schön und gut - aber ihr habt ein HundeKind. Kinder finden Bildung stinkelangweilig.

    Euer Welpe muss lernen, dass ihr gerne mit ihm spielt, aber nach euren Regeln. Und das braucht einen langen Atem: wenn er zwickt, Alternative anbieten, hilft das nicht, Au sagen, aufstehen, Spiel beenden. Folgt er, setzt ihn in einen Laufstall oder verlasst den Raum und macht die Tür hinter euch zu. Kurz. Damit er lernt, dass das Spiel WIRKLICH beendet ist.
    Das braucht einen langen Atem, mein renitentes Schnappi hat einige Monate gebraucht, bis er meine Hosen und Schuhe leben gelassen hat.

    Es gibt wohl noch den Fall, wenn der Welpe direkt nach dem Gassi im Kalten in die warme Wohnung kommt, dass er sich dann nochmal löst.
    Kannte ich so nicht, das erzählte aber eine Kollegin auf dem Platz und es wurde von einigen bestätigt.

    Scheint ähnlich dem Effekt zu sein, wenn man einem schlafenden Menschen die Hand in warmes Wasser legt.

    Wäre jetzt natürlich gut zu wissen, wie bei euch die örtlichen Gegebenheiten aussehen, habt ihr die Möglichkeit, die Temperatur langsam anzupassen, zB einen Windfang oder Wintergarten?