Ich rufe mal noch Schäfi- und Kindermutti @Munchkin1. Vielleicht kann sie noch was sinnvolles hinzufügen :)
Angekommen und eingelesen.
@TE: Das „Problem“ ist tatsächlich hausgemacht. Euer Schäfer hat gelernt - geht die Tür zum Garten auf, ist das mit Eintreffen der Kinder gleichbedeutend mit „Auf sie mit Gebrüll“. Das sind quasi die wilden 5 Welpenminuten, aber in XL weil körperlich kein Welpe mehr. Und das ist unschön.
Ihr habt einen Teenager. Und die sind per Definition ekelig, hinterfragen alles und jeden und sind größenwahnsinnig.
Aber jede Verhaltensweise lässt sich darauf zurückführen.
Mal aus Hundesicht betrachtet:
Spielzeug wird geklaut - Spielaufforderung, klappt meist ziemlich gut, weil dann das jagen/fangen losgeht
Ihr nehmt es ihm weg, er zwickt - Tobeaufforderung, klappt ebenfalls gut, weil dann das quietschen losgeht.
Und als Krönung gibt es, wenn er sich ausgetobt hat, Leckerli.
Würdet ihr euer Verhalten ändern, wenn es zum Erfolg führt? Ich jedenfalls nicht.
Problem: das Verhalten wird schlimmer, nicht besser und hört nicht von alleine auf.
Lösung:
Erst mal müsst ihr Garten mit Toben entkoppeln. Sprich bevor es in den Garten geht, wird Gassi gegangen. Im Garten selbst wird nicht mehr getobt, notfalls bedeutet dass eben, dass deine Kinder spielen und du dich RUHIG mit dem Hund beschäftigst. Nasenarbeit, Gehorsam, egal was, bis er sich hinlegen und entspannen kann.
Dann musst du ihm eine andere Art Spiel/Beschäftigung bieten. Euer Hund geht einmal am Tag spazieren. Kommt dann alleine in den Garten. Hmmm ja nett, aber keine Auslastung, kein Programm. Was macht ihr auf dem Spaziergang mit ihm? Gibt es da Action?
Mein Sohn ist 9, mein Hund fast 1,5.
Regel Nummer 1 für meinen Sohn war: der Hund gehört mir. Willst du was von ihm, sag es mir.
Regel Nummer 1 für den Hund: der Menschling steht unter meinem Schutz. Es ist besser für dich, wenn du nett zu ihm bist.
Ab und an klaut Mailo auch Spielzeug. Dann wird er aber nicht gefangen (denn das will er eigentlich bezwecken mit dem Verhalten), sondern ich rufe ihn zu mir und lasse mir das Spielzeug geben.
Getobt wird nach meinen Regeln - wir zergeln, wir apportieren, wir werfen. Aber nur, solange meine Regeln gelten, sonst ist der Deal vom Tisch und der Hund auf seinem Platz.