Eher gesagt ist es ein Problem, dass sich liebend gerne beratungsresistente Menschen anmelden, die eigentlich gar keine Ratschläge haben wollen, sondern nur Verständnis oder Erlaubnis für ihr bisheriges Vorgehen und maximal noch Mitleid für den bösen, fiesen Hund, der sich nicht an Spielregeln halten kann/will.
Du sagst, du weißt, du weißt selbst, was für deinen Hund gut ist? Warum schreibst du dann hier und fragst um Rat? Widerspruch in sich, oder?
4 Tage (!!!) hast du den Welpen maximal und hast ein Problem mit Stubenreinheit. Das Problem kannst du nach 4 Monaten ein Problem nennen, aktuell habt ihr einfach noch keinen Rhythmus gefunden.
Im Übrigen halte ich es so, wie die anderen Welpenhalter hier es beschrieben haben:
Langeweile und Timing sind die Stichworte.
Wenn der Keks sich meldet, ist es zu spät. Wie mit einem kleinen Kind, das „Mama, ich muss mal“ ruft. Sobald es ruft, läuft es eigentlich auch schon.
Wecker stellen, kurze Intervalle von 2 Stunden, probeweise nach mehreren Wochen verlängern.
Bereit sein, im Jogginganzug schlafen, Schlappen neben der Tür. Du lebst in der Welpenzeit wie ein Feuerwehrmann in Rufbereitschaft - innerhalb von maximal 30 Sekunden musst du draußen sein, je schneller desto besser.
Hund in den Arm, nach draußen an einen festen Löseplatz und warten. Stehen. Warten. Nicht laufen, nicht spielen, nicht locken. Warten. Das kann dauern. Aber irgendwann wird es passieren. Lösen bedeutet Spannung lösen, entspannen. Das geht in dem Alter nicht mit Action einher.
Wenn der Welpe sich gelöst hat, loben, Lecker und wieder ins Haus. Hund zurück ins Körbchen, weiter schlafen. Keine Spiele, kein Programm.
Entkoppelt dringend lösen von bewegen, Gassigänge sind nicht zum lösen da für den Welpen, Lösegänge nicht zum laufen.
Oh und du kannst einen Papillonwelpen mit einem Endgewicht von unter 5kg, also aktuell eher so u. 2kg nicht im Arm halten, wenn er sich bewegt? Wie niedlich.
Meinen Schäferhund habe ich bis etwa 10 kg Gewicht rausgetragen, anfangs alle 2 Stunden. Das geht wunderbar, man muss nur wissen, wie und da helfen Trainer ungemein, wenn man es selbst nicht hinbekommt