Beiträge von Teetrinkerin

    Was wäre, wenn....?

    Diese drei Worte gehen mir seit Zuklappen des Buches ständig im Kopf um. Was wäre, wenn....? Zwei gebrochene Menschen. Vor allem für Miss Kenton habe ich so viel Mitgefühl.

    Ich glaube, "Was vom Tage übrig blieb" wird noch lange in mir nachhallen. Wenn auch gut zu lesen, trotzdem kein literarisches Fast Food.

    Ich weiß nicht, ob ich direkt heute abend zu einem neuen Buch greifen werde. Wobei, ich glaube, ich werde trauriger, je mehr ich nachdenke... Auch überlege ich, welches Buch das richtige nach so einem Roman sein könnte? Diese Bücher sind auf dem, "jetzt bald Lesestapel":

    - Vom Ende der Einsamkeit von Benedict Wells (vermutlich nach einem melancholischem Buch nicht das richtige)
    - Ein Leben mehr von Jocelyne Saucier
    - Drei Männer im Schnee von Erich Kästner (mein Favorit)
    - Geheimnis in Weiß von J. Jefferson Farjeon

    Vermutlich werde ich zu Kästner greifen oder zu Farjeon - wäre ja passend zur Weihnachtszeit.

    Bei uns gibt es heute Abend Putengeschnetzeltes mit Champginons und Spätzle, dazu Spitzkohlsalat (Spitzkohl habe ich kürzlich noch im Garten geerntet) und winterlichen Rohkostsalat (Karotten, Ringelbete, Topinambur - alles aus dem Garten -, etwas Sellerie und Mandarinenfilets - beides gekauft -, drüber noch etwas Walnüsse - selbst gesammelt - und selbst gezogene frische Rucolasprossen). Die Salate habe ich schon vorbereitet und können bis heute Abend schön durchziehen. Muss dann nur noch Walnüsse und Sprossen drüber geben.

    @leserinmithund
    ich kann mir gut vorstellen, dass du dir zur Vorweihnachtszeit bessere Umstände vorstellen könntest. Aber es ist auf alle Fälle schön, dass du Freunde hast, die dir unter die Arme greifen. Und ich hoffe, dass du dennoch etwas Ruhe findest und dir ein bissel Leseauszeit gönnen kannst. Fühl dich fest gedrückt!
    "Was vom Tage übrig blieb" gefällt mir bisher ausnehmend gut, auch wenn ich den Charakter Stevens manchmal ziemlich anstrengend finde. Ich glaube, mit ihm zusammen arbeiten zu müssen, ist sicherlich nicht immer einfach. Man spürt, dass er zwar Gefühle hat, diese aber nicht verdrängt, sondern nicht mal wahr nimmt. Ein völlig in sich gefangener Mensch. Manchmal tut er mir schon richtig leid. Und ich würde auch sagen, er ist ein Mensch, der sich seinen selbst auferlegten Zwängen unterwirft.
    Ich bin nun sehr auf das letzte Viertel gespannt - ich fiebere schon sehr der Begegnung mit Miss Kenton hin - auch wenn ich weiß, dass die Aussage auf dem Klappentext "Die bittersüße Liebesgeschichte zweier Bediensteter in einem englischen Herrenhaus" völlig unzutreffend ist und falsche Vorstellungen erzeugt.
    Edit: Übrigens finde ich den Charakter von Miss Kenton sehr sympathisch und erfrischend.

    Ich habe jetzt die Hälfte von "Was vom Tage übrig blieb" geschafft. Bisher gefällt es mir ganz gut. Immer wenn ich denke, jetzt steuert das Buch auf eine Länge zu, nimmt es plötzlich doch wieder eine Wendung. Ich mag ja gerne so leise, nachdenkliche Bücher.

    @Brauni2012
    freut mich, dass dir der Link neue Inspirationen gibt. Ich schmöckere gerade auch gerne dort.

    @leserinmithund
    oh weia, das liest sich schmerzhaft. Ich wünsche dir gute Besserung!

    @37mara73
    ich habe mir "Ein Leben mehr" von Saucier diese Woche gekauft. Liegt auf meinem Stapel auf dem Couchtisch - der Stapel mit den Büchern, die ich bald lesen möchte.

    Bei uns gibt es ganz einfach - und trotzdem so lecker - Spaghetti all' arrabiata (ohne Speck - dafür mit Rotwein abgelöscht). Die Tomatensauce ist selbst eingekocht, mit Kräutern. Dazu gibt es einen Salat aus Salatherzen und Gurken (gekauft), Zuckerhutsalat (aus dem Garten), Petersilie (aus dem Gewächshaus) und frischen Sprossen (selbst gezogen).

    @rinski
    ich bestelle auch online. Hundefutter z.B. kann ich gar nicht anders einkaufen, da Cassy Spezialfutter wegen Blasenkristallen braucht. Dafür wurden wir durch den TA bei einem Hersteller freigeschaltet (bekommt man nicht einfach so zu kaufen). Auch einige andere Sachen bestelle ich, da hier auf dem Land die Einkaufsmöglichkeiten doch begrenzt sind. Gestern z.B. habe ich noch Tee bestellt. Zwar gibt es im Nachbarort einen Teeladen, aber der ist mittlerweile auch mehr Geschenke- und sonstwas-Laden und die Qualität des Tees reicht mir einfach nicht an die von mir gewünschte hin. Wenn ich dort z.B. griechischen Bergtee kaufe, dann ist da noch anderes mit drin, dabei mag ich den pur einfach am liebsten. Bei Kräutertee haben die sowieso leider wenig Auswahl.
    Auch spielt bei uns der Umstand mit rein, dass wir nur ein Auto haben. Mein Mann hat einen Roller (seine Arbeitsstelle ist nur 3 km entfernt), aber bei dem Wetter fährt er meist mit dem Auto. Sprich, ich komme nicht so einfach irgendwo hin, um einkaufen zu können.
    Dafür kaufe ich total gerne in einem kleinen Bioladen von einem Bekannten ein, der nur Freitag und Samstag geöffnet hat. Mir ist generell wichtig, dass ich meinen Konsum hinterfrage. Und ich bin immer wieder erstaunt und ja, auch geschockt, dass so viele Leute einfach total unbedacht konsumieren.
    Aber ich möchte jetzt den Thread nicht mit den Ausführungen meiner Ansichten kapern ;)


    Zurück zu Büchern:
    Ich bin irgendwo auf Seite 50 von "Was vom Tage übrig blieb". Es ist bisher ein sehr leises und nachdenkliches Buch. Man merkt sehr, wie sehr Stevens in seiner Position verankert, man kann sogar fast sagen, gefangen ist. Manchmal bin ich ein bissel genervt von seiner Engstirnigkeit - wobei, der Ausdruck ist vermutlich falsch. Er ist nicht stur, er ist nur in seinen Ansichten oft, sagen wir, eingeschränkt. Was aber vermutlich auch daran liegt, dass er eben so sehr in seiner Position gefangen ist und nicht aus sich raus kann.
    Ich bin jedenfalls gespannt, wie es weiter geht.