Beiträge von Teetrinkerin

    Ich habe gestern "der Richter und sein Henker" von Dürrenmatt beendet. Das Buch habe ich mittlerweile zum dritten oder vierten Mal gelesen und es hat mir mal wieder sehr gefallen. Ich mag die etwas verstaubte Sprache und die nostalgische Atmosphäre sehr gerne. Mordermittlung ohne genetischer Fingerabdruck, da wird sogar mal kurz der Ermordete im Auto vom Polizisten auf den Beifahrersitz geschoben und zur Wache gefahren, um kein Aufsehen zu erregen. Das macht für mich den Charme der alten Krimis aus.

    Nachdem ich "die verlorene Ehre der Katharina Blum" angelesen habe, habe ich mich nun doch für Fred Vargas' "Es geht ein Zug von der Gare du Nord" entschieden.

    @Brauni2012

    mach dir nix draus. Lesen soll ja Freude machen und nicht in Stress oder in ein Muss ausarten. Ich hab die letzten Monate außer Sachbücher gar nichts gelesen. :ops: Ich habe mittlerweile auch festgestellt, dass mich Listen-Lesen stresst und ich dann gar nicht erwarten kann, ein Buch zu beenden und ein Neues zu beginnen. Das ist echt schade und ist ja nicht Sinn der Sache.

    Ich freue mich übrigens sehr, hier wieder mit zu lesen und zu schreiben. Ihr habt mir echt gefehlt. Manches Bücherforum kann sich an dem netten und regen Austausch hier echt eine Scheibe abschneiden.

    Ich habe schon vor ein paar Tagen "Engelsstimme" von Arnaldur Indridason beendet. Der Krimi hat mir sehr gut gefallen, wobei ich die ersten beiden Drittel besser fand. Dennoch hat mir die nüchterne Atmosphäre in dem Buch sehr zugesagt, die Charaktere waren gut gezeichnet und die Ermittlungen spannend und brachten immer wieder neue Wendungen. Jetzt hab ich noch einen Indridason im Regal stehen und auf den freue ich mich schon.

    Danach ging es direkt weiter mit dem nächsten guten Buch: "Alte Sorten" von Ewald Arenz. Auch hier fand ich die erste Hälfte des Buches besser, als die letzte. Auch wenn es sich jetzt kitschig-schnulzig lesen mag, was das Buch überhaupt gar nicht ist: Es ist eine wunderbar zarte, gefühlvolle Geschichte. Es herrschte eine wunderbare Atmosphäre und es gab Stellen im Buch, da war ich durch und durch gerührt, fast den Tränen nahe - dabei sind es nur ganz schlichte Sätze, aber mit unglaublich viel Zartgefühl. Wie gesagt, es liest sich vermutlich sehr kitschig, aber es trifft auf das Buch so gar nicht zu.

    Beide Bücher eine eindeutige Leseempfehlung.

    Nun hab ich mir das Buch "Der Richter und sein Henker" von Friedrich Dürrenmatt aus dem Regal geholt. Bei diesem Mistwetter die passende Lektüre und immer wieder lesenswert. Ich mag die altmodische Sprache in dem Buch sehr. Da schreibt Dürrenmatt nicht einfach nur Straßenrand - nein, es ist am Straßenrande oder das schlichte Auto heißt vornehm Automobil. Hach, da komm ich direkt ins schwärmen...

    abraxas61

    Gesang der Fledermäuse ist trotzdem auf meiner Liste geblieben. Ich denke, es könnte mir dennoch gefallen. ;)

    Ich habe von Vargas bisher "Die dreizehnte Jungfrau" gelesen und war total begeistert. Von ihr werde ich ganz bald wieder was lesen.

    Der lag jetzt ganz oben auf meinem Anlesestapel und ich bin direkt "hängen geblieben". ?

    Tokarczuk, Gesang der Fledermäuse beendet.

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    Das wird dann schon noch ziemlich schrullig und auch dramatisch, das letzte Kapitel so stark, das Ende....ich mags ja sehr, wenn Autoren konsequent handeln im Schreiben und das tut sie da. Eine etwas verstörende Geschichte, aber ich wollte mir doch viele Sätze notieren, um weiter drüber nachzudenken. S. 279 ff. , das ist schon sehr bemerkenswert.

    Tolles, besonderes Buch.

    In einem durch konnte ich es nicht lesen, aber das macht nichts.

    Das hört sich sehr interessant an.

    Ich glaube, nach zwei so guten Bücher, nach zweimal Lesegenuss pur, hat es das kommende Buch echt schwer. Nachdem ich den Boyle ganz spontan und schnell aus dem Regal gezogen habe, bin ich jetzt unschlüssig, was ich nun lesen möchte. Ich habe mir jetzt, nachdem ich vorhin schon meine Regale durchsucht habe, nun spontan folgende Bücher zum Anlesen rausgezogen:

    Die verlorene Ehre der Katharina Blum von Heinrich Böll

    Alles über Sally von Arno Geiger

    Es geht noch ein Zug von der Care du Nord von Fred Vargas

    Der Kater lässt das Mausen nicht von Charlotte MacLeod

    Engelsstimme von Arnaldur Indridason

    Sehr unterschiedliche Bücher, mal sehen, welches das Rennen macht.