Gestern Abend habe ich "Gesang der Fledermäuse" von Olga Tokarczuk beendet.
Das Buch hat mir gut gefallen, obwohl die Personen recht schrullig waren, waren sie mir nicht unsympathisch. Die zweite Hälfte empfand ich stärker, als die erste. Ein Buch, das man nicht einfach so weg liest, kein literarisches Fast Food. Ich musste häufig Pausen machen und das gelesene sacken lassen. Nicht, weil es schwere oder schwer verdauliche Kost ist, sondern, weil es etwas sperrig ist. Was nicht negativ ist - Literatur darf ja gerne mal Ecken und Kanten haben.
Die Astrologie und William Blake nehmen einen Teil der Geschichte in Anspruch, ich empfand es aber nicht als zu ausgeprägt. Man konnte da auch gut drüber weglesen. Das Ende/ die Auflösung war für mich gar nicht so überraschend, sondern in sich sehr stimmig und schlüssig. Ich hatte sowieso diesen Verdacht gehegt.
Das Buch hat eines der stärksten, amüsantesten und interessantesten Buchanfänge, die ich gelesen habe. Ich habe den Anfang im Thread über die ersten vier Sätze gelesen und wusste sofort, dass ich das Buch lesen möchte.