Ganz lieben Dank für eure Antworten, @Feyra478 und @Joco und Co! Ich versuche, mich nicht zu sehr zu ärgern, aber einen Stich gibt einem das trotzdem.
Es ist schwierig mit Cassy - sie ist ein furchtbarer Kontrolletti und ich muss sie da immer stark einbremsen. Sie macht aber gute Fortschritte, vieles ist besser geworden. Nur die Hundebegnungen sind nach wie vor ein großes Thema und auch Besuch zuhause. Das werden wir aber auch noch hinbekommen.
Heute morgen kam ein HH mit seinem Rüden uns entgegen. Er wohnt nur ein paar Häuser weiter und Cassy hat bisher immer getan wie blöd, wenn sie ihn gesehen hat. Gestern habe ich ihn vor dem Haus mit seinem Rüden getroffen und ich hatte wieder ziemlich zu tun, um Cassy runterzubekommen (was dann auch GsD irgendwann - auch Dank Wasserflasche - gelang). Jetzt kommen bestimmt wieder Rufe, diese böse Wasserflasche, aber Cassy braucht wirklich konsequente Ansagen und das schaffe ich ohne Hilfsmittel halt nicht immer. Und bevor jetzt hier auch wieder Aussagen kommen, ich hätte eine schlechte Hundetrainerin an der Hand: Sie trainiert wirklich viele Hunde und Cassy und ein weiterer Rüde sind die einzigen Hunden, bei denen sie dieses Hilfsmittel einsetzt. Cassy ist zwar auch ein unsicherer Hund, aber auch ein ziemlicher Kontrolletti - wenn man sie nicht konsequent in ihre Grenzen verweist, dann fängt sie nämlich an, uns zu maßregeln (was sie anfangs nämlich gemacht hat, bis wir mit unserer Trainerin ganz klare Regeln aufgestellt haben). Und auch letzte Woche, als wir Besuch mit unserer Trainerin und der Co-Trainerin übten, stellten die Trainerin, Co-Trainerin und eine Bekannte (die selbst immer schon Hunde hatte) wieder mal fest, was für eine stark kontrollierende Hündin Cassy ist. So, und nun genug gerechtfertigt - aber ich mag einfach nicht wieder diskutieren müssen, warum ich bei Hundebegnungen manchmal (!) zu einem Hilfsmittel greife(n muss).
Jedenfalls war Cassy nach einer Weile so entspannt (ich habe sie fest gelobt, wenn sie zu mir geschaut hat, bin nach hinten weg gegangen, wenn sie sich reingesteigert hat und sie gelobt, wenn sie sich mir angeschlossen hat etc.), dass sie sich irgendwann umdrehte, woanders hinschaute (sie fixiert gerne) und sogar mit dem Rücken zu ihnen hinsaß. Das war dann der Zeitpunkt, dass wir wieder weitergelaufen sind - denn ich versuche, die Situation wenn möglich positiv abzuschließen
Auf alle Fälle haben wir dann vereinbart, dass wir nachmittags gemeinsam eine Runde laufen und das hat wirklich super geklappt. Cassy war erstaunlich ruhig, als sie ihn Nachmittags sah - sonst lag sie ja schon auf x Metern in der Leine. Sie pöbelte erst ein wenig rum, als wir gemeinsam weiterliefen. Aber das hielt sich sehr in Grenzen und später, als wir die beiden dann ohne Leine laufen ließen, war alles super. Auch mit dem Mann hatte sie keine Probleme (klar, sie ist vorsichtig, aber es war alles o.k.).
Heute morgen haben wir sie wieder getroffen und ich habe - weil ich wusste, dass sie sich verstehen - die Leine von Cassy abgemacht und sie ist wirklich neben mir geblieben und mit mir zu dem Rüden und seinem Herrchen hingelaufen. Kein Bellen, kein schnauben - sie war zwar vorsichtig und auch sehr aufmerksam, aber auch sehr ruhig. Und sie blieb neben mir! Sie ging nicht nach vorne, sondern sie hat sich mir angeschlossen.
Ob es nun falsch oder richtig war, die Leine abzumachen? Ich bin mir nicht sicher, aber ich denke, es war gaz gut für sie und mich zu sehen, dass Hundebegnungen auch ruhig verlaufen können. Generell ist Cassy sehr viel entspannter ohne Leine.
Da sagte doch eine Frau zu mir "wie können Sie sich so was antun"
So was ist echt unverschämt und grenzüberschreitend! Es ist wirklich schade, dass es Leute gibt, die einfach jeglichen Anstand vermissen lassen.