Beiträge von Oleniv

    Bei uns waren die Kinder fast 6 und 9 als der Welpe einzog. Das hat alles ganz gut funktioniert und ich musste eher die Kinder vorm Hund schützen.

    Die Madame hat sich mit der Beißhemmung etwas schwer getan.... :roll:

    Was ich aber wirklich nervig fand, war die Nachmittagsrunde mit Kind. Der Zwerg wollte die ersten Monate nicht allein Zuhause bleiben, also musste er eben mit. Er ist sehr mitteilsam und hat mich die ganze Runde zugesabbelt, während ich versucht habe auf den Hund zu achten. Das fand ich schon etwas anstrengend. War aber zum Glück keine allzu lange Zeit und dann ist er allein geblieben für die 30 Minuten.

    Das wäre wirklich etwas, was ich mir gut überlegen würde. Hat man bei jedem Wetter Lust beide Kleinen immer mitzunehmen.

    Und bei drei Kindern ist einer immer irgendwo verplant. Turnen, Fußball, Freunde, Kindergeburtstag, Schulveranstaltungen... Die können da ja auch nicht überall allein hin, das war bei uns manchmal ein ganz schöner Aufwand das alles unter einen Hut zu bekommen. Man muss es halt echt wollen. :smile:

    Was für Hund A laut Lehrplan funktioniert, klappt bei Hund B in keinster Weise. Von daher glaube ich, muss man auch da einfach aus dem Bauch heraus entscheiden können, was für das jeweilige Hund/Mensch Gespann richtig sein kann. Das ist es was ich mit Bauchgefühl meine.

    Ja schon, aber ohne das Wissen über die verschiedenen Möglichkeiten kann ich mich nicht für einen Weg entscheiden. Und das muss ich erst mal erwerben um es dann individuell anwenden zu können.

    Das nicht alles für alle Hunde gleich funktioniert, das ist ja absolut klar.

    Das ich mich im Vorfeld über die Rasse informiere ist für mich z.B. selbstverständlich. Das ich der Rasse entsprechend agiere auch.

    Und da sind wir schon beim fortgeschrittenen Level der Hundehalterwelt. Wie hier ja auch oft zu lesen (mein Schäferhund/Dobermann Zeus stellt die Familie. Hilfe!), erlebe ich das im Umfeld oft. Der Eurasier wacht und jagt? Na huch aber auch. usw.

    Erziehung nach Baugefühl ist meiner Ansicht nach zu romantisch gedacht. Mag sein, dass das mit vielen Hunden irgendwie funktioniert, aber sobald die Hunde ernsthafter sind, kommt man damit nicht unbedingt weiter.

    Bauchgefühl ohne ein gesundes Basiswissen über Rasseeigenschaften, Lernverhalten, Körpersprache usw. reicht mMn nicht aus, um dem Hund ein artgerechtes Leben zu ermöglichen. Ich sehs hier in der Umgebung täglich, da gibts auch nur Bauchgefühl und wenig Ahnung von Verhalten, Kommunikation des Hundes und Erziehung. Da kommt halt die Leine dran und fertig. Ist irgendwie auch nicht schön...

    Wie bei allem im Leben machts da die gesunde Mitte.

    Also bei einem 17 Wochen alten Pudel würde ich Territorialverhalten doch ausschließen.

    Ich vermute eher Aufregung (wenns klingelt passiert was) oder Unsicherheit (Oh Gott, da kommt jemand). Einfach nicht vor der Tür liegen lassen, da hat er nichts verloren. Wenn Ihr Lust habt könnt Ihr ja Deckentraining mit ihm machen. Also wenn es klingelt, soll er seinen Platz aufsuchen und dort erst mal bleiben. Kann man eh immer brauchen und es ist Kopfarbeit. :smile:

    Was ich Dir zur Auslastung noch empfehlen kann, ist Medical Training. Also ein Kooperationssignal aufbauen und dann eben gezielt Dinge erarbeiten, wie Zähne putzen, Krallen schleifen und auch das Duschen. Da werdet Ihr das ganze Hundeleben lang von profitieren und sie kann das Köpfchen nutzen ohne viel Bewegung.

    Gute Besserung. 🍀