Beiträge von Oleniv

    Hat jemand von euch eine Patenschaft für einen Hund im TH und kann mir sagen, wie das läuft? Geht das Geld dann wirklich genau diesem Hund zu? Oder wie muss ich mir das vorstellen?

    Konkret gehts mir um Verwandschaft von Kira, sitzt seit Mitte 21 im TH und ist quasi nicht vermittelbar. Und es bricht mir das Herz (genau wie 2 weitere Rüden in einem anderen TH). Ich würde gerne helfen und weiß nicht wie.

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    Ich habe zwei Patenhunde, die aber mittlerweile gar nicht mehr im TH sind. Realistisch gesehen fließt das Geld in die allgemeinen Kosten. Das ist für ein Tierheim nicht machbar, genau dem einen Hund davon Dinge zu kaufen.

    Was manche Paten machen, ein Paket mit Leckereien genau für den Hund schicken, sich an Medikamenten/Medizinischem beteiligen, wenn nötig. Oder auch Trainerstunden finanzieren z.B. Das kann man dann einem speziellen Hund zuordnen.

    Schau doch mal, obs eine SSV Ortsgruppe bei Euch in der Ecke gibt. Da könntet Ihr mal beim Training zuschauen, manchmal gibts auch Sennenhund-Spaziergänge oder Treffen oder z.B. ein Sommerfest. Da könnt Ihr bestimmt mal zugucken/mitlaufen und ein paar Entlis kennen lernen.

    https://ssv-ev.de/

    Was Ihr halt nicht machen dürft, ist denken: wir wollen keinen großen Hund mehr, sondern was Kleineres und daher den Entlebucher wählen. Sie sind halt schon anders als die normalen Berner, die man so kennt. Viel Pfeffer im Po, sehr aktiv, agil und temperamentvoll.

    Das heißt aber nicht, dass die dauerbeschäftigt werden müssen. Wir laufen unsere 2,5 Stunden im Schnitt am Tag, einmal die Woche Hundesport und das wars. Zuhause wird quasi nur gepennt oder geguckt, was die Familie so treibt.

    Das musste unsere natürlich erst mal lernen, die Welpenzeit war schon eine Herausforderung, aber so mit 1 wurde es wirklich deutlich besser.

    Ansonsten ja, sehr territorial, Fremdhunde sind komplett überflüssig, daher auch keine Hunde für Hundewiesen o.ä. Unsere kann da schon recht giftig werden, wenn Fremdhunde mal Hallo sagen wollen.

    Auf der Pro-Seite: immer gut drauf, immer Lust was zu unternehmen, macht jeden Mist mit, unfassbar liebevoll innerhalb der Familie, anhänglich, verschmust, sehr lernwillig und intelligent. Die macht schon Spaß im Training. Verfressen wie eine zehnköpfige Raupe, beste Leckerli-Fängerin der Welt. xD

    Jagdtrieb ist ordentlich vorhanden. Liest man ja in vielen Rassebeschreibungen, dass dem nicht so ist. Aber als Treibhund springt sie schon auf die Bewegungen an. Das ist aber glaube ich recht unterschiedlich, Baldur hat z.B. kaum Jagdtrieb soweit ich weis. Da sie aber sehr kooperativ und verfressen ist, ist das sehr gut trainierbar und sie läuft fast immer frei.

    Meiner Meinung nach keine Hunde für die Stadt. Im ländlichen Raum mit viel grün, wo sie auch mal richtig Gas geben können und den typischen Entlebucher zick-zack rennen können, finde ich sie persönlich besser aufgehoben. :smile:

    Leni droht wie aus dem Lehrbuch. Sie hat eine riesige Bürste und zeigt quasi das komplette Gebiss einschließlich Knurren. Interessiert halt viele Hunde kein Stück.

    Oliv wird kurz steif, kraust die Nase und dann wird gescheucht mit abschnappen und lautem Gebrüll. Das versteht dann jeder.

    Ergo gibts einfach keine Fremdhundkontakte und sie haben (falls ungewollt doch mal) gelernt hinter mir zu warten, damit ich das regele. Damit kommen wir recht gut durch.

    Also bevor Du Dich da in irgendeine Art von Training stürzt, mit ungewissem Ausgang und der Gefahr, dass das Pöbeln evtl. wieder schlimmer wird, würde ich es einfach lassen. Viele Hunde verstehen die leichteren Signale nicht oder wollen sie vielmehr nicht verstehen. Sonst würden sie ja gar nicht zu euch kommen. :sweet: