Unsere Hündin (sieht Eurem im übrigen sehr ähnlich
) war anfangs draußen auch relativ entspannt (dachte ich damals, nach 1,5 Jahren kann ich sagen, dass sie es nicht war). Im Haus wars eine Katastrophe. Sie kannte das Leben im Haus nicht, hatte Angst vor den üblichen Geräuschen, zuckte bei plötzlichen Bewegungen zusammen. Das ist übrigens heute noch so, obwohl sie sich ganz toll entwickelt hat. Das sind tief sitzende Ängste, ich bezweifle, dass die jemals vergehen. Muss auch nicht sein, man wächst zusammen und akzeptiert es eben einfach. Ich habe anfangs quasi mit einem Schleusensystem gearbeitet, weil ich echt Angst hatte, dass sie mir bei der ersten Gelegenheit abhaut.
Jedenfalls kam sie am Anfang auch gar nicht zur Ruhe. Es kam noch Weihnachten mit all dem Trubel und sie hat sich sehr schwer getan. Ich denke auch, dass es nicht Langeweile ist, die Euren Hund umtreibt, sonst einfach nur Angst bzw. totale Unsicherheit. Der weis ja gar nicht, wo er gelandet ist, wer Ihr seid und was er bei Euch soll. Das braucht alles Zeit, viel Zeit...
Pinkelpinscher hat es ja alles schon schön zusammen gefasst, auch von meiner Seite nochmal der freundliche Hinweis, ihn jetzt noch nicht frei laufen zu lassen. Ein lautes Geräusch und er ist weg. Gerade weil es ein ängstlicher Hund ist, finde ich das sehr gefährlich.
Ansonsten, Geduld, Geduld, Geduld. Sichern, managen, ankommen lassen. Bindung aufbauen, der Rest kommt mit der Zeit. 