Beiträge von Oleniv

    Hallo zusammen, befasse mich ein wenig mit dem Thema Läufigkeit und hab da mal ne Frage in die Runde.... Während der Läufigkeit gibt's ja ne Phase, wo Hündin den Rüden gerne deutlich macht, wenn sie keinen Bock auf die hat. Da wir Freunde mit einem kastrierten Rüden haben und oft gemeinsam Campen gehen, würde ich gerne verstehen, ob es da Konfliktpotential geben könnte. Merkt eine Hündin den Unterschied zwischen kastriert und nicht kastriert? Natürlich ist das auch abhängig vom Verhalten des rüden während der Läufigkeit... Aber kann es geschehen, dass es da Spannungen gegen generell "alle" Rüden gibt? Ich komme mir blöd vor die Frage zu stellen, aber hattte noch nie Hündinnen, die läufig wurden...

    Dankeschööööön! ☺️

    Ich glaube das ist total unterschiedlich. Aufgrund meiner begrenzten Erfahrung mit Oliv kann ich sagen, es gibt (kastrierte) Rüden, denen wird sich schamlos angeboten. Bei ihrem besten Hundefreund dagegen gabs überhaupt kein Interesse von beiden Seiten. Die konnten sogar in ihren Stehtagen zusammen frei laufen und man hat nichts gemerkt. Kastrierte Rüden reagieren im übrigen oft trotzdem auf läufige Hündinnen und bespringen die. Kann zwar kein Nachwuchs entstehen, aber in Bezug auf Keime etc. sollte man trotzdem sehr aufpassen. Und für die Hündin ist es natürlich auch unschön, so bedrängt zu werden (bezieht sich auf die gesamte Läufigkeit, nicht nur auf die Stehtage). Also aufpassen muss man generell, wenn man noch nicht weis, wie die beiden aufeinander reagieren.

    Ich finde 6 Besucher in einer Woche (also quasi 1/Tag) extrem viel für einen unsicheren Hund. Da hat sich der Stress vom letzten Besuch noch gar nicht abgebaut und es kommt schon wieder neuer dazu.

    Ist das denn realistisch, dass Ihr so viel Besuch bekommt oder war das jetzt nur zu Übungszwecken? Falls letzteres finde ich es sicher gut gemeint, aber übers Ziel hinaus geschossen um ehrlich zu sein.

    Unsere Hündin aus dem Tierschutz ist auch kein Fan von Besuch. Ich trainiere da aber nicht groß rum, so viel Besuch bekommen wir nicht, sondern es läuft wie folgt:

    Sie kommt in ein extra Zimmer und ist damit aus der Begrüßungssituation heraus genommen. Wir möchten in Ruhe unsere Gäste begrüßen und nicht ständig den Hund im Auge behalten. Ist nur unnötiger Stress. Wenn dann alle sitzen und sich sortiert haben, darf sie dazu kommen. Wenn sie möchte auch Kontakt aufnehmen und sich streicheln lassen, wenn nicht, dann nicht. Meistens kommt sie aber dazu, spätestens wenn das Essen auf dem Tisch steht. xD Zwischendrin geht sie auch mal in ein anderes Zimmer oder ins Schlafzimmer, wenn es ihr zu viel wird.

    Ich denke bei Euch wird es mit der Zeit besser, 6 Monate ist ja noch nicht wirklich lang. Und ich würde sie aus der ganzen Situation erst mal raus nehmen. Wenn sie Besuch anbellt gäbe es einen Abbruch, ist verboten. Als Alternativverhalten könntest Du ihr beibringen in die Box zu gehen, in der sie auch komplett in Ruhe gelassen wird oder sogar in einen anderen Raum, um sich da eine Auszeit zu nehmen. :smile:

    Ach so, nur 150 Meter, das lohnt dann natürlich nicht mit dem Auto.

    Zum Thema Leinenführigkeit, da bin ich aber ein totaler Versager, das hat hier auch gar nicht geklappt. Jetzt, mit 4 (!) klappts super, aber war ein recht langer Weg. Ich hab sie eigentlich immer frei laufen lassen und das nur mal am Ende vom Spaziergang geübt. Ich habe aber recht schnell auf eine 5 Meter Flexi umgestellt, damit ging es deutlich besser, als an der der kurzen Leine (wenn sie an die Leine musste). Was Du mal probieren kannst, die Leine an Halsband und Geschirr einzuhaken. Und dann eben immer belohnen, wenn sie schön neben Dir läuft. Das ist halt echt Fleißarbeit, aber sie hat mich die ersten 1-1,5 Jahre damit in den Wahnsinn getrieben. xD (ich bin total hilfreich merke ich gerade..:D)

    Wieviel lauft Ihr denn so am Tag?

    Ich finde das mit dem Leckerli suboptimal. Sie beißt Dich und bekommt einen Keks. Ich verstehe was Du damit erreichen willst, aber Entlis sind ziemlich clever, kann sein, dass Du damit schon eine Verhaltenskette geformt hast.

    Das Fersen stechen ist tatsächlich Veranlagung, heißt aber nicht, dass der Hund das beim Menschen zu tun hat. Unsere hat das ganz am Anfang gemacht, da habe ich dann 3 Tage Gummistiefel getragen (auch Zuhause) damit ich angemessen reagieren konnte. Tut nämlich echt sau weh. Ich würde möglichst wenig ohne Leine laufen, sie scheint ja einen guten Folgetrieb zu haben und das Leine laufen gezielt ganz kurz trainieren. Ich könnte mir vorstellen, dass die Frustrationstoleranz schon aufgebraucht ist, bevor ihr überhaupt am Feld seid und deshalb reagiert sie so überdreht. Zur Not erst mal mit dem Auto direkt zum Gassigebiet fahren.

    Ignorieren hilft gar nix. Der Hund braucht eine klar Rückmeldung, dass das absolut unerwünscht ist. Zur Not auf die Leine stellen und warten bis der Wutanfall verrauscht ist. Wenn sie ruhig ist loben oder dann auf ein Leckerchen Spiel umlenken, aber nur dann. Bevor der Spaziergang ein Kampf ist, würde ich abbrechen. Das bringt ja so nix. Generell lieber mit Rückmeldungen arbeiten. Also wirklich ganz bewusst hinterfragen, will ich das Verhalten: ja oder nein. Und bei nein umlenken auf ein Alternativverhalten. Normalerweise sind die ja total verfressen, da kann man mit Leckerchen oder einem Zergel ganz schön belohnen.

    Trefft Ihr auch mal andere Hunde zum toben und spielen? Das sie auch mal richtig flitzen kann?