Och - Freddy hat das früher regelmäßig getrieben- allerdings nicht bei mir sondern bei seinem damaligen Frauchen.
Nach 2 h spazierengehen drehte das Pudletier fast regelmäßig direkt vor dem Gartentörchen ab und verschwand wieder im Wald, um 2 h später freudestrahlend und ausgepowert wieder dazustehen.
Manchmal ist er auch im Wald einer Spur oder einem Kaninchen hinterher und kam erst 3 h später wieder nach Hause.
Der Hintergrund war damals allerdings seine mangelnde Auslastung. Frauchen war damals schon nicht mehr soo gut zu Fuß und 2 h waren für sie schon sehr viel - aber toben oder so konnte sie einfach nicht mit dem Hund, oftmals war er auch an der Leine, eben wegen dem "Abhau-Problem"
Bei mir machte er es dann höchstens noch ein - oder zweimal, dann nicht wieder.
Ein früherer Pflegehund hat mir allerdings mal eine schlaflose Nacht beschert:
Wir waren in der Stadt im Park spazieren - mal woanders zur abwechslung - als ein großer Schäferhundrüde ziemlich aggressiv auf Sammy zustürzte. Sammy war zwar nicht gerade der kleinste (wahrscheinlich Jagdhund/Dogge mix oder so) aber sehr friedliebend. Erst flüchtete er zu mir und ich konnte den Schäferhund verjagen.
Sammy lief wieder ein Stück voraus - Schäferhund griff wieder an und mein Hund sprang über eine komplette Parkbank inc. draufsitzendem Spaziergänger und war weg....
Ich habe den ganzen Park durchkämmt, sämtliche Hundehalter gefragt, sämtliche Polizisten und Polizeireviere rebellisch gemacht - nix - kein Hund. Auch im Tierheim nicht.
Und Sammy war von der Zeichnung her recht auffällig...
Irgendwann musste ich wohl oder übel heimfahren - ohne Hund - und Herrchen das beichten.
Worauf die beiden Herrchen sich gleich ins Auto setzten und die halbe Nacht nochmals Park und angrenzende Stadtteile durchsuchten - nix.
Hundemarke hatte zum Glück dran - aber bei uns auf dem Rathaus sind sie nicht sehr schnell was das angeht...
Am nächsten Morgen bei den Herrchen angerufen - Sammy war noch nicht zurück. Ich war echt aufgelöst....
Mittags hörte ich in dann im Garten bellen und bin schnell rüber - eine ganze Steinlawine ist mir vom Herzen gefallen.
Es hat sich herausgestellt, daß Sammy vor Schreck über diesen Schäferhund einmal quer duruch die Stadt gerast ist - zur Hauptverkehrszeit! - um dann am Hauptbahnhof stehen zu bleiben wo er wohl nicht merh weiter wusste.
Dort hatte in wohl eine Frau aufgelesen und mitgenommen. Ins TH wollte sie ihn nicht bringen, das Rathaus bei uns hatte schon zu, also fuhr sie mit dem Hund die 20 km bis in unseren Wohnort um zu schauen ob er ihr denn zeigt wo er hingehört. Denkste... Sammy liebte Autofahren, egal mit wem:D
Dann ging sie noch zum örtlichen Tierarzt um zu fragen ob dieser den Hund kennt. Fehlanzeige -obwohl Sammy regelmäßig bei ihm in Behandlung war...
Also nahm sie ihn mit nach Hause und konnte dann wenigtens anhand seiner Marke am nächsten Morgen herausfinden wo er hingehörte.
Sowas ist echt ein Alptraum - aber ich kenne auch einige Hundebesitzer für die das normal ist...
LG
Ines