Allein wenn ich einen vernünftig aufgezogenen Welpen möchte, fallen fast alle Tierschutzhunde weg. 
Das war einer der Hauptgründe, warum ich mich damals für einen Rassehund entschieden habe. Zusätzlich zu den anderen Kriterien. Da wäre die Suche nach einem passenden Tierschutzhund die berühmte Nadel im Heuhaufen geworden.
Es wachsen doch nicht alle Tierschutzhunde wie Kraut und Rüben auf. Bei unserem Chihuahua haben selbst wir als blutige Hundeanfänger innerhalb der ersten 2 Minuten bemerkt, dass das ein total netter, lebensfroher, umgänglicher Hund ist. Der ist fröhlich zu uns ins Auto gestiegen und war von Anfang an einfach nur ein supertoller, gechillter Hund. Großstadt? Kein Problem! Mehrere Kinder, die im Hof spielen und ihn voller Begeisterung streicheln und betüddeln? I love it! (Ich wollte ihn gerne zum Schulhund ausbilden lassen). Oh, ich bleibe jetzt bei der netten Hundesitterin? Wie schön, juhu!
Da kenne ich "vernünftig gezogene Welpen" vom Züchter, die deutlich weniger souverän durchs Leben gehen. Ich glaube keine Sekunde lang, dass Rex schlecht aufgewachsen ist.
Ach ja, und z.B. Suki, das Hütitüti-Spitzmix-Tier der Ex: Ich glaube zwar nicht, dass die einen wunderbaren Start ins Leben hatte, sie war in Rumänien in einem Shelter, Vorgeschichte unbekannt - allerdings ist sie so fröhlich, schlau und lebhaft, dass ich denke, es gibt schon auch einfach Hunde, die resilient und anpassungsfähig genug sind, trotz schlechterer Ausgangsbedingungen zu stinknormalen Familien-, Begleit- und Sporthunden zu werden. Scheint gar nicht sooo selten zu sein, wenn ich mich in meinem persönlichen Umfeld so umgucke.