Beiträge von KleinGustav

    Das Like ist dafür, das der Kleine in der Klinik ist. In seinem Zustand echt das Beste, da wird er top gehegt und gepflegt und die Ärzte können in Ruhe gucken was in Herberts Körper grad Probleme macht.

    Mach dir mal ne leckere Flasche Wein auf, schnapp dir Alfred und knuddelt euch mal gegenseitig durch.
    Denk dran, Leben heisst Kämpfen! :bindafür:

    Oh, lass mal vergleichen :D

    Meine Alltagserziehung:
    - Hausregeln:
    -- wo wird gefressen
    -- wann wird wo geschlafen
    -- anlegen von Halsband oder Geschirr
    -- Körperpflege (Waschen, Kämmen, Krallen schneiden)
    -- auf Ungeziefer kontrollieren
    -- im Haus wird nicht getobt
    -- wenn ich arbeite ist für den Hund Einzelbeschäftigung angesagt :D


    - draussen:
    -- nicht an der Leine ziehen
    -- Hunde und andere Menschen ignorieren, zur Not grosszügig Bögen laufen
    -- nichts was auf der Strasse liegt fressen
    --Rückruf

    -generell:
    -- Nein für "hör auf damit"
    -- Aus für Spucks aus

    Ziemlich lange Liste oO

    Mal noch zum auf den Platz schicken. Kommando wird Lucky nicht umsetzen können, selbst wenn er es kennt. Hundehirn ist zu voll mit anderen Sachen.

    Also deshalb am besten Geschirr anziehen und kurze dünne Leine oder Kurzführer dran. Soll Lucky auf seinen Platz gehst du ruhig und freundlich zu ihm, nimmst die Leine und bringst ihn auf seinen Platz.
    Immer und immer und immer wieder wenn er aufsteht. Idealerweise auch gleich das Kommando für Platz dafür sagen, so kann Lucky dann Ort und Kommando verknüpfen.

    Bis er dann von selbst das Kommando ausführt dauerts aber ein paar hundert (@all wieviel genau?) Wiederholungen.

    Klappt das anfangs noch garnicht, oder hast du gerade keine Zeit zum auf den Platz führen dann lein ihn da an.

    Der Hund wird zappeln, fiepen, starren und dir unendlich auf die Nerven fallen, aber da müsst ihr durch. Es wird besser!

    Noch ergänzend zu @Nassi

    Am Tag nach dem ruhigen Training kommt ein Gammeltag dran. Sprich keine Action, das ruhige Programm wird weiter so gefahren.
    Bei aussergewöhnlichen Sachen, wie z.B. Vatern spielt mit dem Hund und fällt was anderes spannendes weg.

    Nicht nur nicht alleine im Hof lassen, auch nicht alleine im Haus rumrennen lassen. Den Hund auch da so begrenzen dass er nicht überall hinkann. Idealerweise hält sich der Hund da auf wo du auch bist.

    Wenn du arbeitest, dich mit anderen Menschen unterhälst dann hat Lucky Sendepause. Kein ansprechen, kein angucken, kein streicheln. Weil putscht auf.
    Andere Menschen ausser Vatern würde ich an den Hund auch garnicht mehr ranlassen. Weil putscht auf. Und verpfuscht dir deine Erziehung. Also mit Ausnahme von Vatern und kompetenten Trainer.

    Kein Hund ist je an Langeweile gestorben. Und sowie der Hund gelernt hat von selbst zu entspannen, kannst du das Programm nach und nach wieder voller machen.

    Solange fährst du Nassis Sparprogramm.

    Kommt der Hund mit in die Werkstatt dann sollte er sich da nicht frei bewegen dürfen. Also entweder durch Hausleine beschränken, sprich lein ihn irgendwo an. Oder was bessere wäre aber anfangs Nerven kostet, schick ihn immer und immer wieder auf seinen Platz. Ruhig und freundlich. Da kann er dann auch gern ein paar Leckerli haben und einen Kauknochen.

    Bitte achte auch darauf, das Lucky nicht mehr an Stöcke, Feuerholz oder sonstiges rankommt.

    Streicheleinheiten sind gut. Ruhige Spiele für kurze Zeit (s. Nassi) auch. Ansonsten ist Selbstbeschäftigung und lernen auf dem Platz zu bleiben angesagt.
    Das wird jetzt für euch beide erstmal eine anstrengende Zeit, aber halte das ein, zwei Wochen durch und du wirst merken wie Lucky allmählich ruhiger und ansprechbarer wird.

    Weil ich gerade noch deinen letzten Post gelesen habe bezüglich keine Wanderung, dafür Berghütte für ein paar Tage.

    Ich habe hier auch ein kleines Hibbelchen was sehr leicht aufdreht und sehr schlecht entspannen kann.
    In vertrauter Umgebung, sprich meine Wohnung, die unmittelbare Umgebung vom Haus und unten am Strand, da klappts. Da kann Hund sich auspowern und aber auch von selbst wieder runterfahren. Entspannen.

    Aber schon wenn ich ihn nur zu meiner Mutter mitnehme, also seit letzten Juni mindestens 1 Tag in der Woche, dreht der Hund durch. Viel zu viele Reize über eine viel zu langen Zeitraum. Das kann sein Hundehirn nicht einfach so wegpacken.
    Ende März waren wir notgedrungen für 3 Tage weg. Sprich erster und letzter Tag je 4 Stunden Autofahrt und Schlafen in einer Pension. Fremde Umgebung, fremde Gerüche, fremde Geräusche...

    Trotz dass ich wirklich nur Schonprogramm mit Gustl gemacht habe konnte er nicht entspannen. Kam nicht zur Ruhe, er hätte ja was verpassen können.
    Er konnte ja nicht mal im Auto stillliegen sondern musste dauernd den besten Platz suchen um aus dem Auto zu gucken.


    Ich hoffe sehr dass ich mich irre, aber ich denke Lucky wird es ähnlich ergehen. Für uns erwachsene Menschen ist sowas ein Kinderspiel. Für Hunde, und gerade Hibbelhunde so wie Lucky, der ja anscheinend auch grad auf Stöckchenentzug ist, ist das nicht leistbar. Gustl würde ich das übrigens auch nicht nochmal antun, solange sich da bei ihm im Köpfchen nicht was ändernd. Was natürlich Training und Zeit erfordert :D

    Guck ob du ne nette Hundepension findest und bring Lucky für deinen Kurzurlaub dahin.


    Ich will ihn ja gut erziehen oder ist eine Abgabe an andere Personen doch besser ?

    Ich glaube dir wirklich, dass du nur das Beste für Lucky willst und hoffst im Gegenzug einen tollen Begleiter und Jagdhund zu bekommen.

    Das Problem ist halt, dir fehlen die absoluten Grundlagen. Und deshalb läuft bei dir einfach wahnsinnig viel falsch - auszubaden hat es Lucky.

    Ein Hund unter 1 Jahr sollte noch garkeine stundenlangen Wanderungen machen, das ist eine zu grosse Belastung für den noch nicht ausgereiften Bewegungsapparat (Gelenke, Knochen, Sehnen). Je nach Rasse kannst du aus 1 Jahr auch gern 2 Jahre machen, grosse Hunde brauchen länger bis sie körperlich und geistig ausgereift sind.
    Abgesehen davon, 22km lang Reize, Reize, Reize. Bei einem Hund der eh schon überreizt ist und nicht mehr klar denken kann.

    Ich glaube dir dass du raus musst, dass du dir den Kopf frei laufen musst, kann ich gut verstehen. Aber dein Problem mit Lucky wirds noch vergrössern wenn du ihn mitnimmst.

    Mein Rat war ja, zurück zu den Wurzeln, fang nochmal bei NULL an. Und dazu gehört auch, dass du dich erstmal aufschlaust, was ein Junghund überhaupt leisten kann und sollte. Wie die körperliche und geistige Entwicklung beim Hund aussieht. Welche Prioritäten es ganz allgemein in der Hundeerziehung gibt, abgesehen von deinen eigenen.

    Was nutzt dir ein Hund der die Veranlagung dazu hat alt zu werden, wenn du ihm mit deinen langen Spaziergängen in diesem Alter bereits Knochen und Gelenke kaputt machst?
    Was nutzt dir überhaupt ein Hund wenn du ihn durch ständiges überdrehen auf ein Adrenalinlevel bringst in dem er einfach nicht mehr klar denken kann?

    Ich glaube dir dass du nur das beste willst, aber weil du so irgendwie absolut keine Ahnung hast wie du das erreichst machst du halt viel verkehrt.

    Also, entweder alles hinterfragen, dazulernen, auch mal zuhören was dir hier gesagt wird und das dann umsetzen (nein, nicht nur Stöckchen und Rolleine).
    Oder aber Abgabe in kundige Hände. An Leute, die das Wissen und die Zeit haben Lucky zu helfen.
    Das ist auch keine Schande, nicht jeder kann alles gut und nicht jeder kann und will sich seinen Hund selbst so erziehen dass er später ein guter Gebrauchshund wäre.

    Vielleicht magst du die Wanderung Pfingsten ohne Lucky machen. Bring ihn solange in eine Hundepension wo er gut versorgt wird und dann lauf dir Kopf und Seele frei damit auch du endlich wieder klar denken kannst.
    Denn ich glaube dir gehts grad so ein bissl wie Lucky. Von überall her Input und nicht wissen was ist wirklich wichtig, wie erreiche ich dass und das andere konsequent ausblenden.

    Ich weiß ehrlich nicht, ob das so gut ist, dass er jetzt in diesem Zustand schon zuhause ist oder ob er nicht doch in der Klinik besser aufgehoben wäre.
    Ich würde da heute nachfragen, denn schlecht fressen, Durchfall, das kann ganz schnell ganz dumm ausgehen bei einem so jungen Hund - es steht auch noch das Wochenende vor der Türe.

    Finde ich auch eine gute Idee. Bei aller Freude dass es der Kurze bis hierher geschafft hat sollte man nicht vergessen dass er in kürzester Zeit zwei schwere OPs hatte. Und eigentlich nur ruhen sollte und engmaschig überwacht werden sollte.