Beiträge von Selkie

    Ist zwar schon ein Weilchen her, ich habe es aber jetzt erst gelesen:

    zu was denn neutral? Wenn da ph-neutral drauf steht ist damit gemeint es ist dem ph-Wert der Menschenheut gegenüber neutral, nicht gegenüber dem von Hunden. Der pH-Wert des Menschen ist leicht sauer, der von Hunden allerdings basisch. Tierärzte sollten manchmal einfach ihr Gehirn einschalten oder Leute fragen die Ahnung haben.


    Babyshampoo ist so zusammengesetzt, dass es bei Augenkontakt nicht reizt und hat aus diesem Grund einen ph-Wert von knapp über 7. Genauso wie Hundeshampoo.
    :klugscheisser:

    Hier gab es ja viele gute Tipps.
    Ich verstehe halt nicht, warum man nicht prophylaktisch organschonender füttert, sondern erst wenn, wie bei so vielen Hunden im höheren Alter, die Überbelastung der Nieren, Leber feststellbar wird. Das ist jetzt auf Niemanden hier persönlich gemünzt! Sondern eher allgemein gemeint, aber man liest sowas immer wieder.
    Allein was oft täglich an Kauzeug gefüttert wird, was ich so lese, wobei viel Grundfutter eh schon ziemlich belastend ist...

    - Weil normale Nahrung für ein gesundes Lebewesen besser ist als eine Diät.
    - Weil eine Diät (egal ob Leber- oder Nierendiät) immer auch Nebenwirkungen hat, die man nur dann in Kauf nimmt, wenn es nicht anders geht.
    - Weil manche Stoffe im Krankheitsfall nicht mehr so gut ausgeschieden werden können und bei anderen die Verluste höher sind als beim gesunden Tier (oder auch Mensch). Durch die Krankheit ändert sich also der Bedarf. Bei Lebererkrankungen geht man z.B. von einem deutlich höheren Zinkbedarf und einem niedrigeren Kupferbedarf aus als beim gesunden Hund. Wenn man nun einem gesunden Hund Leberdiät füttert, riskiert man (unter anderem) Kupfermangel und Zinkvergiftung.
    Nicht die beste Idee. ;)

    Kann mir Jemand evtl. einen Rat geben, wie ich durch Fütterung den Blutverlust ausgleichen kann?


    Größere Mengen Leber würde ich dem (möglichen) Leberpatienten nicht füttern. Die Leber ist ein Speicherorgan, in dem sich auch viele potentiell leberschädliche Stoffe ansammeln und das deshalb bei leberschonender Fütterung nur gerade so bedarfsdeckend gegeben werden sollte (meine Motte hat aus eben diesem Grund in den letzten 2 Jahren gar keine Leber mehr bekommen).

    Mir fällt spontan Eisen ein, das du zugeben kannst, z.B. in Form von Kräuterblut oder auch als Tablette (ideal mit Folsäure und/oder Vitamin B12).

    ... Das sind 2,4km.
    Mir wurde das mit zunehmendem Alter der Hunde zu wenig.

    Warte ab. Mit zunehmendem Alter der Hunde wird das irgendwann wieder ausreichen. *seufz* ;)

    Als meine Motte jung und gesund war, war eine 2km-Runde nur ein kurzer Gang zur Toilette. 4-5km sind in meiner Wahrnehmung eine kleine Runde, die große Alltagsrunde war mind 8km lang. Ich bin einfach gern zügig unterwegs.

    Als Motte älter wurde (so ab 14) wurden die Runden kürzer, bis ich mich irgendwann zu den meist-nur-Park-Gängern gesellte und die Hundewiesen-Rumsteher immer besser kennenlernte.

    Mir geht es ähnlich wie Krümel21. Es gibt viele Rassen, die mir in ganz vielen Punkten zusagen, aber so wirklich 100% passen? Nein, in jeder Rassebeschreibung gibt es Eigenschaften, die mir Kompromisse abverlangen.
    (Damit meine ich nicht nur die Kompromisse, die im Zusammenleben mit einem Lebewesen sowieso immer nötig sind, sondern so wie ich die Frage verstanden habe: Kompromisse, die sich aus den rassetypischen Eigenschaften ergeben.)

    Einige Hütehundrassen sind sehr nah dran an "perfekt". Aber da ist das Risiko zu hoch, dass zwar der Hund für mich perfekt ist, aber ich (bzw. meine Lebensituation) nicht perfekt für den Hund bin.

    Auch die Terrier sind nicht allzu weit von "perfekt" entfernt. Aber da ist dann die Kombination aus Jagdleidenschaft und Eigenständigkeit ein mögliches Problem, das sowohl dem Hund als auch mir Kompromissbereitschaft abverlangt.

    Pudel sind charakterlich toll. Ich glaube, die sind so vielseitig, dass ich da wirklich von "perfekt" sprechen könnte. Das Aussehen stört mich auch nicht, aber die Pflege. Ich habe keine Freude an diversen, für Pudelfell notwendigen Pflegemaßnahmen.

    Spitze sind auch nicht schlecht. Nur die Wachsamkeit und vor allem die Mitteilungsbereitschaft in dem Zusammenhang ist nicht ideal.

    Unter den Zwergen gibt es einige charakterlich tolle Rassen. Papillons z.B. - genial! Aber da müsste ich wegen der Größe Kompromisse eingehen, was die alltäglichen Aktivitäten mit dem Hund angeht.

    Ich denke, ich werde beim ultimativen Kompromiss bleiben: Mischlinge, die erwachsen bei mir einziehen, wo ich schon vor dem Einzug erkennen kann ob der Hund und ich mit den nötigen Kompromissen klarkommen.

    So ganz unrecht hat dein TA nicht. So lange es keine Probleme gibt, ist eine radikale Futterumstellung nicht zwingend nötig. Ich würde aber alles Leberbelastende in der Nahrung massiv reduzieren oder weglassen:
    - keine Hülsenfrüchte (Erbsen, Linsen ...)
    - keine reinen Bindegewebsteile vom Tier (Lunge)
    - wenig bis keine bindegewebsreichen Teile (Schlund, Pansen, Blättermagen, Euter, ...)
    - kein oder nur sehr wenig Trockenkauzeug
    - eventuell reduzierter Innereienanteil (nicht mehr als für die Vitaminversorgung nötig)

    Wenn du aber richtig Diät füttern willst und aus den öffentlich zugänglichen Informationen nicht selbst eine Diät zusammenstellen kannst, dann lass dich am besten beraten. Ich halte Futtermedikus in so einem Fall für eine gute Anlaufstelle für selbstgemachtes Futter.

    Wenn du es mit Fertigfutter probieren willst: VetConcept hat ein Leberdiätfutter, das nicht hauptsächlich auf Shuntpatienten zugeschnitten ist, vielleicht ist das für deinen Hund besser geeignet.


    Alles Gute für den Kleinen!

    Mal ausgehend davon, dass die Tasthaare grundsätzlich bei jeder Rasse eine Funktion haben -

    Wenn sie keine Funktion hätten, dann wären es genau genommen nur Haare und keine Tasthaare. ;)
    Strittig ist nicht, ob sie eine Funktionen haben, sondern ob sie eine notwendige Funktion haben.

    Meines Wissens ist die Hauptfunktion von Tasthaaren bei allen Säugetieren (einschließlich Mensch - Wimpern sind auch nur Tasthaare) der Schutz vor Verletzung. An der Wurzel von Tasthaaren befinden sich sehr viele Nervenenden, die bei unerwarteter Berührung Schutzreflexe auslösen. Ich bleibe beim Menschen: wenn unsere Wimpern plötzlich von etwas berührt werden (eine Fliege oder ein Zweig von dem Gestrüpp durch das wir uns im Garten gerade kämpfen) dann löst das sofortiges Zwinkern aus. Wir merken das gar nicht, bzw. wir merken es erst wenn es mal nicht funktioniert. Bei Brillenträgern ist der Reflex oft aktiv verlernt, weil zu oft "sinnlos" ausgelöst. Das führt nicht zwangsläufig zu Problemen, es führt auch nicht zwangsläufig zu Verletzung, aber das Verletzungsrisiko ist ungleich höher als mit funktionierendem Frühwarnsystem.

    Genauso ist es bei Hunden. Das fehlen der Vibrissen ist kein Drama. Aber es bedeutet für den Hund ein höheres Verletzungsrisiko im Gesichtsbereich. Wenn ein Hund mit Vibrissen durchs Gestrüpp rennt, dann sorgen seine Tasthaare dafür, dass er jeder Berührung am Ende der Vibrissen reflexartig ausweichen kann und so kann er ganz viele Kollisionen mit Ästen und Zweigen vermeiden. Der Hund weiß davon genauso viel wie wir von unserem reflexartigen Lidschlag, nämlich in 99% der Fälle gar nichts. Er tut es einfach. Wenn die Vibrissen fehlen oder wenn die Borsten nur aussehen wie Vibrissen aber keine Funktion haben, fehlt auch dieses Frühwarnsystem. Nicht mehr und nicht weniger.


    Ab wann, also welcher Länge, können die Tasthaare dann wieder ihre Funktion übernehmen?
    Beim Ausrasieren eines Pudelgesichts sind die Tasthaare nur sehr kurze Zeit ganz ab, da die Haare sehr schnell wachsen. Das kann man sonst auch ganz gut an Sams Bild sehen.


    Bei meiner Hündin war es so, dass das auf 1cm abgesäbelte Tasthaar noch empfindlicher war als ein normal langes. Was auch logisch ist: die kurze Borste hat bei Berührung viel stärker auf die Nervenenden im Wurzelbereich eingewirkt als ein normal langes Haar. Dass kurze harte Haare stärker "pieken" merkt man ja an beiden Enden und bei Tasthaaren ist die Wahrnehmung noch viel stärker.
    Es hängt also vom einzelnen Haar ab, wann die Funktion einigermaßen "normal" ist (wobei "normal" immer nur für das Individuum gilt, es ist kein allgemeingültiges "normal").



    Dürfte ein langer Bart den Hund dann nicht ebenso stören, da geschätzt die Hälfte oder teils auch mehr der Tasthaare im Bart sitzt und nur das Ende wirklich frei fürs Tasten ist?


    Jein.
    Es ist richtig, dass ein Tasthaar im Bart ganz sicher anders reagiert als dasselbe Tasthaar ohne umgebendes Fell. Aber ob das umgebende Fell "stört" oder die Wahrnehmung sogar verstärkt (weil ja jede Bewegung des übrigen Fells vom Tasthaar wahrgenommen wird), das ist vermutlich nicht eindeutig zu klären.

    Ich bin ziemlich sicher, dass man beim Pudel keine echte Chance hat. Entweder dicker Bart oder Tasthaare ab. Beim Pudel ist ja tatsächlich strittig ist, ob die Tasthaare den Namen überhaupt noch verdienen oder ob die nicht eher Tasthaar-Rudimente ohne echte Funktion sind. Bei manchen (nicht allen) anderen Bartträgern mag man eine Chance haben, die Tasthaare auch bei gekürztem Bart zu erhalten.

    Ich hatte bei Motte irgendwann den Eindruck, dass das Fressen vom Boden für sich nicht mehr bequem ist. Also habe ich mal getestet, ob sie es angenehmer findet, wenn der Napf 10cm höher steht. Motte hat das dankbar angenommen also habe ich ihr einen kleinen "Futtertisch" gebaut.

    Ich denke für den älteren Hund kann das durchaus eine Entlastung sein. Je nachdem, wie klar dein Hund Vorlieben zeigt, kannst du ja auch erst mal mit einer Fussbank oder einem Karton probieren, ob die höhere Fressposition deinem Hund gefällt.

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das Abscheiden von Tasthaaren durchaus unangenehm sein kann. Ich habe meiner Motte mal ein Tasthaar am Kinn mit dem Furminator auf 1cm gekürzt. Motte war das erkennbar unangenehm und sie war an der Stelle dann für Monate empfindlicher als normal.

    Aber ich kann mir vorstellen dass ein Hund, bei dem die Tasthaare im umliegenden Fell "verschwinden", weniger empfindlich reagiert, denn dieses umliegende Fell bietet ja auch dem eventuell gekürzten Tasthaar einigen Schutz.

    (Für mich persönlich ist das einer der Gründe, keinen Barthund zu wollen. Das Problem: Bart kürzen vs Tasthaare behalten wäre für mich ein echtes Dilemma.)