Beiträge von Selkie

    Ich habe immer in der Stadt gewohnt. Aber ich habe noch nie in einer Stadt gewohnt, in der ich nur mit Auto zum Gassi hätte fahren können oder in der ein Hund nur eine Baumscheibe zum Lösen gefunden hätte. Ich würde in so einer Stadt auch nicht wohnen wollen, egal ob mit oder ohne Hund.

    Noch nie hatte ich mehr als 100m Weg bis zur nächsten Grünfläche. Noch nie hatte ich mehr als 500m bis zum nächsten Park. Noch nie hatte ich mehr als 15min Fußweg zum Wald oder Feld. OK, das letzte ist nicht so ganz selbstverständlich, hat sich bei mir aber irgendwie immer so ergeben, auch als ich noch keinen Hund hatte. Noch nie war ich darauf angewiesen mit dem Auto zu einer Hunderunde ins Grüne zu fahren. Ausflüge mit dem Auto mache ich trotzdem, aber auch das hat nichts mit der Stadt zu tun, das würde ich auf dem Dorf genauso machen.

    Ich würde auch nicht pauschal sagen, dass ein bestimmter Hundetyp nur aufs Dorf passt, denn es kommt doch viel mehr auf die tatsächliche Wohnsituation an und nicht auf die Einwohnerzahl. Ich kann in einer Großstadt in einem Haus mit 1000qm Grundstück wohnen und ich kann auf einem 100-Einwohner-Dorf in einem 80ger-Jahre-Plattenbau wohnen. Oder andersrum. ;)
    Wie schon zig mal gesagt: entscheidend ist, dass ich vernünftig genug bin, mir einen Hund zu holen, der zu mir, meinem Leben und meiner Wohnsituation passt. Dann können Mensch und Hund überall glücklich werden.

    Hier ist Leinenpflicht in der Stadt und im Wald.
    Ich halte mich an die Leinenpflicht in der Stadt. Im Wald bin ich weniger brav.
    Für legalen Freilauf muss ich durch den Wald durch aufs Feld (dauert etwa 1 Stunde zu Fuß) oder ich fahre mit dem Auto wo hin wo keine Leinenpflicht ist.

    Hundewiesen gibt es, angeblich ist die hier in meinem "Alltagspark" sogar die größte der Stadt. Da kann man manchmal schön spielen oder üben (wenn grad keine Hörtnixe da sind), aber als "Freilauf" zählt das für mich nicht wirklich.

    Wenn es nicht schnell besser wird, würde ich beim TA nach einem Antiobiogramm fragen. Es wäre durchaus sinnvoll zu untersuchen, ob und welche Bakterien beteiligt sind und das passende AB auszuwählen.

    Ich weiß allerdings nicht, ob ein tiefer Rachenabstrich beim Hund so unkompliziert möglich ist, aber das wird der TA dir sagen können.

    Ich werfe mal den Österreichischen Pinscher in den Raum.

    Wenn es auch eine Phantasie-Rasse sein darf: Alpenhütehund. (Die hatte ich vor gut 10 Jahren mal entdeckt und fand sie grundsätzlich interessant. Aber die Rassegeschichte ist so umnebelt, dass man da ganz sicher noch mal genauer hinschauen muss.)

    Kommt sicher auch auf den Hund [...] an.

    Das denke ich auch.

    Meine Hündin hatte zeitlebens ein Problem mit dem Alleinsein. Ich kam mit dem Training immer gut voran - bis ich anfing etwas Regelmäßigkeit in die Zeiten zu bringen. Das ging GAR NICHT. Ich bin 3 Tage nacheinander zur (beinahe) selben Zeit aus dem Haus gegangen und das Geheule war wieder da.

    Unregelmäßiges Alleinbleiben dagegen funktionierte erstaunlich gut.

    Wenn ein Hund aber das Alleinsein grundsätzlich kann, dann sollte es wenig Unterschied machen. Vorausgesetzt es überschreitet nicht die grundlegenden Fähigkeiten des Hundes (10 Stunden lang die Backen zusammenkneifen müssen ist auch für den coolsten Alleinbleiber einfach nur fies).


    Ich werd‘s jetzt mal davon abhängig machen, wie er sich Mittwoch und Freitag zeigt. Da haben wir etwas mehr Programm theoretisch.

    Hier kommt noch eine, die dasselbe sagt wie schon andere: Mehr Programm ist kontraproduktiv.

    Einen Hund mit Zwingerhusten würde ich behandeln wie ein Kind mit Grippe. Nix Schule, kein Programm. Bettruhe, kurze, gemütliche Spaziergänge, sonst nichts.

    Du hattest geschrieben, dass es Hunde gibt, die irgendwie immer im Fellwechsel sind und ich habe das durch meine Aussage, dass viele Wohnungshunde das ganze Jahr über mal mehr, mal weniger haaren, bestätigt.

    Ah, gut, jetzt verstehe ich es.
    (Allerdings glaube ich eher, dass es bei Draußenhunden einfach niemanden interessiert, ob die haaren. Ich kenne genau 2 Hunde, die immer draußen leben - zugegeben keine zuverlässige Stichprobe. Aber es ist doch auffallend dass diese beiden Hunde zu den Dauerhaarern gehören.)