"Gut erzogen" bedeutet für mich, Hund ist von sich aus oder in Zusammenarbeit mit seinem Menschen in der Lage, seine Bedürfnisse zeitweilig zurückzunehmen.
Das gefällt mir.
Je nachdem, wie ich das interpretiere ist sogar Dina gut erzogen.
Weil sie sich mit mehr oder weniger deutlicher Aufforderung in schon ziemlich vielen wichtigen Situationen zurücknehmen kann. Und ich bin auch gut erzogen. Weil ich in den meisten Situationen, in denen Dina es (noch?) nicht schafft, sich zurücknehmen, dann halt mich zurücknehmen kann und die Situation für Dina entschärfe. 
Ich kaue aber immer noch. 
An der Frage, ob ein gut erzogener Hund nicht doch wenigstens ab und zu tatsächlich von sich aus zurückschalten sollte. Jedenfalls wäre es mein Wunsch, dass irgendwann die Situation reicht um dem Hund daran zu erinnern, was grad als "gutes Benehmen" gefragt ist.
Ich glaube, das ist der Grund, warum meine spontane Reaktion beim Lesen des Thread-Titels war: "ein gut erzogener Hund ist nicht Dina". Weil Dina sich zwar ganz viel Mühe gibt, meine Vorstellung von gutem Benehmen umzusetzen, aber es in keiner einzigen Situation ohne ein Signal von mir schafft. Sie braucht einfach viel zu viel Anleitung, um in meinen Augen als "gut erzogen" durchzugehen.