Ich verstehe die Intention hinter diesem Satz. Ich kann mir einigermaßen vorstellen, wie es sich für euch Menschen anfühlt, dass das so unerwartet kompliziert ist.
Ich kann mir aber auch vorstellen, wie es sich für die Hunde anfühlt. Und da komme ich zum zitierten Satz und hoffe, dass ihr beide in Ruhe darüber nachdenken könnt. Ihr wollt unbedingt, dass es klappt. Verständlich. Mit richtig viel Arbeit ist das vermutlich auch erreichbar. Aber was bedeutet das für die Hunde?
Stell dir vor, du sollst ab sofort mit einem Menschen zusammenleben, dessen Anblick dir schon auf 50m Entfernung die Nackenhaare sträubt und Abwehr in dir hervorruft. Egal was dieser Mensch sagt, du willst widersprechen. Egal was dieser Mensch tut, es nervt dich. Du willst mit diesem Menschen nichts zu tun haben. So geht es Bullet.
Von der anderen Seite: stell dir vor, du sollst ab sofort mit einem Menschen zusammenleben, der dir im Sekundentakt mit Prügel droht, der jede deiner Bewegungen mit Aggression beantwortet, der dir permanent mitteilt "Lös dich in Luft auf - oder ich tu es!" So geht es deinem Hund.
Möglicherweise bekommen die beiden eben beschriebenen Menschen es hin, ihr Problem so weit in den Griff zu bekommen, dass es nicht zu täglichem Streit oder schlimmerem kommt. Aber würdest du so leben wollen?
Lass bitte einen Trainer kommen, der die Situation vor Ort einschätzt. Aber denk bitte nicht nur "es muss klappen", im Sinne von "die sollen sich nicht zerfleischen". Überleg auch, wie genau das Zusammenleben der Hunde aussehen sollte, damit es tatsächlich "klappt".