Richtig ist: im Schlaf wird neu Erlerntes im Gehirn stabil "einbebaut". Es ist aber nicht zwingend der Fall, dass das am effektivsten passiert, wenn der Schlaf sofort nach der Trainingsphase "erzwungen" wird.
Ich finde die Quelle nicht mehr also nur aus der Erinnerung: vor nicht allzu langer Zeit habe ich eine Untersuchung gesehen, aus der ein Grund für entspannende (!) Spielpausen beim Lernen abgeleitet wurde.
Die Erklärung war: das stark kontrollierte Lernen hat immer auch einen erhöhten Adrenalin(?)level zur Folge. (Ich bin nicht mehr sicher, auf welchen Neurotransmitter es bezogen wurde) Wenn der Hund danach direkt in eine Ruhephase geschickt wird, dann behindert dieser erhöhte Adrenalinspiegel(?) den Aufbau langfristiger Verbindungen im Hirn. Wenn der Hund noch ein wenig toben darf, und das Adrenalin(?) abbaut, kann er in der dann folgenden Ruhephase das Gelernte besser und nachhaltiger verarbeiten.
Beim Menschen ist doch auch bekannt, dass körperliche Bewegung zwischen den konzentrierten Lerneinheiten förderlich ist. Ich sehe keinen Grund, warum das bei anderen Säugetieren nicht der Fall sein sollte. Natürlich ist dabei die Dosis wichtig. Wenn der Hund beim Toben komplett überdreht und seine Hirnzellen ins Nirvana katapultiert, dann kann man das mit dem Lernen vergessen. Wenn der Hund aber ein wenig angestaute Energie rauslässt, dann ist das hilfreich.