Er schien es ja am Anfang nicht schlimm zu finden, das kam so plötzlich. Denkt ihr wirklich, dass es ihm zu viel ist?
Ich denke, es war ihm von Anfang an zuviel. Das hat sich über 2 Wochen summiert und nun fängt er an, deutlich zu sagen, dass es zu viel ist.
Zitat
Ich weiß nicht wie ich meinen Kindern erklären soll, dass sie bestimmte Dinge, die von Anfang an ok waren, plötzlich nicht mehr dürfen. Besonders die Kleine wird das nicht verstehen. Sie liebt es mit Milow im Körbchen zu kuscheln und findet es ganz toll mit ihm um Spielzeug zu "kämpfen". Wobei ich hier das Problem nicht sehe. Zergeln ist doch ein beliebtes Spiel für Hunde, warum ist es also plötzlich nicht gut?
Du sollst den Kindern nicht den Umgang mit dem Hund verbieten, du sollst nur dafür sorgen, dass die sich nicht alle 3 gegenseitig ins Nirwana puschen.
Zum Kuscheln kannst du z.B. ein zusätzliches Kuschelkörbchen anschaffen oder andersrum: das jetzige Körbchen bleibt Kuschelkörbchen und der Hund bekommt einen neuen, eigenen Ruheplatz, vorzugsweise in einem Raum, in dem die Kinder nicht rumtoben. Sobald der Hund kleinste Anzeichen von "überdreht" zeigt, wird er zu diesem Ruheplatz gebracht und dort dürfen die Kinder ihn nicht stören. Oder (wenn das funktioniert): am Ende einer Spieleinheit gehen Kind und Hund ins Kuschelkörbchen um gemeinsam zu entspannen. Letzteres aber ausschließlich unter Aufsicht.
Jede Interaktion von Kindern und Hund wird sowieso von Erwachsenen beobachtet. (Jede! auch das gemeinsame Kuscheln. Kind und Hund im selben Zimmer bedeutet immer: da ist auch ein Erwachsener, der ein Auge drauf hat.) So könnt ihr sofort eingreifen, wenn es zu wild wird. Und du kannst den Kindern erklären: wenn der Hund xy tut, dann war es ihm zu doll und dann braucht der Hund eine Pause. Der Hund klaut den Kindern kein Spielzeug (falls es doch mal passiert, dann greift ihr Erwachsenen sofort ein und nehmt es ihm wieder ab, das überlasst ihr nicht den Kindern), die Kinder klauen dem Hund kein Spielzeug.
Für die Details (z.B. dafür, dass ihr überhaupt vor dem Knurren erkennt, wann es dem Hund zu viel wird) möchte ich den wichtigsten Tipp wiederholen: holt euch einen Trainer ins Haus.
Ich bin überzeugt, dass deine Idealvorstellung vom Leben mit Kindern und Hund möglich ist. Es ist jetzt deine Aufgabe, das gemeinsame Leben so zu gestalten, dass es für alle ideal wird.