Beiträge von Selkie

    Damit ich eine Meinung dazu kriege, müsste ich wissen, wie oft Schutzhunde in Deutschland tatsächlich genau das im Artikel genannte tun: Straftäter mit dem Fang festhalten.

    Wenn das regelmäßig vorkommt und es in diesen Situationen nie möglich ist, dass auch ein Polizist die Aufgabe selbst erledigt ohne Hund, dann kann man ja diskutieren und abwägen, ob das mit Ausbildung und Einsatz verbundene Tierleid aufgewogen wird.

    Wenn, mal so als Beispiel mit erfundenen Zahlen, jedes Jahr 200 Hunde mit Schlägen und Würgen ausgebildet werden, damit regelmäßig circa 50 einsatzfähige Hunde "vorrätig" sind, es aber nur zu 2 Situationen jährlich kommt, wo Straftäter vom Hund gehalten werden (mit den Zähnen, nicht nur stellen und durch bellen "festsetzen") - dann fänd ich das persönlich Quatsch. Dann soll man gern die Schutzhundausbildung mit Schlägen und Würgen ersatzlos streichen.

    Aber weiß jemand die tatsächlichen Zahlen?

    Ich bin nicht sicher, ob das mit der Häufigkeit so eingeschätzt werden kann. Dieser Teil der Arbeit der Diensthunde ist dafür da, dem Polizisten das Leben zu retten. Da sind die in den Raum geworfenen 2 Situationen jährlich möglicherweise anders zu bewerten als du das gerade tust. Denn es bedeutet: zwei Polizisten vor mindestens schweren Verletzungen bewahrt und den gewalttätigen (bewaffneten?) Straftäter trotzdem erwischt.

    Für mich ein wirklich heißes Eisen, denn ich habe keine Idee, wie man das lösen kann. Die Hunde nicht mehr einsetzen? Die übelsten unter den Straftätern laufen lassen, weil man nicht mehr rankommt? Vereinfachter Schusswaffeneinsatz für Polizisten mit dem Risiko, Passanten zu verletzen oder wegen nervösem Triggerfinger einmal zu oft geschossen zu haben? Weiter Hunde quälen?

    Teufel oder Belzebub?

    Auf jeden Fall ist es ein Thema das offensichtlich zu lange ignoriert wurde. Denn wie Phonhaus schon schrieb: das ist nicht plötzlich vom Himmel gefallen, das war schon sehr lange beschlossen.

    Sämtliche teuren Meindl-Schuhe (meist Grad B), die angeblich durch Goretex und nach Imprägnierung dicht waren, waren nach wenigen Wochen "durch", meistens an den Nähten und den "Knickstellen". Und ich habe sie wirklich richtig gepflegt :ka: Fürs Gassi gut, aber das war wohl etwas zu viel.

    Daher ist mir der Preis ehrlich gesagt auch egal, wenn der Schuh mal wirklich gut ist.

    Das Problem mit den Membranen hatte ich auch schon mehrmals, wenn auch nicht nach so kurzer Zeit, weil ich ja nur Hunderunden gehe. Die brechen einfach an den Knickstellen.

    Deshalb schwöre ich auf gut gepflegtes Vollleder. Das ist fast so anhaltend dicht wie Gummi aber idR bequemer. Ich bin mit meinen Lederschuhen schon stundenlang über nasse Wiesen spaziert - angeblich ja der ultimative Härtetest. Oder halt einen wirklich guten Gummistiefel - Tretorn, Aigle, Muck und Co - die Auswahl ist riesig, aber das meiste davon kenne ich nur aus online-Shops.

    Das Hauptproblem dürfte sein, dass du vor Ort kaufen willst? Das IST schwierig und ich habe das beim Gassi-Schuh-Kauf schon lange aufgegeben. |) Allerdings weiß ich da auch so genau was ich will, dass ich nicht großartig probieren muss. (es sei denn, das Modell wird mal aus dem Programm genommen, dann habe ich ein Problem ...)

    Da geht es aber gar nicht um Gefahrenabwehr sondern nur um Erfassung, also um die Statistik. Sonst wäre die Abgabe an ein Privatunternehmen auch ziemlich fragwürdig, denn wie du sagst: Gefahrenabwehr ist eine Hoheitsaufgabe des Landes, die kann man nicht einfach in Privathand legen.

    Im Thüringer Gesetz wird die Zuständigkeit eindeutig ins Ordnungsrecht geschoben.

    Das führt aber jetzt immer weiter weg von der Eingangsfrage. :ops:

    Selkie

    Du hast das hier geschrieben:

    Wir Thüringer müssen unsere Hunde mit Chipnummer und Versicherungsnachweis beim Ordnungsamt anmelden.

    Das ist doch die völlig normale Steueranmeldung. Das hat doch nichts mit Tierregisterdatenbank zu tun?

    Oder meinst du einen anderen Abschnitt?

    Nein, ich meine genau das. Das ist nicht die Steueranmeldung, die Steuer interessiert sich nicht für Chip und Versicherung.

    Steueranmeldung -> Stadtkämmerei.

    Hunderegister -> Ordnungsamt.

    Da das Register auch von einem Amt geführt wird, fragt die Stadt es gleich bei der Steueranmeldung mit ab und leitet die Daten weiter.

    Nein, da gibt es keinen Zettel. Ich habe doch geschrieben, dass das hier das Ordnungsamt macht und gerade KEINE Privatfirma. ;)

    Die hatten ein Chiplesegerät dabei, haben den Chip ausgelesen und per Telefon zum Amt überprüft ob die ausgelesene Nummer gemeldet ist und ob ich die zugehörigen Daten wiedererkenne.

    auch nochmal: ich muss keine Anmeldung vorlegen, ich muss nur eine Anmeldung für die Steuer machen und da sind die Daten für die Registrierung (die beim Ordnungsamt liegt) gleich dabei. Noch ein Vorteil, wenn die Registrierung das Amt macht: kostet nichts und ist ein Aufwasch.

    Ich check gerade nicht, was das mit dem Hunderegister zu tun hat.

    Das ist die Thüringer Version eines Hunderegisters.

    Lies noch mal zurück: Weil einige andere genauso irritiert von der Geschichte mit dem datenverwaltenden Privatunternehmen sind, hatte ich in meinem ersten Beitrag dazu geschrieben, dass sowas auch anders geht. Ohne Kosten für den Hundehalter. Ohne Privatunternehmen.

    edit: und anscheinend sogar nützlicher als das privat verwaltete Register. :shocked:

    Ich war genau einen Tag, ach was, einen halben Tag in diesem Zeitraum in EF und wurde prompt kontrolliert.

    Und was wurde da kontrolliert? Dass du diesen Zettel von der Privatfirma dabei hast, dass du da deinen Hund angemeldet hast? Oder eine Versicherungskopie?

    Nein, da gibt es keinen Zettel. Ich habe doch geschrieben, dass das hier das Ordnungsamt macht und gerade KEINE Privatfirma. ;)

    Die hatten ein Chiplesegerät dabei, haben den Chip ausgelesen und per Telefon zum Amt überprüft ob die ausgelesene Nummer gemeldet ist und ob ich die zugehörigen Daten wiedererkenne. ;)

    Bei der Neuanmeldung ist jetzt direkt alles dabei, man muss Chip und Versicherung angeben und unterschreiben, dass die Daten ans OAmt weitergeleitet werden dürfen. Jedenfall in EF, andere Gemeinden können das anders machen

    Ich hab vor wenigen Wochen Hund Nr 3 angemeldet, bei keinem der Hunde (in unterschiedlichen Gemeinden bei Umzug und Ummeldung) musste ich die Hunderegister-Anmeldung vorlegen.

    auch nochmal: ich muss keine Anmeldung vorlegen, ich muss nur eine Anmeldung für die Steuer machen und da sind die Daten für die Registrierung (die beim Ordnungsamt liegt) gleich dabei. Noch ein Vorteil, wenn die Registrierung das Amt macht: kostet nichts und ist ein Aufwasch.

    Die Frist gab es vor Inkrafttreten des Gesetzes. Das hing damals mit der Chip- und Versicherungspflicht zusammen. Wer brav zum Stichtag Chipnummer und Versicherung gemeldet hat, hatte alles richtig gemacht. Der Tag nach Inkrafttreten des Gesetzes war auch der erste, an dem ich vom OAmt mal angehalten wurde. Die haben in den ersten zwei Wochen verstärkt kontrolliert aber noch keine Bußgelder verhängt sondern die Leute nur aufgefordert, die Meldung schnellstmöglich nachzureichen. Da hattest du wohl Glück, wenn du in der Zeit niemandem begegnet bist. Ich war genau einen Tag, ach was, einen halben Tag in diesem Zeitraum in EF und wurde prompt kontrolliert. :lol: Aber braver Bürger, der ich bin, hatte ich natürlich alles längst hingeschickt.

    Bei der Neuanmeldung ist jetzt direkt alles dabei, man muss Chip und Versicherung angeben und unterschreiben, dass die Daten ans OAmt weitergeleitet werden dürfen. Jedenfall in EF, andere Gemeinden können das anders machen.

    Zwei Punkte, weswegen das Ganze auch rechtlich ohneWeiteres haltbar sein dürfte:

    1. Wenn ein Hund einen Schaden verursacht, kann er mit verpflichteter Registrierung von seinem Halter nicht mehr so leicht verleugnet werden. Und je nachdem, ob Farbe und Rasse auch gelistet sind, mag es bei der Wr,ittlung gegen unbekannte Halter helfen.

    2. Es ist schwieriger, den Hund auszusetzen. Woran eine Kommune ein nichtunerhebliches Interesse hat, weil sie für die Unterbringung von Fundhunden zuständig ist und diese auch (zumindest teilweise) finanziert.

    Ist übrigens eine der Sachen, die im „Gefährlicher Hund“ Thread öfter mal gefordert wird.

    Das geht aber alles auch ohne kostenpflichtige Registrierung bei einem Privatunternehmen.

    Wir Thüringer müssen unsere Hunde mit Chipnummer und Versicherungsnachweis beim Ordnungsamt anmelden. Kosten: 5min Zeit, 0€. Das hat zwar den Nachteil, dass die Ämter nicht wirklich vernetzt sind (also ein Erfurter Hund in Jena nicht gefunden wird) aber das Problem wäre einfach zu lösen.

    Einem Privatunternehmen Geld dafür bezahlen, dass die meine Daten sammeln, finde ich arg schräg und bin heilfroh, dass es hier anders gelöst wurde.