Meine alte TÄ würde auch deutliche Worte zum Thema Qualzucht finden, wenn der Hund Second Hand gekauft ist.
Man könnte ihn höchst persönlich aus einem reißenden Fluss gerettet haben und bekäme, bevor man richtig trocken ist, einen sehr eindeutigen Vortrag zum Thema Qualzucht.
Und das findest du gut??
Ich will gar nicht wissen, wieviele solcher Tiere weggeworfen abgegeben werden, weil sie zu viele Kosten durch Behandlung ihrer Krankheiten verursachen würden. Dann nimmt sich jemand dieses Tieres an, möchte es untersuchen und behandeln lassen, um ihm ein besseres Leben zu ermöglichen und wird von der TÄ abgefaltet?
Das macht mich gerade echt fassungslos..
Wenn ich dieser Mensch wäre, dann fände ich das genau richtig. Egal warum ich den Hund habe, ein Gespräch darüber, was mich mit so einem Hund an gesundheitlichen Dingen erwartet, kann gar nicht falsch sein. Bei keinem Hund. Nur dass es bei einer potentiellen gesundheitlichen Großbaustelle ein längeres Gespräch ist als bei einem nicht so umfassen beeinträchtigten Tier.
Meine erste TÄ hat bei meiner ersten Hündin eine Auffälligkeit im Gangbild gesehen, die möglicherweise, eventuell mal zu Problemen führen könnte. Hat sie mir sofort gesagt. Was soll daran falsch sein? Und warum wird es falsch, wenn die Auffälligkeiten so vielfältig sind, dass daraus ein Vortrag wird (werden muss)? Nein, ich finde es gut, wenn TÄ sagen, was los ist. Sonst passiert nämlich genau das, was der TE passiert ist: der TA sagt nichts oder er sagt "es ist alles OK" (="für eine Plattnase ist das OK") und der Besitzer glaubt, der Hund sei tatsächlich gesund und fit.
Aber das ist das Dilemma aller Ärzte: Sagen sie was, ist es falsch. Sagen sie nichts, ist es auch falsch.
@Lischen97
Ich freue mich, wie du über die Gesundheit deiner Hunde nachdenkst und drücke deinen Hunden alle vorhandenen Daumen, dass ihre Lebensqualität verbessert werden kann.