Beiträge von Selkie

    Ist meiner Meinung nach unnötig, hecheln kann er auch locker, wenn das Maul nicht ganz aufgerissen ist.

    Das kommt auf den Hund an. Viele Hunde können das. Aber es gibt Hunde, die reißen das Maul so weit auf beim Hecheln. Eine Anforderung an den Maulkorb ist, dass der Hund ungestört hecheln kann. "Ungestört hecheln können" bedeutet nun mal, dass der Hund wirklich so hecheln kann wie er es braucht. Für einen Maulaufreißer braucht es dann einen entsprechend großen Maulkorb.

    Ich sag immer: solche Hunde brauchen keinen Maulkorb sondern einen Maulkoffer. |)

    mein Standpunkt ist in dem Fall ist klar: eine Barriere ist rundum die bessere Lösung,

    Ich bin auch der Meinung, dass eine Barriere die beste Lösung ist, aber ich weiß, dass das bei einer offenen Küche nur schwer machbar ist. In meiner Wohnung wäre es annähernd unmöglich, die Küche dauerhaft abzutrennen. Ich müsste zwei Wände einbauen und dann bliebe nicht viel Wohnbereich übrig. Oder ich installiere dauerhaft Welpengitter um den Küchenbereich herum - auch das würde die Hälfte meines Wohnzimmers quasi unbenutzbar machen. Und zwar genau die Hälfte, die ich gleichzeitig als Arbeitsplatz nutze. Das wäre mir echt zu viel Einschränkung.

    Deshalb lebe ich damit, dass Dina immer wenn sie allein ist, die Küchenzeile inspiziert. Bisher hat sie da noch nie was gefunden. ;)

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    Nein, das ist gelogen. Einmal hat sie da was gefunden. Da war ich aber gar nicht weg, da musste ich nur fix zum 3m entfernten Haustelefon und schon hatte Dina die Schnauze im Geburtstagskuchen ... |)

    Natürlich kann ein Hund Dinge unterscheiden lernen.

    Genau deshalb kann ein Hund auch unterscheiden lernen, dass er zu Hause Dinge darf, die er in fremden Wohnungen nicht darf.

    Ich verbiete doch meinem Hund nicht alles, was er eventuell, möglicherweise woanders nicht darf. So doof sind Hunde nicht, die können das gut unterscheiden.

    Dazu kommt: ein Küchenverbot im eigenen Haushalt ist für Hunde keineswegs gleichbedeutend mit einem Küchenverbot in jedem Haushalt. ;)

    Die Tierärzte sind nicht plötzlich komisch, nur weil der Arbeitgeber jetzt eine große Kette ist. Die Veränderungen kommen schleichend und man wird sie als Kunde gar nicht eindeutig zuordnen können. Ich sehe diese Entwicklung sehr kritisch, sowohl in der Tier- als auch in der Humanmedizin.

    Sollte aber mein TA seine Praxis verkaufen und keinen anderen Käufer als so eine Kette finden, dann gehe ich trotzdem weiter dort hin. Ich gehe nämlich nicht davon aus, dass die TÄ nach einem Verkauf plötzlich sowohl ihre Fachkompetenz als auch ihr Gewissen aus dem Fenster werfen. ;) Ich gehe aber davon aus, dass die großen Ketten sowohl langfristig optimierend auf die Arbeitsabläufe einwirken(*) als auch durch Lobbyarbeit politische Entscheidungen beeinflussen, deren Nutzen nicht in erster Linie den Tieren dient.

    (*) z.B. wird ein nicht rentabler Notdienst dann möglicherweise einfach nicht mehr stattfinden oder ein medizinisch nützliches aber wirtschaftlich grenzwertiges Gerät wird nicht ersetzt oder ähnliches

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    Im Humanmedizinischen Bereich ist es übrigens genauso. Hier gibt es eine Kette an Medizinischen Versorgungszentren, die bisher einem Arzt aus der Region gehörte. Schon das habe ich kritisch gesehen. Aus Patientensicht war bisher das Hauptproblem, dass man nie wissen konnte, ob der Arzt, bei dem ich jetzt in Behandlung bin, nächstes Jahr noch dort arbeitet. Und falls nicht, ob es für diese Fachrichtung dann einen Nachfolger gibt. Jetzt wurde diese Kette verkauft. An eine Beteiligungsgesellschaft (Triton Partners).

    Man kann als HuHa nicht erwarten, dass Fremde deinen Hund ausbilden. Das musste schon selber tun. Und wenn ich sehe das bringt nix muss ich handeln

    Man kann als Hundehalter aber erwarten, dass man in der Hundeschule vernünftige Anleitung bekommt. Man kann erwarten, dass der Hundehalter in der Hundeschule lernt, wie man dem Hund beibringt solche Situationen zu meistern.

    Genau das findet anscheinend nicht statt. Wie soll es also der Hundehalter lernen? Der lernt da auch nur, wie es nicht geht. Und die Erkenntnis muss er ganz allein finden, ihm hilft ja keiner.

    Ich kenne das, mir ging es anfangs genauso. Ich weiß, wie lange ich gebraucht habe, um zu verstehen, dass ich in der Hundeschule lauter Sachen gelernt habe, die der Erziehung maximal im Weg stehen. Und das Gemeine ist: ich habe das in dieser ersten Zeit so intensiv geübt, dass es manchmal als Automatismus zurückkommt, wenn ich es gar nicht mehr erwarte.

    MyAussie

    Ich glaube nicht, dass es Hunde gibt, die überhaupt nicht für Gruppenstunden geeignet sind. Ich weiß aber, dass manche Gruppenstunden nicht für Hunde geeignet sind. Auch in Gruppenstunden sollte genug Zeit sein, individuelle Besonderheiten zu beachten. Und wenn ein Hund solche Probleme mit der Gasse hat, dann macht man die Gasse breiter. Oder der Hund geht an nur einer Reihe Mensch-Hund-Teams vorbei. Das ist eine Übung, bei der sogar mir totalem Trainingslaien auf Anhieb Varianten einfallen, die dem Hund den Einstieg erleichtern. Mit so einem Hund kann man ganz sicher viel in einer Gruppenstunde lernen. Aber nur dann, wenn Mensch und Hund dort genau die Hilfe bekommen, die sie brauchen.

    edit Phonhaus

    Rate mal, was Ronja war :D

    Eine Stinkmorchel unter lauter Blümchen?

    :flucht: