Beiträge von Selkie

    Ist das wirklich jeweils so einzigartig?

    Ich meine, es gibt doch x Rassen, die Meutehunde sind, x Rassen, die Begleithunde sind, x Rassen, die Vorstehhunde sind… sind die wirklich alle so verschieden?

    Noch ein "Jein" zu beiden Fragen. ;)

    Ja, es gibt Rassen, bei denen die individuelle Varianz innerhalb der Rasse größer sein dürfte als der durchschnittliche Unterschied zu nah verwandten Rassen. Z.B. beim Golden Retriever und Labrador Retriever würde ich das so sehen.

    Wenn man aber diese nah verwandten Rassen nur einen Schritt weit verlässt, dann landet man ganz schnell bei typischen Eigenschaften, die ein völlig anderes Gesamtbild ergeben. Wer z.B. erwartet, dass Curlys oder Chessies sich labradorähnlich verhalten, nur weil "Retriever" dran steht, der ist gewaltig auf dem Holzweg.

    Wenn Hunde einer bestimmten Rasse nicht das typische Wesen der Rasse hätten, dann hätte die Rassehundezucht komplett versagt. Gleichzeitig stimmt es natürlich, dass es oft genug noch andere Rassen gibt, die zumindest ähnlich ticken.

    Das Wort "einzigartig" würde auch ich eher dem Individuum zuschreiben. Bei Rassen passt "typisch" besser.

    Tierschutz-Definition

    Einfach hier auch nochmal die Info gelassen: Als gemeinnützig anerkannte Vereine dürfen keine Gewinne erzielen. Rücklagenbildung für Vereinszwecke ist zulässig (in einem angemessenem Rahmen, sonst muss man, wenns nicht begründet wird (z. B. für den Bau eines Tierheims, mit Nachfragen rechnen). Es gibt keine Gewinnausschüttung, Aufwandsvergütungen sind auch nur in recht geringem Rahmen zulässig. Ein Verein darf Fachkräfte anstellen und angemessen bezahlen, aber auch da werden in der Regel keine Vermögen verschoben.

    Tierschutz ist per Definitionem eine gemeinnützige Aufgabe. Zucht zählt nicht dazu, auch keine Verantwortungsvolle.

    Tierschutz ist ehrenamtliches Engagement,

    Das alles trifft auf die Zucht von Hunden zu.

    Hundezuchtvereine sind gemeinnützige Vereine. Also ist die Zucht per Definition gemeinnützig. Züchter im VdH dürfen per Satzung keine gewerblichen Züchter sein. Also ist Hundezucht per Definition Ehrenamt. ;)

    Ob Zucht aber einen Beitrag zum Tierschutz leistet, hat nichts mit der Gemeinnützigkeit oder dem Ehrenamt zu tun. Ich finde diese Definition von Tierschutz ziemlich passend: https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/tierschutz/66695

    Dazu passt auch alles das, was das Tierschutzgesetz vorschreibt. Da steht nirgendwo etwas von Gemeinnützigkeit und Ehrenamt. Da stehen aber ganz viele Sachen, die nach aktuellen Erkenntnissen dem Tierwohl dienen. Das Tierwohl ist der Maßstab für Tierschutz, nicht die möglicherweise vorhandene oder eben nicht vorhandene Gewinnerzielungsabsicht.

    Inwiefern Zucht im Allgemeinen und ein konkreter Züchter im Einzelfall dem Tierwohl dient, darüber kann man natürlich trefflich streiten. |)

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    Ich zucke immer bei "Bully", weil das für mich die Bullterrier sind. Französische Bulldoggen sind für mich keine Bullys, sondern eben Franzosen, bzw Frenchies.

    Macht mich immer ganz wuschig weil ich bei "Wer hat einen?" sofort hier schreien will, aber ihr meint ja die Plattnasen....

    Das ist wie "Mali".

    Malinois oder Malamute - kaum ein Unterschied. :lol:

    Ich kenne/kannte 2 Französisch Bulldog die waren Unfitter als mein 18 + Hund mit Herzproblemen.

    Das passt zu meinem Schlüsselerlebnis, das ich vor ein paar Jahren schon mal beschrieben habe: RE: Qualzuchten II

    Das war so ein Hund, der aktiv sein wollte. Der war wirklich energiegeladen. Aber sein Körper hat nicht mitgemacht und er war noch nicht alt genug um das einzusehen. Ich kann mir schon vorstellen, dass der alle 10min wieder durchgestartet ist. Der konnte seine Junghund-Energie wahrscheinlich nie wirklich austoben, aber sie war natürlich trotzdem da.

    Mein Bully würde bei den aktuellen Temperaturen keine 20km ohne Pause laufen können. Richtig, wir sind bei sonnigen 20 Grad.

    Ich kenne auch keinen Bully, der das jetzt (=jetzt, zu diesen Begebenheiten) regelmässig (= mehrmals pro Woche oder wenigstens Monat) läuft. Problemlos(!) läuft. Mag es geben, halte ich aber eher für eine beispielhafte Ausnahme.

    Sag ich doch.

    Ein gesunder Hund kann das, aber nicht jeder will.

    Ein durchschnittlicher Bully kann das nicht, egal ob er wöllte. Und ich kenne/kannte einige junge Bullies, die deutlich mehr wollen als sie können.

    Du immer mit deinen Wanderungen 😅🙈

    Das muss ich auch immer denken :lol: sorry, nicht bös gemeint :bussi:

    20km in für einen normalen Hund gemütlichem Tempo sollte absolut keine Hürde sein. Für keinen gesunden Hund.

    Der Hund muss das nicht dauernd laufen. Aber wenn er es nicht kann, ist da was im Argen.

    Sagt die mit dem Faultier, das inzwischen immerhin erst nach 15km fragt, ob es bald wieder nach Hause geht... :pfeif:

    Nun ist z.B. Macs recht dunkel; Concept for Life sehr hell. WARUM? :headbash:

    ...

    Die Zusammensetzungen sind relativ ähnlich ...

    Sicher, dass die Zusammensetzung ähnlich ist?

    Ich habe jetzt mal nachgeschaut und finde die Zusammensetzung ziemlich unterschiedlich. Bei Macs steht 99% Pferd, bei Concept for Life nur 65% Pferd, viel Brühe, ein wenig Pastinake. Das ist schon ein Unterschied und könnte sich auch in der Farbe niederschlagen.

    Gleichzeitig ist Wissen ohne Intuition nicht anwendbar. Es bleibt reine Theorie.

    Das versteh ich nicht, kannst du das erklären?

    Wenn das Auto 3000 Umdrehung erreicht, muss ich hochschalten, das ist erworbenes Wissen. Wie kommt da die Intuition ins Spiel?

    In dem Moment, in dem du nicht mehr darüber nachdenkst. In dem Moment, in dem du gar nicht mehr bewusst auf die Drehzahl schaust sondern einfach schaltest. Automatisch. Intuitiv.

    Für mich ist da kein "oder". Für mich sind Wissen und Intuition nicht wirklich voneinander zu trennen. Wobei das nicht stimmt. In der theoretischen Überlegung sind sie von einander trennbar, aber nur da. Im Alltag mit Hund wirkt immer beides zusammen.

    Ich hatte mal eine Lehrerin, die immer wieder von "Verinnerlichen" des Gelernten sprach. Damals hatte ich keine Ahnung, was das sein soll. Jetzt, knapp 40 Jahre später, glaube ich zu verstehen, was die damals meinte.

    Intuition ist sowas wie verinnerlichtes Wissen. Der einzige Vorteil der "reinen Intuition" ist, dass man sich wenig Gedanken machen muss, ob das vorhandene Wissen als Grundlage ausreicht. Wenn man aber mehr Wissen will, dann ist es schon etwas Arbeit, dieses neue Wissen so zu verarbeiten, dass es zu Intuition wird bzw. zu besserer Intuition führt. Denn Wissen kann erst dann sinnvoll in Handlung umgesetz werden, wenn ich nicht immer erst lange nachdenken muss, welche Aktion jetzt objektiv betrachtet die beste ist. Ich muss also in der Lage sein, vorhandenes Wissen intuitiv anzuwenden.

    Im Fazit möchte ich Pfeffernaserls Schlussatz noch die Gegenrichtung zufügen:

    Intuition geht nicht ohne Wissen und ohne Lernen.

    Gleichzeitig ist Wissen ohne Intuition nicht anwendbar. Es bleibt reine Theorie.

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    Und das sage ich, die ich fast immer ausschließlich in der Theorie gut bin. |)