Beiträge von Selkie

    Mir fehlt bei dem Thema in Bezug auf die derzeitigen Regulierungen und im Vergleich zu anderen Missständen in der Zucht nur wirklich die Verhältnismäßigkeit.

    Zum einen fehlt die Verhältnismäßigkeit.

    Zum anderen fehlen Daten darüber, wofür dem Hund Vibrissen nutzen und ob der Ausfall dieses "Nutzens" überhaupt andere Auswirkungen als "komisches, ungewohntes Gefühl an der Stelle" hat. Das einzige was man sicher weiß: der Hund hat Vibrissen und sie haben Funktionalität. :ka:

    Ist aber hier immer noch OT. :ops: Das Schneiden der Vibrissen hat nichts mit Qualzucht zu tun, auch dann nicht, wenn sich herausstellen sollte, dass es für den Hund Einschränkungen bringt.

    Ich schwöre, das Ding hab ich nicht geschnitten, aber es wird nicht nach vorne hin dünner.

    Das ist ein klarer Fall von schwerer Vibrissenverletzung. :lol:

    Sofern das überhaupt eine Vibrisse ist und kein anderes bizarres Haargewächs?

    Ich habe meiner ersten Hündin mal die dicke Vibrisse unter dem Unterkiefer bei der Fellpflege abgebrochen. Die Borste war dann noch etwa 1cm lang und sehr pieksig. Seitdem bin ich überzeugt, dass was dran ist an dieser Vibrissengeschichte, wenn auch nicht so wie gerade durch die Verbote suggeriert wird. Die Motte hat nämlich sehr lange gebraucht, um sich an das neue Vibrissenborstengefühl zu gewöhnen und war tagelang (ich bilde mir ein es waren sogar Wochen) sehr vorsichtig beim Ablegen des Kopfes und insgesamt bei allen Berührungen an der Unterseite der Schnauze.

    Im Gegensatz zu dem was die Gesichts-Scherer ;) hier erzählen, blieb die abgebrochene Borste auch so. Über ein Jahr lang. Dann fiel sie aus und es kam endlich wieder ein vollständiges Tasthaar nach. Das zeigt doch recht deutlich, dass offensichtlich auch das Wachstum der Vibrissen bei Pudel und co anders ist als bei "normalfelligen" Hunden. Ist ja auch nicht verwunderlich, denn Vibrissen sind eben auch Haare. Haare mit besonderer Funktion.

    Naja es geht um 18.000 Hunde, die Befragungsungenauigkeit wurde berücksichtigt und nochmal nachgeprüft mit Mischlingen.

    Es wurden Aussagen über Rassehunde gesammelt und das quer gecheckt mit Mischlingen wo man nicht genau wusste was drin ist und dann mittels Gentest geguckt und zurück geprüft ob das dann von den Rasse kommen kann.

    Ich finde es etwas schade das die Studie hier so abgewatscht wird obwohl sie eigentlich sehr spannend ist.

    Sie ist spannend.

    Aber die Schlussfolgerung, die überall beschrieben wird, ist so nicht stimmig. Diese Schlussfolgerung wurde von der Redaktion von science.org (eventuell von den Autoren der Studie selbst?) der Publikation vorangestellt und dadurch übermäßig stark ins Zentrum gerückt:

    Thus, dog breed is generally a poor predictor of individual behavior and should not be used to inform decisions relating to selection of a pet dog.

    Dieser unglücklich formulierte Satz ergibt eine so wunderbare Schlagzeile, dass in allen folgenden Artikeln der Studie eine Aussage unterstellt wird, die die Daten gar nicht hergeben.

    Es ist völlig richtig, dass die Varianz von Verhalten innerhalb der Rassen groß ist. Es ist völlig richtig, dass die Erblichkeit von Verhalten gering ist, jedenfalls deutlich geringer als die Erblichkeit von optischen Merkmalen. Es ist auch richtig, dass sehr viel hündisches Verhalten nicht "typisch Rasse xyz" sondern schlichtweg "typisch Hund" ist. Und dann sind da die rassetypischen Eigenschaften, vor allem solche, die züchterisch gut beeinflussbar, weil recht gut vererbbar sind.

    In der Diskussion machen die Autoren sogar den Unterschied:

    For more heritable and more breed-differentiated traits, like biddability (factor 4), knowing breed ancestry can make behavioral predictions somewhat more accurate in purebred dogs. For less heritable, less breed-differentiated traits, like agonistic threshold (factor 5), which measures how easily a dog is provoked by frightening, uncomfortable, or annoying stimuli, breed is almost uninformative.

    Diese Differenzierung erscheint mir wichtig. Es gibt die Eigenschaften, die rassespezifisch stärker oder weniger stark ausgeprägt sind. Diese Eigenschaften sind es, deren Kombination das Wesen einer Rasse ausmacht. Das ist in der Gesamtheit des Verhaltensrepertoires des Hundes (als Spezies) natürlich nur eine winzig kleine Variation, aber sie ist völlig ausreichend um von Menschen, die sich ein wenig intensiver mit Hunden beschäftigen, erkannt zu werden.

    Die Ergebnisse der Studie widerlegen nicht die Existenz von rassetypischem Verhalten. Im Gegenteil, sogar in der recht überschaubaren Zahl an untersuchten Verhaltensmerkmalen erkennen die Autoren Beispiele für rassetypische Verhaltensunterschiede. Aber dieses Ergebnis wird nicht in den Medien breitgetreten. Da werden nur die Teile in den Fokus gerückt, bei denen es keine rassespezifischen Unterschiede gab.

    Insofern: Ich sehe gar nicht, dass die Studie abgewatscht wird. Die fehlerhafte Kommunikation der Ergebnisse wird abgewatscht. Zu Recht.

    ADAC - Autobahnregeln

    Hab ich mir im Zuge dessen nochmal durchgelesen :)

    Edit: Ich hatte mich schon öfter gefragt, ob ich wenn ich abfahre und die Abfahr-Spur sehr lang ist, rechts überholen darf. Das machen alle, deshalb denke ich das geht klar (also, bei relativ langsamem, stockenden Verkehr auf der Autobahn) .. steht aber auch nix explizit dazu, wenn ich nix übersehe.

    Für rechts überholen ist das aufschlussreicher: https://www.adac.de/verkehr/recht/…hts-ueberholen/

    So schade, dass der Artikel von Vetline nicht mehr online ist, in dem die studie vorgestellt wird, dass ein Großteil der Besitzer nicht wahrnimmt, dass ihr Hund leidet. Die Überschrift war, glaube ich, "das ist normal für die Rasse". Ich hab nur noch von meiner Instastory einen Screenshot und einen nicht mehr funktionierenden Link. Quellen etc finde ich nicht mehr.

    Meinst du die Studie? https://www.researchgate.net/publication/22…_canine_welfare

    Einen deutschen Text, der das einigermaßen zusammenfasst, finde ich allerdings auch nicht. Nur ein schlecht zitierter Satz in diesem Beitrag unter "öffentliche Wahrnehmung": https://www.vetion.de/fokus/Qualzuchten/101/

    Oder die neuere von 2019? Aber die wurde vor kurzem hier irgendwo verlinkt, der Titel war irgendwas wie "Great expectations, inconvenient truths ..."

    edit: Link repariert

    Nächste Frage: ist der Austritt aus der Kirche eine große Nummer oder geht das schnell und unkompliziert?

    Der Austritt ist ja nun schon geklärt, ich möchte aber noch hinzufügen: bei der Steuererklärung im Folgejahr den Austrittsbeleg nicht vergessen. |)

    Und sorry, dachte das wäre überall so einfach.


    Ich bin allerdings zu einer Zeit aufgetreten als ich kein Verdienst und keine Steuern zahlen müsste.

    Ich bin sicher, das hat eher was mit dem Unterschied zwischen D und CH zu tun als mit dem Verdienst. ;)

    Ich habe bei Dinas Einzug lange gesucht und keine Versicherung gefunden, die gewerbliche Betreuung einschließt. Kannst du mir eine nennen?

    Hast du gezielt nachgefragt?

    Im Grunde ist es ja so: WENN du rechtlich in der Haftung bist, dann zahlt die Versicherung auch. Wenn du rechtlich nicht in der Haftung bist, musst du auch nix zahlen.

    Die HuTa Betreiberin müsste eine Betriebshaftpflicht haben, die ggf. dann eintritt, wenn du raus bist.

    Ja, ich habe nachgefragt. Betreuung Dritter ist eingeschlossen, aber gewerbliche Betreuung ist explizit ausgeschlossen.

    Mein Wissenstand ist: Sobald ein Betreuungsvertrag besteht (entweder schriftlich oder durch konklusives Handeln) geht die Haftung auf den gewerblichen Betreuer über.

    Zitat

    In diesem Fall hier war aber gar keine Betreuung im Gange, es war ja nur ein Vorab-Besuch. Beide HH waren anwesend und damit auch in der Pflicht, ihre Hunde zu beaufsichtigen.

    Die Frau mit dem beißenden Hund war offensichtlich Kundin, also denke ich schon, dass die Haftung bei der Betreuerin liegt.

    Also haben wir unverbindlich unseren Ansprechpartner bei unserer Haftpflicht gefragt, was denn in diesem Fall das Beste wäre. Da warten wir noch auf eine Antwort.

    Wenn eure Versicherung Schadensausfall einschließt ist das eine gute Idee. Sofern die Frau nicht zahlt, gebt ihr den Vorgang offiziell an eure Versicherung. Die kümmern sich dann schon darum, dass sie ihre Kosten wieder reinkriegen. Und du hast den Ärger nicht.

    Ich habe aus Deinem Text zitiert :smile:

    Mir ging es um die Begriffsdefinition:

    Tierschutz, umfaßt alle Aktivitäten, deren Ziel ist, Leben und Wohlbefinden von Tieren zu schützen, sie vor Leiden, Angst und Schäden durch den Menschen zu bewahren und ihnen ein artgerechtes Leben zu bereiten und einen schmerzlosen Tod zu ermöglichen.

    Das was du zitierst ist eine Ausprägung von Tierschutz. Es ist nicht die Definition von Tierschutz.