"Urtyp" und "Urhunde" sind zwei verschiedene Dinge. 
Was ist da der Unterschied?
Die einfache Antwort: "Hunde vom Urtyp" werden gezüchtet, "Urhunde" entstehen von selbst. Aber diese Antwort ist nicht ganz richtig, denn das Wort "Urhund" ist meines Wissens hier nicht wirklich passend.
Die mir bekannte Definition von "Urhund" bezieht sich auf einen rein hypothetischen Hund, der das Bindeglied zwischen Wolf und Hund darstellt. In der Geschichte der Hundwerdung ist der Urhund eine Entwicklungsphase, in der die Tiere erstmals keine Wölfe mehr waren sondern mehr hündische als wölfische Merkmale hatten.
Was hier als "Urhund" bezeichnet wurde (der Zentralasiatische Landschlag), ist wohl eher das, was ich als Paria-Hund kenne. Das sind Hunde die in Sachen Reproduktion auf sich gestellt sind. Die leben mehr oder weniger eng beim Menschen, vermehren sich aber völlig nach ihren eigenen "Regeln". Da gibt es keine Zucht und auch keine direkte Auswahl durch den Menschen. Wenn es Auswahl gibt, dann eher dadurch, dass unerwünschte Tiere verjagt oder gar getötet werden (meist solche, die sich aus Menschsicht nicht gut benehmen).
"Hunde vom Urtyp" sind sehr unterschiedliche Gebrauchshunde mit spitzartigem Aussehen (FCI-Gruppe 5), die laut Beschreibung alten Landschlägen (also früheren Pariahunden) bis heute stark ähneln und in Aussehen und Verhalten eine nicht genauer definierte "Ursprünglichkeit" haben. Aber diese Hunde werden eindeutig gezüchtet und das schon seit langer Zeit.