Beiträge von Selkie

    Meist ist es f) der nächstbeste Park oder h) sonstiges, nämlich der Grünstreifen zwischen Straße und Gehweg. Baumscheiben gehen zur Not auch, sind aber genauso weit weg wie der Park und doppelt so weit weg wie der Kurzgassi-Grünstreifen.

    Eigenen Hof und Vorgarten habe ich in meiner jetzigen Wohnung auch zur Verfügung, nutze ich aber normalerweise nicht als Hundetoilette, weil mein Hund lieber in einiger Entfernung zum Haus macht. Im Notfall und mit einem Hund, der es im Notfall auch nutzt, erleichtert es das Leben aber doch enorm.

    Pipi-Unfälle auf dem Gehweg gab es mit meiner ersten Hündin im hohen Alter ein paar mal, aber unter annähernd normalen Umständen (gesunder Hund und normale Flüssigkeitszufuhr bei ausreichend häufiger Pipi-Möglichkeit) würde ich es nicht wollen, dass der Hund sich einfach auf den Gehweg hockt. Und ja, ich habe damals mit etwas Wasser notdürftig nachgespült, weil ich nicht verantwortlich sein wollte, dass die Hälfte der gefühlt 100 Hunde, die durch diese Straße jeden Tag zum Park pilgern über die Pfütze meiner Hündin drübermarkieren (wollen).

    Ich habe in 50 Jahren Großstadtleben noch nie so gewohnt, dass ich mehr als 100m von einer öffentlichen und grundsätzlich hundepipitauglichen ;) Grünfläche entfernt war. :ka:

    Sagt mal, sind euch Menschen, die jederzeit unangemeldet Besuch empfangen können und es sieht aus wie geleckt, auch irgendwie suspekt?

    Meine Familie ist so. Meine Eltern und mein Bruder auch. Suspekt sind die mir nicht, aber ich habe keine Ahnung, wie die das machen. :ka:

    Meine Wohnung ist die einzige im Haus, die bewohnt aussieht. Zum Ausgleich ist es bei mir sehr bewohnt. Unglaublich doll bewohnt. Ich schaffe sozusagen das Chaos für die anderen beiden Wohnungen mit. :ops: Wenn ich Besuch bekomme (was aus gutem Grund sehr viel seltener der Fall ist als z.B. bei meinen Eltern), räume ich das größte Chaos weg. Das bedeutet im Klartext: ich trage es die Treppe hoch in den Spitzboden und lasse es oben irgendwohin fallen. Wenn der Besuch weg ich, trage ich die Hälfte des Zeugs wieder runter und verteile es wieder. :pfeif:

    Ich kenne Collies schon aus meiner Kindheit so, dass sie Bewegung gern kontrollieren wollen. Die Leute in unserem Nachbargarten hatten einen Collie, einen Pool und am Wochenende entsprechend viel Kinderbesuch im Sommer.

    Die Kinder tobten im und um den Pool und der Collie rannte kläffend drumrum. Den ganzen Tag lang. So oder so ähnlich waren die insgesamt 3 Collies an die ich mich aus Kindertagen erinnere.

    Ich habe das bei deiner Beschreibung sofort mit Fussballfans im Stadion assoziiert. Wer käme auf die Idee, dass diese Fußballfans entspannt Popcorn knabbernd in ihren Sitzen fläzen und das Spiel anschauen? Tun die nicht. Selbst die, die nicht ständig aufspringen und schreien, fiebern mit, sind angespannt und aufgeregt. Völlige Entspannung halte ich für schwer bis unmöglich.

    Das gesagt, kann ich beschreiben, wie ich mit Dina zumindest teilweise Erfolg hatte. Als sie zu mir kam, stand sie bei Hundesichtung in 100m Entfernung kreischend in der Leine. Ich habe einfach Leckerli gestopft und war froh, wenn sie das annehmen konnte. Später gab es Leckerli erst, wenn sie sich beruhigt hatte. Noch später gab es Leckerli nur, wenn sie nicht gekreischt hatte. Noch später gab es Leckerli nur, wenn sie nicht in die Leine gehüpft war... Wenn sie sich (fast) von allein zu mir umdrehte, gab es Leckerli-Regen. Was es immer gab: möglichst so viel Abstand zu den anderen, dass mein Hund eine Chance auf das "richtige" Verhalten hat. Heute ist die einzige Situation, in der Dina noch sehr aufgeregt ist und auch mal einen Beller von sich gibt, wenn Hunde am Fahrrad vorbeilaufen. Agility-Parcour wäre vermutlich mindestens genauso aufregend.

    Dieses Vorgehen muss für dich und deinen Hund nicht passen. Was aber passen könnte: möglicherweise ist die Erwartung, dass dein Hund völlig entspannt rumliegt, während andere aktiv rennen, zu hoch. Wichtiger wäre mir, dass der Hund sich benehmen kann und sich eher zu mir orientiert als nach außen. Und vor allem: wenn er anfängt sich hochzuspulen, würde ich ihn eher aus der Situation holen (= den Abstand vergrößern) als zu warten, ob er von selbst runterkommt. Die Dosierung des Reizes, den er aushalten soll, ist wichtig - hat er zu viel davon, lernt er nur Aufregung und keine Ruhe.

    Wie finde ich denn heraus ob ich gegen Pocken geimpft wurde als Kind.

    Ich bin 1985 in der DDR geboren. Diese kreisrunde Narbe hab ich am Oberarm, aber ich werde aus meinem Impfausweis nicht schlau.

    Wie du schon rausgefunden hast: Nur eine Narbe = keine Pockenimpfung. Du bist zu jung, 85 wurde nicht mehr geimpft.

    (Wenn da noch geimpft worden wäre, dann hätte ich zu etwa der Zeit eine zweite Pockenimpfung bekommen. Den Prick-Test zur Überprüfung des Impfschutzes haben sie bei uns noch in der Reihenuntersuchung in der Schule gemacht und mich dann wegen nicht vorhandener Immunantwort in die Poliklinik geschickt. Dort haben sie nur abgewunken.)

    Spoiler anzeigen

    Ich dachte ja immer mir ist die Felllänge des Hundes relativ egal. Jetzt weiss ich, niemals kommt mir was mit längerem Fell (egal ob Trimm, Scher oder einfach so) ins Haus. In 3 Jahren musste ich vielleicht 5 Mal dem Hund den Hintern wischen und dann eher wegen sowas wie Gras hängt noch halb im Hintern oder bei ganz ungeschicktem Durchfall.

    So geht's mir auch.

    Immer wenn ich denke: ach so ein Plüsch-Hund ist doch auch ganz nett, man muss sich nicht so einschränken bei der Hundewahl, dann wird irgendwo im Forum was geschrieben, was mich wieder zu meinem natürlichen "Hilfe, bloß kein Langhaarfusselplüschdingensdrecktaxi!"-Vorurteil zurückwirft.

    |) XD

    Wenn es nicht so unglaublich OT wäre, würde ich gern meine Erfahrung mit wirklich hiesigen Tierheimhunden (1) sowie meine Gedanken zu Beratung vor dem Kauf (2) schreiben. |)

    Spoiler anzeigen

    (1) Ich hab den zweiten Tierheimhund und kenne 3 weitere, die ich sofort nehmen würde. Und ich sehe immer wieder völlig unkomplizierte Hunde durchs Tierheim laufen - die bleiben aber selten länger als ein paar Tage.
    (2) Welche Beratung hätte wohl darin resultiert, dass ich einen nervösen, stressanfälligen und gänzlich unerzogenen ehemaligen Hofhund und langjährigen TH-Insassen in eine Dachgeschoss-Wohnung hole?

    könnte aber nicht versprechen dass irgendwo in der Ecke noch Flöhe sitzen die nicht verschwinden wollen. Wenn die einmal da waren würde man die fast nicht mehr los kriegen.


    Wie findet ihr die Aussage? ist das wirklich so?

    Ja und nein. ;)

    Ja:

    Floheier können Jahrelang auf einen Wirt warten. Wenn sich dann endlich mal ein potentieller Wirt in die Nähe verirrt, schlüpfen die jungen Flöhe schlagartig. Insofern hat sie Recht: Flöhe können ewig lange bleiben.

    Nein:

    In einer bewohnten Wohnung ist es sehr unwahrscheinlich, dass niemals ein Mensch oder Tier in die Nähe der Ecke mit den Floheiern gekommen ist und die möglicherweise dort liegenden Eier "aktiviert" hat. Wenn der Flohbefall in einer von Mensch und Tieren gut frequentierten Wohnung lange genug her ist und die Behandlung über die normale Entwicklungszeit von Floheiern durchweg gehalten wurde, dann sind da zu 99,99% keine Flöhe oder Floheier mehr in der Wohnung.


    Trotzdem kann ich die Frau verstehen, denn wenn sie immer mehrere Hunde da hat und einer davon bringt einen Floh mit, dann hat sie ganz schnell wieder großen Flohzirkus.