Aber dass langes oder dickes oder sonstwie Fell gegen Hitze hilft, ist eigentlich physikalisch nicht möglich. Es sei denn, ich übersehe etwas elementares.
Nein, Luftzirkulation ist nicht elementar.
Mir wurde mal erklärt, dass langes Fell mit sommerlich dünner Unterwolle einen Vorteil hat, wenn der Hund sich bewegt. Durch die Bewegung des Fells wird der Luftaustausch gefördert und die warme Luft von der Haut wegtransportiert. Der Ventilator im Hundefell.
Das kann natürlich nur dann klappen, wenn der Hund aktiv ist. Kurzhaarhunde mit Unterwolle haben in dieser (und nur in dieser) Situation einen möglichen Nachteil, weil ihre Unterwolle zwar Luft einschließt aber durch die geringere Fellbewegung der Luftaustausch nicht befördert wird. Hunde aus sehr heißen Regionen haben idR gar keine Unterwolle, sondern nur kurze Deckhaarborsten, die die Haut vor der Sonneneinstrahlung schützt aber keine nennenswerte isolierende Luftschicht einschließt oder zirkulieren lässt.
Ob diese Theorie haltbar ist, weiß ich nicht, aber so ganz vom Tisch wischen würde ich sie auch nicht. Obwohl mein kurzhaariger, schwarzer Hund mit Unterwolle überhaupt keine Probleme mit der Hitze hatte. Der langhaarige schwarze Hunde (Groenendael) meiner Freundin hatte allerdings genauso wenig Probleme mit Hitze. Und wenn ich den vor Augen habe, wie er durch die Welt trabte und sein Fell um ihn herum schwang, kann ich mir das mit dem eingebauten Langfell-Ventilator tatsächlich vorstellen. Das Fell braucht dafür aber natürlich die perfekte "Ventilator-Beschaffenheit" und genau da könnte es bei vielen sehr plüschigen Hunden scheitern.