Meine Frage: Hat er "recht" und sollte ich ihn in solchen Situationen einfach in Ruhe lassen?
Ja, er hat recht. Aber nein, ich würde ihn nicht einfach in Ruhe lassen. Jedenfalls nicht komplett.
Ich würde ihm zeigen, dass ich seine Unmutsbekundung wahrnehme und akzeptiere. Ich würde kurz einen Schritt zurückgehen, vielleicht kurz die Hände/ die Bürste vom Hund nehmen ... einfach einen Moment lang aufhören mit dem, was ich da grad übergriffiges tue. Aber nach diesem Moment würde ich neu ansetzen. Vorsichtiger. Mit Ankündigung. Den Hund "fragen" ob er bereit ist. Dranbleiben, aber immer nur so weit gehen, wie der Hund es akzeptiert.
Mit der Strategie konnte ich der damals noch nicht sehr vertrauensvollen Dina täglich den Pfotenverband bei einer sehr schmerzhaften Krallenverletzung wechseln. Ich habe einfach kurz Pause gemacht, wenn Dina Unmut äußerte. Ich musste täglich weniger Pause machen, obwohl ich ansonsten den Eindruck hatte, dass die Schmerzempfindlichkeit in den ersten 3 Tagen zunahm, bevor es besser wurde.