Ich verstehe da einfach nicht, wie man da diese Möglichkeit als so einfach bzw. so naheliegend darstellen kann.
Wie gesagt: weder einfach noch naheliegend.
Aber es ist unter Umständen der einzige Ausweg, wenn die Alternative schlimmer ist. Es geht hier um die Frage, was passiert, wenn man die Tierarzt Rechnung nicht zahlen kann. Es gibt relativ kurzfristige Engpässe, die man anders überwinden kann. Wenn der Engpass nicht kurzfristig ist, dann ist es immer noch nicht einfach, aber vielleicht schlichtweg notwendig.
Ich kannte und kenne einige Menschen, die aus verschiedenen Gründen mit ihren Tieren hart an der Grenze segeln. Gerade letzte Woche hat eine Bekannte mit ihrer in diesem Jahr "geerbten" Katze ein Monatsbudget beim TA gelassen. Die kann das noch irgendwie stemmen. Und wenn nicht, gäbe es noch Möglichkeiten. Ich würde sofort eine TA-Patenschaft für den Zwerglöwen übernehmen, aber das würde meiner Bekannten derzeit noch schwerer fallen als weiteres knausern am eigenen Lebensstandard.
Aber wenn alles das nicht geht? Ich mag es mir wirklich nicht vorstellen, aber wenn ich mein Tier nicht versorgen kann, dann muss eine andere Lösung her. Im schlimmsten Fall muss dann das Tier woanders leben. Im Fall meines Hundes wäre das ganz realistisch ein Restleben im Tierheim (die hatten vor 4 Jahren schon befürchtet, dass sie nicht mehr vermittelt wird). Du sagst es völlig richtig: das ist eine Tragödie. Ich bin aber (aus sicherer Position heraus) der Meinung, dass ich meine potentielle Tragödie nicht zur möglicherweise lebensgefährlichen Tragödie für meinen Hund machen möchte.
Ob ich das im Fall der Fälle so objektiv sehen könnte, weiß ich nicht. Ich kann nur hoffen, dass ich nie in diese Lage komme und ich kann im ganz Kleinen ein wenig helfen, andere zu entlasten.