Beiträge von Selkie

    Unsere TH-Haftpflichtversicherung hat bisher immer eine schriftliche Bescheinigung verlangt

    Wundert mich. Meldet man den Hund ab, ist er halt nicht mehr versichert. Kann der Versicherung doch dann völlig wumpe sein, ob der Hund wirklich tot ist oder ob sich das jemand ausdenkt.

    Kommt drauf an.

    Bei mir war es für die Versicherung tatsächlich wichtiger als fürs Amt, dass ich den Nachweis hatte. Wir haben hier Versicherungspflicht, da ist das nicht so einfach wie bei einer freiwilligen Versicherung.

    Meine Bekannte, die überhaupt keine Bescheinigung hatte (der Hund war im Garten gestorben und sie hat ihn direkt dort begraben), konnte den Hund mit einer ensprechenden Erklärung beim Amt abmelden. Erst mit der Bestätigung dieser Abmeldung konnte sie dann die Versicherung kündigen.

    Du musst nicht noch mal zum TA. Eine Bescheinigung über den Tod des Hundes bekommst du auch vom Bestattungsunternehmen. Diese Bescheinigung erleichtert die Abmeldung des Hundes, es geht aber meist auch ohne, sogar hier, wo man den Verbleib des Hundes bei der Abmeldung eigentlich nachweisen muss.

    Ob das von dir bevorzugte Bestattungsunternehmen auch am Wochenende abholt/annimmt, solltest du direkt dort erfragen. Ich gehe davon aus, dass die das in der Regel tun. Meine Motte blieb damals über Nacht hier liegen und am nächsten Morgen habe ich beim Bestatter angerufen. Die haben sich dann fast entschuldigt, dass sie noch unterwegs waren und ich erst ein paar Stunden später meinen Hund dort abliefern konnte.

    Du solltest bedenken, dass der Spaziergang ca 2-4 Stunden des Tages ausmachen. Den Rest der Zeit hast du den Hund in der Wohnung. Ob das Verhalten im Hundezimmer repräsentativ ist, kann niemand wissen. Aber falls es so ist, dann hast du einen Hund, der bei dir zu Hause erst mal richtig Stress hat. 20-22 Stunden am Tag.

    Die Frage ist: kannst du damit leben, wenn zu Hause sehr viel mehr Arbeit auf dich zu kommt als draußen? Kannst du es abfangen, wenn das Verhalten im Hundezimmer genau das ist, was dieser Hund in geschlossenen Räumen zeigt? Kannst du mit ganz viel Ruhe und Geduld 22 Stunden am Tag (jeden Tag) dem Nervenbündel immer und immer wieder erklären, wie das mit dem Leben im Haus funktioniert? Wochenlang, bis die bunten Murmeln im Hundehirn endlich sortiert sind und der Hund allmählich entspannt? Im schlimmsten Fall monate- bis jahrelang, wenn es um nicht-alltägliche Situationen geht?

    Wenn du das kannst und dieser Hund für dich passend scheint - mach!

    Wenn du Zweifel hast, dann such einen anderen Hund.

    Das gehört zum guten Ton,...

    Von VanGogh weiß ich fast nichts, aber in dem Punkt bin ich ganz sicher: Der gute Ton wird überschätzt. :p


    Dann hör ich jetzt John Cage,...

    Ich kannte den bisher nur als Klavierstück. Die Orchestervariante ist mir neu. Hat aber in beiden Versionen den Vorteil, dass dem auch die Laptop-Lautsprecher keinerlei Qualitätsverlust beibringen können. :lol:

    Klar kann man jetzt sagen: wusstest doch vorher.

    Wissen und Erleben sind zwei sehr verschiedene Dinge.

    OT

    Das denke ich auch oft, wenn Leute hier aufschlagen, die mit dem ersten Hund nach (vermeintlich oder real) guter Vorbereitung das Gefühl von "ins kalte Wasser geschubst" haben. Ich finde es völlig normal, dass man trotz "Wissen" erst mal überrollt wird von potentiell emotionalen Dingen.

    Ich finde es sehr souverän, wie du damit umgehst. :bindafür: