Wie findet ihr das? Gehört ein Hund mit auf die Hochzeit oder sollte er lieber in Ruhe zuhause warten?
Ich erweitere das mal frech allgemein auf "ganz große Familienfeiern" und picke zwei Beispiele raus:
1. Als mein Cousin Silberhochzeit feierte, waren alle meine üblichen Hundesitter (von denen ich damals gar nicht so wenige hatte) auch auf der Feier. Und es war klar, dass es lange dauert und dass ich anschließend dort übernachten würde. Also habe ich gefragt, ob ich meinen damaligen Hund mitbringen darf. Ich durfte.
Die Motte blieb schlecht allein und in fremder Umgebung noch schlechter. Sie hatte aber kein Problem mit vielen Menschen und viel Trubel. Ich hab sie einfach an mein Stuhlbein gebunden und sie lag entspannt dösend unter dem Tisch. Abends wollte ich sie gern in einen ruhigeren Nebenraum bringen, weil die Musik dann doch sehr laut wurde. Motte war anderer Meinung - also durfte sie bleiben. Das verrückte Tier hat sich gemütlich an die Bassbox gekuschelt und sich vom "wumm-wumm-wumm" den Rücken massieren lassen.
Ich bin dann trotzdem nicht ewig lange geblieben, da war mein Hund aber eher eine willkommene Ausrede als der wirkliche Grund. 
2. Meine Pseudo-Nichte
hat letztes Jahr geheiratet. Auch wenn sie in D leben würde, hätte ich niemals auch nur einen Gedanken daran verschwendet, ob Dina mitkommen könnte. Dina kann sowas nicht. Die würde wahnsinnig werden. Da ist es dann auch egal, dass es auch aus anderen Gründen nicht gepasst hätte, einen Hund mitzunehmen. Da ich das kleine Stresstier auch nur erfahrenen Menschen zumuten will, ging sie für ein paar Tage in Pension. Damit hat Dina kein Problem. Die oben beschriebene Motte dagegen hätte einen Pensionsaufenthalt sehr viel weniger entspannt mitgemacht als den Trubel während der Feier.
Bei meinen Beispielen geht es jeweils nur um den Hund eines Gastes. Da haben natürlich die Gastgeber und ggf. auch andere Gäste noch ein Wörtchen mitzureden (ich war wirklich sehr dankbar, dass ich damals die Motte mitnehmen durfte, das wäre für mich sonst echt schwer geworden). Wenn es um die Hunde des Brautpaares bzw. der Gastgeber geht, ist es allein deren Entscheidung, die sie zuallererst daran festmachen sollten, wie das für die Hunde ist. Es gibt Hunde, die können sowas tatsächlich genießen. Es gibt Hunde, denen es zumindest nichts ausmacht. Es gibt Hunde, für die es Stress wäre. Es gibt Hunde, für die es so viel Stress wäre, dass sie am Ende die ganze Feier stören. Einzelfallentscheidung.