Lesen war echt mein Hobby, ich hab meine Bücher geliebt und es war echt schrecklich für mich, als ich auf Anordnung meiner Lehrerin ein ganzes Semester nicht mehr lesen durfte, damit ich "Schön schreiben" lerne. Meine Mutter hat damals all meine Bücher in Müllsäcke gestopft
Was ist das denn für eine Erziehungsmethode, das ist ja furchtbar. 
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Naja ich hab halt -für ein Mädchen - nicht "schön" genug geschrieben und meine Lehrerin hat halt empfohlen, mir alles zu verbieten, was mir Spaß macht, damit ich mich aufs "schön" Schreiben konzentriere. Ich durfte in dem Semester dann halt gar nix, außer Schreibübungen machen (und Zeitung lesen). In den Park gehen war auch gestrichen, Zeichenpapier wurde sehr rationiert und ich sollte halt einfach nur meine Übungen machen. Dass ich nimmer Lesen durfte, war aber echt das Schlimmste - Ich hab meine Bücher soooo vermisst.
Am Anfang hab ich mich natürlich sehr bemüht, schön zu schreiben, leider hab ich dafür kein Talent und alles war nicht schön geung, weshalb es mir irgendwann egal war und ich heute eine Saukralle hab, die seinesgleichen sucht - Also so ziemlich das Gegenteil von dem, was ich lernen sollte 
Ich hab mir dann meine Zeit mit Vogelbeobachtungen und Vogel-Statistiken an meinem Fenster vertrieben, das hat meine Liebe zur Ornithologie geweckt und war das einzig positive aus der Zeit.
Als ich dann meien Bücher endlich wieder haben durfte, war ich der gefühlt glücklichste Mensch auf Erden 