Beiträge von *Sascha*

    Zitat

    Für mich sind 12 Wochen = 3 Monate


    Naja, aber die Gleichung 13 Wochen = 3 Monate würde schon bedeutend genauer sein. ;) Es sind halt doch immer 2-3 Tage, die pro Monat fehlen, das macht auf 3 Monate gerechnet locker eine Woche und die macht, wenn man vergleichen möchte, in dem Alter doch schon einiges aus.

    Ich denke, wie man rechnet hängt einfach davon ab, wie man wiegt. ;) Wiegt man jede Woche rechnet man eben noch in Wochen. Ich hab z.B. immer in Monaten gerechnet, weil ich nur 2x pro Monat gewogen hab (immer am 10. und am 15. :D)

    Ich denke, mein Hund weiß sehr wohl, wer der "Boss" ist und das auch wenn er vor mir läuft :D

    Ich wiederhole mich ... :D Ein "Boss", der es nötig hat, seine Position immer wieder und in jeder Situation klar zu stellen, der ist ein sehr schwacher Boss.

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    Hallo Jana,

    vielleicht hast Du das schon mal weiter vorne in dem Thread geschrieben :???: ... aber wie sieht das praktisch aus? Ich als Anfänger kann da jetzt nämlich nicht 100%ig folgen. Wie erfolgt die Korrektur? Indem Du den Hund irgend ein Signal gibst? Sichtzeichen? Hörzeichen?

    Gruß,
    Martin

    ps: Falls Du es schon erwähnt hast, sag' einfach dass es vorne schon steht.


    Och, das kannst du mit Leckerlie machen, durch Bewegung, mit der Stimme (je nachdem, was dir liegt und was deinen Hund ausreichend motiviert) ... Wichtig ist, dass du die Aufmerksamkeit deines Hundes bekommst und er ein paar Schritte auf dich zu macht, die Leine locker wird und du richtiges Verhalten noch zeitnah zum "Übungsabbruch" (dem Stehenbleiben) bestärken kannst.

    EDIT
    Sinnvoll ist es, wenn du mit Leckerlie zurücklockst, das Leckerlie nicht sofort zu geben, sondern erst nachdem ihr ein paar Schritte an lockerer Leine gelaufen seid. Ebenso auch, wenn du mit Stimme oder Bewegung arbeitest, solltest du diese Motivation nicht sofort abbrechen, wenn die Leine sich lockert, sondern damit auch die ersten Schritte die Aufmerksamkeit deines Hundes noch bei dir halten.

    Ich denke, das Problem bei diesen "Standduellen" ist, dass man den Hund häufig einfach überfordert. Die wenigsten Hunde können damit anfangs etwas anfangen, wenn der Halter sich einfach passiv verhält und auf ein zu lobendes Verhalten des Hundes wartet. Deswegen verunsichert dieses Verhalten den Hund und stresst ihn, denn er versteht einfach nicht, was das soll.
    Andere Hunde, die sonst auch sehr "frei" erzogen werden, haben damit überhaupt kein Problem, fragen sich nur, was der komische Mensch nun wieder möchte und suchen entsprechend nach einer Lösung für das Problem.
    Ich halte, wie gesagt, gar nichts davon, den Hund dann im Regen stehen zu lassen. Wenn ich meinem Hund sage, nee halt stopp, du machst was falsch, dann sage ich ihm natürlich auch, was ich stattdessen von ihm will. Die wenigsten Menschen würden auf die Idee kommen einen Hund an die Leine zu nehmen und sich vor ihn zu stellen und dann zu warten, bis er irgendwann mal Sitz macht, um ihm so das Sitz beizubringen :D
    Warum also erwartet man dies bei der Leinenführigkeit?
    Also, wenn Hund "zieht", dann bleibe ich zwar stehen, aber nur um den Hund zu korrigieren und ihn wieder in "Position" zu bringen. Nach ein paar Wiederholungen ist dann klar, wie die Lösung für das "Problem" aussieht und er bringt sich selbstständig wieder in "Position". ;)

    EDIT
    Der Vorteil darin, wenn ich den Hund nach hinten schicke? Ich signalisiere ihm damit, dass ich jetzt allein das Kommando übernehme und er "die Klappe zu halten" hat.

    Zitat

    Doch Jana, es liegt natürlich in Deiner Hand, und dazu musst Du auch niemanden zwingen.

    Hunde "wollen" eine Führung, Kinder übrigens auch.
    Du musst diese Führung nur deutlich sichtbar zu erkennen geben.

    Es wird auch angenommen...und dies ohne Zwang.


    Britta, das will ich auch nicht bestreiten. Jedes Lebewesen auch der Mensch sucht Sicherheit, Halt und Führung.
    Mir geht es mehr um den Blickwinkel.
    Ich würde nie sagen, dass jemand respektlos ist, denn Respekt bekommt nur der, der ihn verdient. Ich kann die Vorraussetzungen dafür schaffen, dass ich eine Person bin, der man Vertrauen kann, der man Respekt entgegenbringen kann, die Führungsqualitäten hat, die Sicherheit vermittelt. Aber ich kann dies nur anbieten (und du hast recht, es wird dankbar angenommen), ich kann es aber nicht erzwingen.
    Ein Hund vertraut mir nicht, nur weil ich ihm vermittle "Du hast mich zu respektieren" im Gegenteil, er fühlt sich bedroht und wird sich vor dir ängstigen.
    Ein Führer, der es notwendig hat seinen Hund bei jeder Gelegenheit "zurechtzustutzen" und auf die Einhaltung der "Rudelregeln" zu bestehen, der ist schwach. Es mag sein, dass diese Hunde augenscheinlich sogar besser gehorchen, aber auf was basiert dieser Gehorsam? Ich möchte so einen Hund nicht!

    Zitat

    Ich habe leider Hunde kennengelernt, die dadurch nicht nur abnorm unterwürfig waren, sondern auch keinerlei "hundliche" Lebensfreude mehr zeigten.
    Streng genommen ein Bild des Jammers.


    Das lese ich gerade, wo ich dies abschicke ...

    Zitat

    Oder muss er sich den Respekt nicht eben doch verdienen durch Kompetenz, Geradlinigkeit, was auch immer?


    Na klar, aber es liegt eben nicht in meiner Hand, ich kann niemanden zwingen mich zu respektieren, egal was ich tue und egal in welchem Maße ich meine den Respekt verdient zu haben.

    Zitat

    Für mich sind die Hunde, die ihr Frauchen oder Herrchen wissentlich durch den "Dreck" ziehen, respektlos.


    Sehe ich nicht so, denn vor wem oder was sollten diese Hunde denn Respekt haben? Woher sollen die Hunde wissen, dass Herrchen und Frauchen nicht durch den Dreck gezogen werden wollen?

    LaGuapa
    Respekt bekommt man immer geschenkt, den kann man nicht erwerben, denn er geht immer von dem aus, der respektiert, nicht von dem, der respektiert werden will.

    Zitat

    Hi Sascha,

    ok, dann positive Verstärkung...ich tue mich schwer mit den Fachbegriffen...


    positive Strafe!

    Positive Verstärkung = etwas Angenehmes hinzufügen oder beginnen
    Negative Strafe = etwas Angenehmes wegnehmen oder beenden
    Positive Strafe = etwas Unangenehmes hinzufügen oder beginnen
    Negative Verstärkung = etwas Unangenehmes wegnehmen oder beenden

    Und nur um jetzt keine Missverständnisse aufkommen zu lassen ...
    Die Stehenbleibmethode ist eine Mischung aus negativer (die Leine lockert sich) und positiver Verstärkung (es geht weiter in die vom Hund gewünschte Richtung).