Beiträge von *Sascha*

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    Ich habe leider gedacht dass ich unsere Hündin einigermaßen gut ernähre, aber scheint ja wohl dann doch falsch zu sein :???:


    Nein, das muss nicht unbedingt sein. Es kann auch einfach gesundheitliche Ursachen haben (Stoffwechsel, Schilddrüse ...). Die Ernährung zu optimieren ist nur erstmal der erste Schritt ;)

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    Ich habe noch eine Frage, kann das hormonell sein? Sie bekommt nur 1 mal im Jahr für 3 Wochen die Läufigkeit, ist das normal? Wie oft bekommen Hündinen das im Jahr?


    1-3x im Jahr. Die meisten Hündinnen werden zwar 2x läufig, bei vielen Rassen ist aber das einmal läufig werden im Jahr normal.

    Es liegt nicht immer am Hundehalter bzw. den Sozialisationsumständen, aber in den meisten Fällen schon. Der Prozentsatz wo ein übersteigertes aggressives Verhalten auf eine genetische Disposition oder ein gesundheitliches Problem zurückzuführen ist, ist deutlich geringer.
    Aggressionsverhalten wird in erster Linie erlernt!

    Dass es sinnvoll ist, einen Hund in einem so schwerwiegenden Fall aus dem Umfeld des Opfers zu entfernen, darüber brauchen wir nicht streiten. Ebenso nicht darüber, dass der Hund in geeignete Hände übermittelt werden muss und an seinem Verhalten kompetent und unter abgesicherten Bedingungen gearbeitet werden muss. Natürlich muss ebenso eine Einschätzung und Prognose darüber abgegeben werden, ob dieser Hund und unter welchen Bedingungen er "resozialisierbar" ist und ob eine Resozialisierung unter diesen Bedingungen sinnvoll und erfolgsversprechend ist.
    Ihr sagt es doch selber, jeder Hund kann beißen und jeder Hund wird beißen, wenn er es in der Situation für angemessen hält!

    Natürlich kann man den Hund auch einfach einschläfern, er ist schließlich nur ein Tier.
    Dies aber pauschal aufgrund des Opferschutzes zu fordern, entbehrt jeder fachlichen Grundlage.

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    Hallo, wir haben eine Podenco-Colli-Mischlings-Hündin. Sie wurde im Juni junge 3 Jahre alt. Sie ist äußerst agil und fit, hat aber jetzt fast von heute auf morgen eine weiße (graue) Schnauze bekommen und wird um die Augen auf einmal auch schon ganz weißlich.


    Das liegt schlicht und einfach in erster Linie an den Genen, wann, wo und ob ein Hund ergraut. :D

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    Sie hat außerdem Haarausfall bekommen, kahle Stellen sind nicht sichtbar, das Fell ist nur dünner geworden als sonst.


    Das allerdings deutet schon auf einen gestörten Stoffwechsel hin. Ich würde sie einmal beim Tierarzt durchecken lassen (incl. Blutbild) und gleichzeitig bereits die Fütterung optimieren.

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    Ich würde sogar verlangen das ein solcher hund eingeschläfert wird. warum und weshalb er einem menschen sowas angetan hat, iss mir in erster linie egal. das opfer steht für mich über dem tier.


    Ah ja, und was hilft es dem Opfer, wenn der Hund nach der Tat eingeschläfert wird? :???:

    Martin, ich versteh schon was du meinst :D

    Aber was wissen wir schon wirklich? Wir können nie sicher sein, dass das was wir meinen zu wissen auch wirklich der "Wahrheit" entspricht. wir können uns nur der "Wahrheit" annähern indem wir Erfahrungen sammeln, forschen, probieren, diskutieren, abwägen ... aber wir werden NIE die einzige "Wahrheit" erkennen.

    Nur was wäre denn die Folge, würden wir uns nicht mehr dieser Problematik stellen? Stillstand! Wir würden uns nicht mehr weiterentwickeln, würden in dem verharren was wir kennen und bereits zu wissen glauben.

    Sicher ist es richtig, dass die Vielzahl der Meinungen und Methoden erdrückend und auch verwirrend auf den Anfänger wirken können. Ich sehe trotzdem nicht, dass es eine wirkliche Alternative wäre nichts oder nur noch erwählte Ratschläge und Erziehungsmethoden an sich heran zu lassen. Gerade die Auseinandersetzung mit den verschiedensten Methoden und ihrer Wirkungen fördert das, was der Anfänger so dringend sucht und braucht, das Verständnis für seinen Hund.
    Die Verwirrung bringt nicht die Auseinandersetzung mit den Methoden, die Verwirrung bringt der Anspruch des Suchenden die einzige unumstößliche "Wahrheit" zu finden, den einzigen richtigen Weg.
    Es geht nicht darum, das eine für gut zu befinden, das andere für schlecht. Es geht darum zu verstehen wie die einzelne Methode in welcher Situation wie auf den Hund wirkt. Was der Hundehalter/Anfänger nun aus diesem Wissen macht, das sei ihm selbst überlassen und liegt in seinem eigenen Ermessen.

    Ich weiß nicht, wie man sich aufgrund von zu viel Wissen und Information tatsächlich ernsthaft erdrückt oder überfordert fühlen kann. Denn was der Einzelne aus dem neugewonnenen Wissen macht, das liegt ganz in seiner Hand, ebenso liegt es in seiner Hand was er in "Fleisch und Blut" übernimmt und intuitiv nun anwendet.

    Mir schmeckt mein Salat immer noch ;)

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    Sascha,ich muss Dich ein bischen korregieren. Sicher gibt es auch Hunde,die diese strengen Regeln brauchen, und die HH haben vielleicht noch gar nichts anderes ausprobiert. Sie haben einen Hund,der wird schwierig,ich sezte mal vorraus sie fragen um Rat, und bekommen genau diesen. Du isst zuerst,Du gehst als erster durch die Tür,und und und. Sie hinterfragen nicht ,sondern machen. Sie wissen es am Anfang ja auch nicht besser Natürlich gibt es auch da Unterschiede.


    Irgendwie kann ich dir hier nicht so ganz folgen :???: Warum sollte der HUND jetzt diese Regeln brauchen? Nur weil der Halter diese Regeln einführt? Ich würde sogar sagen, diese Regeln KÖNNEN durchaus geeignet sein dem HALTER mehr Sicherheit und Führungsstärke zu vermitteln. Das heißt aber nicht, dass der Hund sie braucht. Nein, der unsichere Halter kann sich an diesem Gerüst "festhalten", er erlangt mehr Führungskompetenz und sein Hund wird sich so leichter von ihm führen lassen.

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    Aber,es gibt wirklich Hunde,da geht es nicht mehr anders. Die sind so vorgeschädigt,da müssen klare Grenzen rein,sonst übernehmen sie komplett die Chefrolle. Und dann gibt es wieder Hunde, deren Halter so unsicher sind,das der Hund automatisch die Führung übernimmt, dem aber gar nicht gewachsen ist, und der wird dann auffällig.


    Gegen klare "Grenzen" (was auch immer man darunter versteht ;)) habe ich mich auch nie ausgesprochen. Im Gegenteil, der Halter muss wissen was ER will und sollte den Hund dabei nicht allein lassen.

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    Ich weiss das so genau, weil ich fast alle 3-4 Wochen beim Wesenstest dabei bin. Dort sind Tierärzte und Psychologen, Traiener und halter versammelt. Ich kann die Tiere beobachten,aber auch deren Leute. Ihr glaubt a. nicht was man da alles zu sehen bekommt,b. man erkennt zu 85% die schlechte Beziehung der Halter zu ihrem hund und ahnt.wo der Hase im Pfeffer liegt.c. höre ich mir mit Erlaubnis die Beratungsgespräche und Auswertungen an. Die Prüfer dort halte ich ( nach meiner Meinung ) für recht kompetent. Und da gibt es sie eben, Hunde,die diese Regeln brauchen. Genau jene, hatte ich in meinem vorigen text gemeint. Aber wie gesgt,bis jetzt war jeder Hund aus dritter,vierter Hand.


    Was noch kein Gegenbeweis für meine These wäre, dass es in erster Linie an der Führungskompetenz des Halters liegt. Ich streite ja nicht ab, dass es auch unter den Hunden Unterschiede gibt und der Eine mangelnde Führungskompetenz eher verzeiht als der Andere ;)
    Die wenigsten Hunde wollen wirklich führen (das wurde ihnen ja auch jahrhundertelang abgezüchtet), die meisten werden in die Führungsrolle gedrängt, da ihre Halter nicht in der Lage sind Führung zu bieten.

    Vielleicht sollten wir häufiger den Blick vom Hund wenden und dagegen vermehrt an unseren Schwächen arbeiten. Ich denke, so manch einer würde sich wundern, wieviele Probleme des Hundes miteinmal verschwunden sind.

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    Auch bei diesem Aufforderungsbellen habe ich Tyler schon mal 'ausgesperrt' (ins Schlafzimmer). Wenn er dann nen Augenblick ruhig war, bin ich wieder rein zu ihm, habe gefragt ob er jetzt LEISE (soll der Begriff werden, um ihn zur Ruhe zu kriegen) ist und oftmals war dann auch Ruhe.
    Allerdings ist es auch schon vorgekommen, dass es ihn gar nicht zu stören schien, 'ausgesperrt' zu werden. Oder er bellte eben dann weiter.
    Aber wie gesagt, meistens klappte das ganz gut.

    Soll ich so weitermachen?


    Die Gefahr bei der Methode ist, dass er trotzdem weiterbellen könnte, weil er ja sein Ziel nicht erreicht hat bzw. er ja tatsächlich durch das "rauskomplimentieren" Aufmerksamkeit bekommt, wenn auch weniger angenehme ;)
    Ich würde da keinen großen Wirrwarr drum machen und ihn auch nicht unbedingt einsperren. Sondern einfach raus, heißt, bist du im Wohnzimmer und er "meckert" dann schnapp ihn dir, "schmeiß" ihn aus dem Zimmer und Tür zu, soll er sich doch eine andere Beschäftigung suchen. Irgendwann machst du die Tür ja sowieso wieder auf ... das passiert aber einfach so, auf ihn eingehen würde ich in dem Moment nicht.

    Wie gesagt, die Gefahr bei der Methode ist, dass er dann "draußen" weiter nervt und du dann doch wieder beim Ignorieren landest ... aber einen Versuch ist es wert.
    Er will deine Aufmerksamkeit und du "strafst" ihn dafür mit noch größerer Distanz -> Er muss gehen.