Martin, ich versteh schon was du meinst 
Aber was wissen wir schon wirklich? Wir können nie sicher sein, dass das was wir meinen zu wissen auch wirklich der "Wahrheit" entspricht. wir können uns nur der "Wahrheit" annähern indem wir Erfahrungen sammeln, forschen, probieren, diskutieren, abwägen ... aber wir werden NIE die einzige "Wahrheit" erkennen.
Nur was wäre denn die Folge, würden wir uns nicht mehr dieser Problematik stellen? Stillstand! Wir würden uns nicht mehr weiterentwickeln, würden in dem verharren was wir kennen und bereits zu wissen glauben.
Sicher ist es richtig, dass die Vielzahl der Meinungen und Methoden erdrückend und auch verwirrend auf den Anfänger wirken können. Ich sehe trotzdem nicht, dass es eine wirkliche Alternative wäre nichts oder nur noch erwählte Ratschläge und Erziehungsmethoden an sich heran zu lassen. Gerade die Auseinandersetzung mit den verschiedensten Methoden und ihrer Wirkungen fördert das, was der Anfänger so dringend sucht und braucht, das Verständnis für seinen Hund.
Die Verwirrung bringt nicht die Auseinandersetzung mit den Methoden, die Verwirrung bringt der Anspruch des Suchenden die einzige unumstößliche "Wahrheit" zu finden, den einzigen richtigen Weg.
Es geht nicht darum, das eine für gut zu befinden, das andere für schlecht. Es geht darum zu verstehen wie die einzelne Methode in welcher Situation wie auf den Hund wirkt. Was der Hundehalter/Anfänger nun aus diesem Wissen macht, das sei ihm selbst überlassen und liegt in seinem eigenen Ermessen.
Ich weiß nicht, wie man sich aufgrund von zu viel Wissen und Information tatsächlich ernsthaft erdrückt oder überfordert fühlen kann. Denn was der Einzelne aus dem neugewonnenen Wissen macht, das liegt ganz in seiner Hand, ebenso liegt es in seiner Hand was er in "Fleisch und Blut" übernimmt und intuitiv nun anwendet.
Mir schmeckt mein Salat immer noch 