Beiträge von *Sascha*

    Nee, erst das Leckerlie, dann das Auflösekommando, sonst belohnst du ihn nicht für das Liegenbleiben sondern für das Aufstehen :D

    Das Auflösekommando braucht nicht mit Leckerlie bestärkt werden, schließlich ist es ein Auflösekommando ;) und das ist normalerweise Bestärkung genung ...

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    Wir führen hier eine Diskussion- ich habe hier keine negativ Posts gesehen.


    Ich leider schon :/ Den Post, in dem darkshadow vorgeworfen wurde, sie hätte ihre Tochter besser schützen müssen und ihre 4-jährige Tochter hätte den Angriff vielleicht doch provoziert, den fand ich einfach sowas von daneben!

    Ansonsten frage ich mich im Augenblick, wer hier Hunde vermenschlicht ...
    ... die, die in einem Hund einfach das sehen, was er ist, einen Hund, der reagiert wie ein Hund.
    ... oder die, die einem Hund mörderische Gelüste zusprechen und dabei jegliche Möglichkeit korrigierend auf aggressive Verhaltensweisen (die erlernt und instinktgesteuert sind) einzuwirken negieren?

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    Ab wann fange ich dann mit Kontakt an?
    Wenn sie ruhig ist oder wenn sie komplett entspannt ist? Sprich auch keine Nackenhaare oben sind?


    Schwer zu sagen, ideal ist es natürlich, wenn sie ganz entspannt ist. Allerdings denke ich, da es ja für sie auch schon ein Erfolg ist, wenn sich nur die Nackenhaare sträuben (übrigens auch ein Zeichen von Unsicherheit, wenn sich die Haare über den gesamten Rücken aufstellen), würde ich sie auch schon für jedes weniger an Aggressiven Verhaltenweisen belohnen und dann langsam mit zunehmender Sicherheit die Anforderungen steigern.

    EDIT
    Unsicherheit darf und soll sie natürlich immer zeigen dürfen, das heißt ein Sträuben der Nackenhaare über den gesamten Rücken ist nicht als Rückschlag oder als negativ zu bewerten, ebenso nicht das Anlegen der Ohren etc.

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    Heute mittag kam wieder sein Aufforderungsgebell. Ich habe ihn dann aus dem Wohnzimmer verbannt und die Tür zu gemacht.
    Er bellte leider weiter, sodass ich in einer 'Bellpause' wieder die Tür aufgemacht habe (war ja gerade Mittagsruhe).


    Oh je, da habt ihr euch schon ganz schön festgefahren :/
    Dann würde ich jetzt doch mal in einer Hundeschule/bei einem Hundetrainer vorsprechen.
    Man könnte dir jetzt wohl auch online Tipps dazu geben, aber das mag ich nicht, ohne das Hund-Halter Gespann persönlich zu kennen.

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    Weiß schon was du meinst Sascha, die Frage ist wie baue ich den Kontakt zu anderen Hunden dann tatsächlich wieder auf?

    An der Leine, ohne Leine?
    Mit sofortiger Abwendung wenn sie wieder ins alte Schema fällt?


    Jupp, Kontakt gibt es nur, wenn sie sich ruhig verhält, allerdings dabei schon darauf achten, dass die Anforderungen für sie nicht zu hoch werden. Wenn es ihr leichter fällt auf den anderen Hund zu warten, anstatt sich ihm aktiv zu nähern, dann macht das zunächst so und steigert euch von mal zu mal. Wie gesagt, mit dem "alten Schema" sollte sie keinen Erfolg mehr haben.
    An der Leine würde ich gerade bei unsicheren Hunden keinen Kontakt erlauben. Ohne Leine hat sie deutlich mehr Möglichkeiten zu agieren und auch ihre Unsicherheit zu zeigen und muss dabei nicht, wie an der Leine, in ein aggressives Muster verfallen.
    Die Leine sollte sie weniger als Einschränkung sondern mehr als Sicherheit empfinden. An der Leine braucht sie sich nicht zu stressen, denn da übernimmst du den Part des "Aufpassers". Gib ihr Schutz und dazu gehört in erster Linie, dass sie die Möglichkeit bekommt sich in deinem "Windschatten" aufzuhalten, dass würde ich mit aller Konsequenz auch durchsetzen. Sie muss nichts klären - sie hat nichts zu klären.

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    Okay, ich kann natürlich die Aggression unterbinden, aber nicht die Körpersprache.

    Wenn ich Aggression unterbunden habe, sind wir wieder bei der Unsicherheit.

    Wie mache ich dann weiter?


    Naja, sagen wir es so, wenn ich meinen Hund hinter mir führe, dann heißt das für ihn, dass ich jetzt das Kommando übernehme und er sich einfach "ruhig" zu verhalten hat. Unsicherheit finde ich völlig okay und kann damit gut leben und dran arbeiten natürlich :D. Ich zeige meinem Hund aktiv, dass ich alles im Griff habe und er sich keine Sorgen machen braucht und natürlich wird ruhiges Verhalten auch positiv bestärkt, das heißt er erhält im besten Falle positiven Kontakt zum anderen Hund. Ich finde es sinnvoll, wenn der Hund eine Verhaltensalternative bekommt -> Er kann bei mir Schutz suchen, er ist nicht allein und muss sich dementsprechend auch nicht allein "sichern". Ich denke, dass der Hund mit der Zeit seine Unsicherheit ablegen wird, weil er sich eben in meiner Sicherheit weiß.
    Aber das wäre jetzt der Weg, den ich bei meinem Hund gehen würde. Ich weiß nicht, inwieweit das bei deinem Hund funktionieren würde. Ich habe diesen Ansatz überhaupt auch nur erwähnt, weil du ja nun kein Hundeanfänger bist. Es ist nämlich mit Sicherheit ein Ansatz, bei dem man sehr viel falsch und dann auch kaputt machen kann.

    P.S.
    Hast du den Thread zur Leinenaggression von Staffy schon gelesen?

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    Weiß der Hund das tatsächlich?


    Da Hunde ja ihr Sozialverhalten erst erlernen, denke ich schon, dass es zu einer solchen Fehlverknüpfung schnell kommen kann.

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    Wie hast du das dann gehändelt?


    Ich habe gar nichts gehändelt, weil es ja nicht mein Hund war ;) Es ging in dem Fall um einen Welpen, der unsere Hunde ankläffte, in diesem Fall sollte die Besitzerin den Hund einfach ignorieren und nicht zu unseren Hunden hinlassen. Ein wirkliches arbeiten an dem Problem war es jedoch nicht, sondern einfach nur erstmal eine adäquate Reaktion in der Situation.

    Wie ich bei meinem Hund vorgehen würde? Ich würde ihn abgewandt vom anderen Hund schräg hinter mir führen und jeden Aggressionsansatz sofort unterbinden.

    Meine Hundetrainerin hat zu einem solchen Verhalten einmal etwas gesagt, dass mir ein bißchen auch die Augen geöffnet hat, vielleicht hilft es dir auch.

    Sie sagte, dass ein Hund, der aus Unsicherheit an der Leine bellt und knurrt, genau in diesem Verhalten bestätigt wird, wenn er nach diesem Verhalten positiven Kontakt mit dem anderen Hund hat. Der Hund lernt so, dass Bellen und Knurren im Vorwege zu einem positiven Kontakt führen.

    Ich würde darauf achten, dass du dieses Verhalten "abstellst" bevor sie den Kontakt zum anderen Hund bekommt.

    Wie arbeitest du augenblicklich daran?

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    nur spielt das letztendlich alles keine rolle,


    Da gebe ich dir Recht, es spielt keine Rolle! Geschehenes ist geschehen und kann nicht mehr Ungeschehen gemacht werden. Im nachhinein einen Schuldigen suchen zu wollen ist menschlich, ändert aber an der Sachlage nichts mehr.
    Es ist irrelevant, wer Schuld ist, wichtig ist, dass Selbiges in der Zukunft verhindert werden kann.

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    denn es iss nichts geschehen, was den hund dazu "berechtigt" hätte. Er war gut erzogen, kerngesund und kannte kinder.


    Ein Hund fragt nicht nach einer "Berechtigung", er tut das, was ihm in der Situation am sinnvollsten erscheint.

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    Wie gesagt, ichd enke das ein hund eine hemmschwelle übertritt, wenn er mal beißt.


    Ein menschlicher Irrglaube, dem zum Glück nicht so ist. Ein Hund übertritt keine Hemmschwelle. Kein Hund hätte "Hemmungen" zuzubeißen, er tut einfach das, was er für "richtig" hält.

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    Allerdings halte ich solche hunde für wesentlich gefährlicher


    Zum Glück ist dem nicht so. Ein Hund, der bereits gebissen hat, ist nicht grundsätzlich gefährlicher als ein Hund, der noch nie gebissen hat. Der Unterschied ist, dass bei einem Hund, der schon gebissen hat, die Probleme offen liegen und nicht mehr falsch interpretiert werden können.

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    und sorry, aber ich denke auch, das bei einem tier sowas überhaupt nix bringen würde.


    Da irrst du!

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    Das raubtier schlummert weiterhin in ihm und keiner weiß, wann er denn wieder 2ausbricht".


    Das "Raubtier", wie du es nennst, schlummert in jedem Hund. Dabei macht es keinen Unterschied, ob der Hund bereits auffällig geworden ist, oder nicht.