Beiträge von *Sascha*

    Zitat

    Und wie sieht es da mit einem Zwischending aus Platz und Down aus. Bezeichnen möchte ich es mal als "Konsequentes Platz" aus jeder Situation heraus bis zum abholen. Dabei ist mir egal ob der Kopf flach auf dem Boden liegt oder ab der Hund den Kopf oben hat. Einfach als Notbremse gesehen.


    Das handhaben sogar einige Jäger so, vielen Hunden fällt es sogar leichter, weil sie das Wild nicht aus dem Blick verlieren.

    Im Prinzip ist ein Down so ein "konsequentes Platz". Entscheident ist, dass dem Hund von Anfang an vermittelt wird, dass er keine Wahl hat - niemals!

    Jasmin
    Ich weiß es nicht. Ich denke, es hängt auch sehr vom Hund ab.

    Zitat

    Blitzartiges Zusammenbrechen, mit Kopf flach auf dem Boden liegend, wird der Hund nur dann ausüben, wenn er Unangenehmes dadurch erfahren hat, wenn er es nicht macht.


    :???: Ist nicht gerade auch die Unmöglichkeit des Nichtmachens ein wichtiger Baustein des Down?


    Viviane
    Es ist doch schön, dass dein Hund sich immer zurückpfeifen lässt bzw. umdreht. Freu dich doch!
    Hier geht es aber um eine Möglichkeit den Hund zu stoppen, wenn eben dies nicht mehr funktioniert, weil der Hund schon längst geistig völlig weg ist. Das Down ist so eine Möglichkeit ihn in die "Realität" zurückzuholen, dieses Kommando geht eben noch viel weiter als andere Kommandos vordringen können.
    Eine ganz andere Frage ist es, ob man es aufbauen sollte

    Zitat

    wenn ein Hund mit Jagdtrieb , sich ins "Down" pfeifen lässt... und dafür zugänglich ist , dann klappt dieses auch mit "dreh dich um". Es ist eine Sache der Motivation des Hundes.


    Eben nicht, das Down ist ein Reflex, keine Frage der Überlegung, der Motivation oder der Abwägung.

    Zitat

    Ein "Down" ohne Starkzwang ( schmerzen/teletak etc) wird in einer solchen heiklen Sitution meist nicht klappen.


    Das Down wird in erster Linie über psychischen Druck aufgebaut, dafür brauchst du kein Teletak und auch die Zufügung von Schmerzen ist nicht notwendig, wenn dann werden solche Starkzwangmittel nur zur Absicherung eingesetzt.

    Zitat

    Wenn man es schaffen möchte den Hund sicher ins Liegen zu bringen, obwohl der Hund gerade dabei ist anzujagen- dann wird man dies, wenn nur mit Starzwang schaffen.

    Zitat

    Es ist einfach eher möglich den Hund zum umdrehen und halt machen zu bewegen - nur durch positives Training, als ihn den Kopf runter nehmen und sich hinwerfen zu lassen.


    Widersprechen sich diese beiden Aussagen nicht? :???:

    Zitat

    Obwohl ich sowieso mehr vom vorrausschauenden Handeln halte - den Hund bevor er in gänzlich in den Jagdrausch verfällt abrufen/stoppen zu können.


    Vorausschauend ist gut! Manchmal kommt leider der Hase nicht so vorausschauend wie man das gerne hätte. Hab ich dann einen Hund, der mit normalen Mitteln nicht zu stoppen ist (und ja die gibt es) und befinde mich in einem Gebiet, wo der Jagdpächter schnell den Finger krumm macht ... ja, dann ist es ein bißchen die Frage nach Pest oder Cholera ... :/

    Zur Ausgangsfrage:

    Drücken wir es mal so aus ...

    Ich denke, es gibt viele Hunderassen, die deutlich besser zu deinen Bedürfnissen passen.

    Du möchtest deinen Hund gerne als Reitbegleithund einsetzen, zudem kenne ich es so (bin auch Reiterin) dass man die Bedürfnisse eines eher leichtführigen Hundes mit wenig Jagdtrieb eher befriedigen kann.

    Hättest du die Zeit deinen Hund neben den Pferden (sei ehrlich zu dir selbst ;)) ausreichend auszulasten?
    Im schlechtesten Fall hast du mit einem solchen Hund zwei Hobbies, die sich NICHT kombinieren lassen.
    Ich denke, die meisten Reiter sind doch darauf angewiesen, dass die Bespaßung von Pferd und Hund gleichzeitig bzw. sich überschneidend stattfinden kann. Bei einem Münsterländer stehen die Chancen hierfür jedoch nicht besonders günstig.

    Zitat

    Ein zuverlässiges "platz" oder ein sofortiges umderehen und "halt" des Hundes reicht doch auch völlig aus.


    Für was reicht es aus? Dafür einen Hund aus der Jagd zu pfeifen/rufen? Haha, dann hat der Hund aber auch nicht wirklich viel Jagdtrieb ...

    Zitat

    Ich denke schon dass ein "down" ohne Starkzwang vom Hund ausgeführt werden kann, nur eben nie so 100% zuverlässig und schnell - wie man es bei Jägershunden etc. sehen kann.


    Was verstehst du unter Starkzwang?

    Zitat

    Da ist ein Platz für den Hund viel angenehmer und effektiver.


    Angenehmer sicherlich, aber effektiver :???:

    Nochmal, wir reden hier doch nicht von einem Steh oder Platz aus Entfernung. Auch nicht von einem Hund, der Stöckchen jagt oder auf einen Menschen/Hund freudi zu rennt.
    Es geht bei dem Kommando ausschließlich darum einen Hund, der sich bereits im "Jagdrausch" befindet zuverlässig zu stoppen.

    Ich schließe nicht aus, dass man auch dies positiv aufbauen kann, aber zwischen einem einfachen Steh oder Platz und einem Down liegen Welten!

    Zitat

    Ist es denn aber nicht so, das dieses Down (wie ich es kenne) auch innerhalb der Jagdsequenz geht? Also keine Ahnung, ich kenn mich damit ned so aus :ops:


    Ja, genau dafür ist es da.

    Ich weiß nicht, ob man es auch positiv verknüpfen kann. Lotte (auch hier aus dem Forum mit einem Weimaraner ;) ) hat es zumindest so getan.

    Mich würde auch interessieren wie es die Hüte-Leute aufbauen, auch wenn der Trieb da sicher um einiges schwächer ist.

    Und um nochmal auf das Bsp. mit dem freuenden Hund und Mann zurückzukommen. Ich denke, es ist sicher eine Situation, die guten Gehorsam erfordert, aber immer noch nicht mit der Situation AM Wild zu vergleichen.

    Eines ist jedenfalls sicher, das Down negativ aufgebaut ist wirklich ziemlich heftig. Ich würde mir gut überlegen, ob du es wirklich brauchst.

    Beim Tierarzt? :lachtot:

    Da brauch ich keine Leckerlies, auf den freut Sascha sich auch so ...
    Er ist immer schon ganz aus dem Häuschen, wenn wir aussteigen. Im Wartezimmer kann er es dann kaum noch abwarten bis die Tür aufgeht und er dran ist. :irre: :???: :lachtot:

    Sascha darf überall hin.
    Allerdings sind unsere Türen (fast) immer zu, weil der Flur nicht beheizt ist :^^:
    Eine richtige Lösung habe ich noch nicht für das Problem, weil ich natürlich nicht immer dem Hund die Türen öffnen möchte, aber ihn ja auch nicht ein- oder aussperren will.
    Ähnliche Situation (wenn auch aus anderem Grund) wie bei dir.

    Momentan läuft es so, dass ich mich innerhalb des Hauses nicht darum kümmer, wo er ist. Kommt er mit rein ins Zimmer - gut. Bleibt er im Flur -auch gut. Will er das Zimmer wechseln, dann klopft er an :roll: und ich lass ihn dann rein/raus oder schick ihn auch weg und er muss da bleiben wo er ist.

    Zitat

    Sorry Sascha,

    aber was ist falsch daran schon bei einem Welpen mit dem alleinsein anzufangen.

    Erst in dem man den Müll rausbringt und langsam minutenweise steigert
    :???:
    Ich halte das überhaupt nicht für Quatsch.

    Sondern für einen Entwicklungsprozess der wichtig ist und später viel Streß erspart.
    Für Hund und Halter.

    LG Ulli

    Zitat

    Wichtig ist, dass die Zeiten dem Lebensalter des Hundes und seiner individuellen Konstitution angepasst sind.


    Angepasst heißt für mich, dass ich mit dem Hund dann beginne, wenn er bereit dazu ist. Das heißt, wenn ich an seinen Signalen erkenne, dass er mit einer zeitweisen Abwesenheit meinerseits klar kommen wird.
    Das heißt aber eben nicht, umso früher umso besser!
    Alleinsein ist keine Frage der Gewöhnung, sondern eine Frage der "Reife".