Natürlich kann ich in jedem Hund einen potentiellen Totbeißer sehen, ich kann auch in jedem Menschen einen potentiellen Mörder sehen ...
Spaziergänge und Jogger/Fahrradfahrer, mein Hund läuft frei.
Sehe ich den Jogger rechtzeitig dann rufe ich meinen Hund ran oder lass ihn abliegen, wenn das Ranrufen nicht mehr möglich ist. Überrascht mich der Jogger und ich habe keine Zeit mehr zu reagieren, dann ist das nicht mein Problem. Mein Hund belästigt weder Jogger noch jagt er hinter Fahrrädern hinterher. Wenn jemand meint, er kann uns passieren, ohne dass ich Zeit gehabt hätte meinen Hund zu sichern, sein Problem bzw. eigentlich eh kein Problem.
Reicht meinem Gegenüber die von mir vorgenommene Sicherung meines Hundes nicht aus (zu wenig Abstand, keine Leine etc.), dann steht es ihm frei mich anzusprechen und ich sichere meinen Hund entsprechend seiner Ängste - Kommunikation ist alles ;).
Ich sehe es als meine Aufgabe an, meinen Hund so zu führen, dass er keine Gefahr für seine Umwelt darstellt.
Alle Sicherungsmaßnahmen, die darüber hinaus gehen, bin ich im individullen Fall (ängstlicher Mitmensch)gerne bereit durchzuführen, allerdings erwarte ich dann schon von meinen Mitmenschen, dass sie mich auf ihre Ängste hinweisen und mich um entsprechende Maßnahmen bitten. Dann ist es für mich absolut Selbstverständlich Rücksicht zu nehmen (Selbst wenn jemand pöbelt nehme ich Rücksicht).
Ich sehe es aber nicht ein grundsätzlich für meinen Hund alle möglichen (eigentlich überflüssigen) Sicherungsmaßnahmen zu ergreifen, nur weil uns jemand begegnen könnte, der evtl. sehr ängstlich Hunden gegenüber reagiert.