Beiträge von *Sascha*

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    aber wie gesagt wenn ich die gründe die am anfang aufgezält wurden mir nur deshalb einen hund zulege, bin ich der meinung das es vieleicht doch besser sein könnte sich keinen hund zu kaufen sondern eine katze oder ein anderes tier.


    Warum?
    Es wurde gar nicht geschrieben wieviel Zeit, wieviel Mühe und wieviel Arbeit man bereit ist in einen Hund zu stecken. Insgesamt kann man nur feststellen, dass man weniger Zeit und Mühe aufwenden will. Aber weniger Zeit als was?

    Ich habe mir auch einen Hund angeschafft, der mit weniger Bespaßung zurecht kommt, der kaum extra Bespaßung braucht.
    Ein Border Collie, ein Husky, ein Herdenschutzhund, aber auch ein Beagle, ein Dackel oder ein Mops, die würden in mein Leben nicht passen. Ich hätte z.B. gar nicht die Zeit am Jagdtrieb eines Huskys oder Beagles zu arbeiten, ich hätte keine Zeit meinen Border auszulasten und auch nicht die Möglichkeiten ihn an Schafen zu arbeiten. Für einen Dackel oder Mops müsste ich viel extra Zeit erübrigen, weil die unmöglich bei meinen Ausritten mitlaufen könnten, ein Podenco z.B. würde bei den Stallarbeiten frieren.

    Mein Hund jedoch, der passt so in mein Leben, dass ich kaum extra Zeit für ihn erübrigen muss. Er begleitet mich eben durch meinen Alltag und erhält dabei ganz nebenbei seine Auslastung.

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    Sascha: wir haben uns unseren Hund auch in aller erster Linie nach den Bedürfnissen ausgesucht, aber damit WIR dem Hund gerecht werden können, nicht er uns :???:


    Naja, ich denke euer Hund wird auch euch Bedürfnisse befriedigen. wozu hättet ihr euch sonst einen Hund angeschafft? ;)

    Jupp, und genau das meine ich damit, ich suche mir einen Hund aus, der möglichst problemlos in mein Leben zu integrieren ist. Und genau die Idee hat doch zumindest derjenige, der sich gegen einen großen Hund entscheidet, weil er ihm nicht gerecht werden würde, auch schon einmal. Das ist so betrachtet nämlich eigentlich schon gar kein schlechter Ansatz. Natürlich hat der Mensch vielleicht falsche Vorstellungen davon, welche Bedürfnisse bestimmte Rassen haben, aber er hat zumindest schon einmal den Schritt getan einzusehen, dass nicht jeder Hund für ihn geeignet ist und in seine spezielle Lebenssituation passt. (Keine Träume a'la: Ich möchte einen Hund, der aussieht wie ein Wolf ... ;) )

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    @ Sascha, hm, also ehrlich gesagt finde ich nicht, dass ein kleiner Hund anders erzogen werden sollte als ein Großer = Hund ist Hund und anspringen geht gar nicht. Dass es vom Kräfteverhältnis her einen Unterschied gibt zwischen Schäferhund und Malteser will ich gar nicht bestreiten, aber Anspringen finde ich bei Beiden nicht toll. :/


    Er muss ja auch nicht zwingend anders erzogen werden ;) Aber ich muss z.B. gestehen, dass es mich überhaupt nicht stören würde, wenn ein Malteser mich anspringen würde, während das selbe Verhalten bei einem Schäferhund schon gefährlich werden kann (Einfach aufgrund der Kräfteverhältnisse.

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    Das Zauberwort ist Konsequenz bei jeder Rasse und wenn jemand z.B. Angst vor Hunden hat, kann auch ein Malteser abschreckend wirken, der nicht gut erzogen ist. ;)


    Sicher kann auch ein Malteser abschreckend wirken, aber die Wahrscheinlichkeit ist bei einem Rottweiler um ein Vielfaches höher. Einen Malteser empfinden die meisten Menschen, egal wie schlecht erzogen, meist einfach nur niedlich, während ein Rottweiler, egal wie gut er hört, bei vielen Menschen Furcht auslöst. Das zu leugnen, geht einfach an der Realität vorbei.

    Und natürlich will ich damit nicht sagen, dass ein kleiner Hund nicht erzogen werden sollte, ich will damit nur sagen, dass ein schlecht erzogener großer Hund ein deutlich größeres Problem verursacht als ein unerzogener kleiner Hund.

    Im Prinzip geht es mir auch weniger um den Unterschied großer vs. kleiner Hund. Natürlich gibt es viele kleine Hunde, die deutlich anspruchsvoller sind, als manch großer Hund. Jedoch kann ich, wie gesagt, nichts verwerfliches daran finden, wenn es einem bei der Auswahl seines Hundes auch darum geht, ein möglichst anspruchsloses Exemplar zu wählen bzw. eben einen Hund, der mit seinen Ansprüchen in mein Leben passt. Das heißt ja nicht automatisch, dass man nicht auf die Bedürfnisse seines Hundes eingehen würde, wenn diese sich als doch anders als zunächst erwartet herausstellen sollten.

    Ich steh jedenfalls dazu, dass ich meinen Hund so ausgewählt habe, dass ich eine gute Chance darauf habe, dass er sich meinem Leben anpasst und seine Bedürfnisse in meinem Alltag befriedigt werden.

    Ehrlich gesagt habe ich mich aus einem ähnlichen Grund für einen Schäferhund-Retriever Mix entschieden. Bei einem Mix aus zwei leichtführigen Rassen ist die Wahrscheinlichkeit einfach größer, dass der Hund tatsächlich irgendwann mal einfach nur nebenher laufen kann und man nicht ein Leben lang sich mit allen möglichen Problemen rumschlagen muss.

    Natürlich war ich auch darauf vorbereitet, dass gerade mein Exemplar da eine Ausnahme bildet :P

    Also vom Prinzip her kann ich es schon nachvollziehen, wenn man zu einem von der Rasse her, eher einfachen Hund tendiert, um den Aufwand für den Hund zu minimieren. Das heißt ja nicht automatisch, dass man sich nicht an den Bedürfnissen seines Hundes orientiert bzw. sich nicht ausreichend mit ihm beschäftigt.
    Aber ich bin ehrlich, ein "schwieriger Hund" wäre in meinem Alltag nur mit sehr viel Aufwand und zurückstecken meinerseits zu integrieren.

    Natürlich ist es Quatsch, das allein an der Größe festzumachen. Aber da ist schon etwas dran, dass man mit einem Shi Tzu eher nicht so viel läuft wie z.B. mit einem Schäferhund. Andererseits wird ein Jack Russel einen höheren Bewegungsbedarf haben als ein Molosser.
    Der einfachste Hund ist immer der, der in die spezielle Lebenssituation des Halters passt. Und wenn ich da eher zu einem einfachen Hund tendiere um mir das Leben nicht unnötig zu verkomplizieren, dann kann ich daran zunächst einmal nichts verwerfliches finden.
    Und natürlich stört es z.B. bei einem Mops auch nicht so sehr, wenn er anspringt, wie beispielsweise bei einem Rottweiler. Ich will damit nicht sagen, dass kleine Hunde keine Erziehung brauchen, allerdings kann man schon davon ausgehen, dass man da an manche Sachen einfach etwas relaxter herangehen kann.

    Mensch, gestern habe ich gerade noch an den Thread gedacht und mich gefragt, was wohl daraus geworden ist.

    Sind jetzt alle Hunde aus der Familie raus? Oder nur die Welpen? 8 Wochen dürften die ja noch gar nicht sein :???:

    Freut mich auf jeden Fall zu hören, dass euer Einsatz Erfolg gebracht hat. Ich hoffe die Userin hat keine familiären Probleme bekommen dadurch.

    Gestern auf dem Hundeplatz hatten wir mal wieder so eine Sternstunde, die mich schwer beeindruckt hat.

    Wie ich ja schon häufiger mal berichtet habe, gibt es bei uns in der Hundeschule eine Spielstunde an der auch einige sozial unverträgliche bzw. nur bedingt verträgliche Hunde teilnehmen.
    So auch eine Rottweiler-Mix Hündin. Seit drei Jahren geht diese Hundehalterin nun mit ihrer Hündin auf den Platz, drei Jahre lang steht diese Hündin nun schon jeden Sonntag neben ihrem Frauchen auf dem Platz und wartet darauf, dass die das Zeichen zum Aufbruch gibt. Jeder Hund, der sich ihr nähert wird weggebissen und sie entfernt sich selbst kaum mal einen Meter von ihrem Frauchen.

    Und gestern ist es nun passiert. Zur Hälfte der Stunde viel uns schon auf, dass sich die Hündin auffällig weit von ihrem Frauchen entfernt und es sogar zuließ, dass andere Hunde gemeinsam mit ihr schnüffelten bzw. ein Hund ihr dabei sogar unterm Schwanz schnüffeln durfte, ohne dass sie irgendein Zeichen von Aggression oder Abwehrverhalten zeigte. Klar, sie war steif und keinesfalls locker, aber es war etwas, was sie bis vor Kurzem noch überhaupt nie zugelassen hätte.

    Aber was dann zum Ende der Stunde passierte, als ein Teil der anderen Hunde bereits den Platz verlassen hatte, damit hätte wohl keiner von uns gerechnet. Die Hündin versuchte zu spielen! Natürlich noch unbeholfen und unsicher und ihr "Auserwählter" fühlte sich dabei eher eingeschränkt als auserkoren ;) aber sie versuchte zu spielen.
    Selbst als ihr Frauchen die Leine hob, sonst das langersehnte Zeichen zum Aufbruch, was jedesmal freudig und ungeduldig jankend zur Kenntnis genómmen wird, konnte sie das gestern nicht ablenken.

    Ich bin gespannt was die nächsten Wochen bringen.

    Gestern war ich echt beeindruckt, was mit Geduld und Ausdauer und dem richtigen Konzept möglich werden kann.
    Ich hätte nie gedacht, dass diese Hündin jemals über den Punkt, andere Hunde auf Abstand zu akzeptieren, hinauskommt.

    Naja :D Bei meinem Hund brauche ich keinen Besenstiel. Da reicht ein lauteres Wort bzw. auch ein etwas energischeres körpersprachliches Dazwischentreten von mir. Ein Besenstiel tut halt da gute Dienste, wo sich so ein Verhalten schon etabliert hat und der Hund sein Tun nicht so schnell abbrechen mag. Aber deswegen ja auch mein Hinweis, dass man das am Sinnvollsten unter kontrollierten Bedingungen und mit Hilfe eines Trainers angeht.

    Bei der Wasserspritzmethode hätte ich so ein wenig die Angst, dass der Hund diesen unangenehmen Reiz mit den anderen Hunden verbindet und dann kann das Ganze eben auch nach hinten losgehen. Diese Gefahr besteht bei der "Besenstielmethode" eben nicht, weil ganz gezielt das unerwünschte Verhalten abgebrochen wird.

    Ich möchte ja auch gerade nicht, dass mein Hund andere Rüden nur meidet, sondern ich möchte, dass er lernt mit anderen Hunden auf normaler Basis zu kommunizieren. Ich denke, gerade bei einem Junghund sollte man doch mit dem etwas höheren Anspruch an die Sache herangehen. Bei älteren Hunden mit festgefahrenen Verhaltensmuster muss man sich natürlich häufig mit dem Teilerfolg des Meidens zufriedengeben.

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    Ich finde sie gut,dem Hund wird nicht weh getan und wenn ich los schreie erschreckt sich ein Hund auch.Sogar meine Staffelleitung hat mir diese Methode empfohlen.Es ist sehr efektiv und ein Trauma bekommt ein Hund dadurch auch nicht.Aber das muß jeder für sich entscheiden. :^^:


    Hab ich auch nicht geschrieben :^^:
    Man sollte nur wissen auf was diese Methode beruht und wie sie auf den Hund wirkt.

    Insbesondere sehe ich es eher kritisch, wenn auf der einen Seite manche aversiven Methoden abgelehnt und auf der anderen die Wasserpistole als "sanfte" Methode empfohlen wird.

    Ich behaupte, dass eine sinnvoll aufgebaute Erziehung auch ohne diese Methode funktioniert. Es natürlich möglich ist durch eine solche Methode eine Verhaltensweise relativ schnell abzustellen, dabei aber durchaus bei unsachgemäßer Benutzung Gefahren bestehen.
    Auf jeden Fall sollte man sich jedoch ernsthaft Gedanken über seinen Erziehungsstil machen, wenn man Wasserpistole, Wurfkette oder Rappeldose im Dauereinsatz nutzt. ;)

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    Die Spritzpistole ist eine sanfte aber effektive Methode seinen Hund zurechtzuweisen,sie wird dir so gut wie von jedem empfohlen.Also keine Panik alles richtig gemacht. :D


    Naja, sie funktioniert halt über Schreck und Meideverhalten, ob man diese Methode "sanft" nennt ist sicher Ansichtssache.

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    Ja, es ist besser als andere..das stimmt!


    Ich würde sogar sagen deutlich besser. Klar sind z.B. keine Prozente für den Trockenfleischanteil angegeben, aber wenn man die Zusammensetzung mit dem angegebenen Protein- und Fettwert vergleicht, dann scheint da so wenig Fleisch nicht drin zu sein. Auch ist die Deklaration ja wirklich absolut offen.

    Weiß jemand, wer das Futter herstellt?