Beiträge von *Sascha*

    Zitat

    Nach starken Stromschlägen kann die Reaktion sogar erst nach
    einigen Tagen auftreten.


    Aber doch nicht nach einem Stromschlag von einem Weidezaungerät.

    Der Hund ist einfach danach total verunsichert, hat er doch, für ihn aus heiterem Himmel, einen ziemlich deftigen Stromschlag bekommen. Den muss er jetzt erstmal "verdauen" und natürlich erwartet er ihn nun überall. Deswegen ist er unsicher und muss nun erst wieder Vertrauen in seine Umgebung aufbauen. Aber das wird wieder ;)

    Sascha ist auch so ein Sensibelchen und der hat schon mehr als einmal Kontakt mit dem Weidezaun geknüpft. Das lässt sich hier leider kaum vermeiden. :/

    Hallo Tanja,
    hab ich etwas überlesen?

    Keiner hier hat doch gesagt, dass Sylvi den Hund abgeben soll! :???: Und niemand sagt, dass es unverantwortlich ist, dass sie Charly behält bzw. nicht mal, dass sie nicht mit ihm Gassi laufen kann und soll.

    Es geht doch einzig und allein um die Situation, dass sie mit zwei Hunden gleichzeitig geht und deswegen Charly und Chandro beide nicht halten kann. Diese Situation lässt sich ganz einfach verhindern, indem man nämlich nur jeweils einen Hund an die Leine nimmt. Jede Diskussion darüber, ob es verantwortungslos ist mit einem Hund Gassi zu gehen, den man nicht halten kann, geht doch hier völlig am Thema vorbei!

    Deswegen doch der Ratschlag mit jedem Hund einzeln zu üben, bis es auch gemeinsam klappt.


    Huhu Sylvi,
    Entschuldigung angenommen.
    Ich weiß doch auch, dass es nicht deine Art ist, deswegen ja auch meine Verwunderung über deinen Beitrag vorhin ;)
    Ist ja auch eine Sch... Situation, wenn es mit beiden Hunden zusammen nicht klappt. Aber da hilft echt nur mit beiden Hunden zu arbeiten und zwar einzeln.
    Und du schaffst das!

    Zitat

    Und jetzt sage ich mal was ganz schlimmes:

    Ich bin davon überzeugt, dass ein normal gebauter Mensch, einen sehr großen und kräftigen Hund NICHT halten kann, wenn dieser total ausflippt.
    Wenn also eine Situation eintritt, in der der Hund unberechenbar reagiert, dann ist es vorbei mit Halten.


    Und ich weiß, dass es geht! Das richtige Timing spielt eine viel größere Rolle als die vorhandene Kraft. Du musst nur wissen, wann du wo einwirken musst, dann hast du ziemlich große Chancen sogar ein Pferd zu halten.

    Zitat

    Hunde nicht halten können...

    Auch ein interressantes Thema.

    Wenn es große, kräftige Hunde sind, ist es schon schwierig.

    Wer kann das schon, wenn es hart auf hart geht ??


    Ganz ehrlich, die einzige Situation, in der ich meinen Hund jemals halten können musste, das war als er mit Anlauf in die 20m Schleppe gelaufen ist, weil er ein Kaninchen verfolgen wollte.
    Ich würde also sagen, die Wahrscheinlichkeit, dass mein Hund mich aus den Socken haut geht im normalen Alltag gegen Null.

    Je größer und schwerer das Tier ist, welches ich an der Leine habe, desto besser muss es erzogen sein. Bei mir gibt es in der Erziehung von Anfang an (typisch Pferdehalter vielleicht?) ein absolutes No-Go und das ist, niemals darf die Leine oder der Strick auf Spannung sein. Das sitzt, beim Hund wie bei den Pferden felsenfest und macht das Leben richtig einfach!

    Und einfach muss es auch sein, wenn man jeden morgen 2400kg auf die Weide führt und ja, ich behaupte, ich KANN sie halten!

    Spielt aber hier überhaupt keine Rolle! Sylvi hat das Problem mit ihren Hunden und ihr hilft es überhaupt nichts, zu wissen, dass ich meine Tiere halten kann. Vielleicht wird sie nie in der Lage sein beide Tiere gemeinsam zu führen, auf jeden Fall geht sie momentan ein viel zu hohes Risiko ein, wenn sie es versucht und bringt damit sich und andere in Gefahr!

    Sag mal sylvi, welche Laus ist dir denn über die Leber gelaufen? :???:

    So ist es eben, an unseren Problemen müssen wir arbeiten und dabei spielt es überhaupt keine Rolle woher die Probleme kommen.

    Wenn du die zwei Hunde nicht gemeinsam führen kannst, dann musst du eben mit beiden einzeln weiter trainieren bis es klappt. Aber es ist absolut verantwortungslos mit zwei Hunden loszuziehen, wenn du vorher schon weißt, dass du sie in bestimmten Situationen nicht halten kannst!!!

    Zwei Hunde zu führen erfotrdert nunmal ein gewisses Maß an Erziehung und wenn die Hunde, die nicht haben, dann kann man sie eben nicht gemeinsam führen, solange bis sie sie haben.

    Wenn Charly nie 100% wird, dann musst du mit Chandro eben umso mehr arbeiten und wenn du das nicht hinbekommst, dann wirst du die Hunde eben nie gemeinsam führen können! Und das sage ich nicht, weil ich dich ärgern will, sondern weil es die Wahrheit ist!

    Und woher weißt du bitte welche Probleme ich habe oder nicht? Ich trete meine Probleme eben nicht immer hier breit, ich arbeite an ihnen und versuche mit der Situation so erstmal klar zu kommen!

    Vielleicht sollte ich auch mal einen Thread eröffnen: "Kann meinen Hund nicht mit zum Ausritt nehmen, weil er jagt!" :???:
    Aber so ist das halt, also gehe ich momentan doppelt und ich weiß auch nicht, wie schnell sich das bzw. ob sich das überhaupt jemals ändern wird! Aber ohne Schleppe geht es eben momentan noch nicht und mit Schleppe am Pferd geht auch nicht.
    So what?
    So ist das Leben!

    Dies soll ein kleiner Mutmach-Thread sein, für diejenigen, die hier verzweifelte Fragen stellen und vielleicht schon fürchten mit ihren Problemen allein zu sein ;)

    Ich wette, jeder von euch hat Baustellen an denen er ganz aktuell mit seinem Hund arbeitet.


    Saschas und meine Baustellen:

    - das Jagdproblem
    Momentan unsere größte Baustelle, die mir auch am meisten Kopfzerbrechen macht, für das aber kurzfristig auch keine Lösung zu erwarten ist, weil da ja noch unser

    - Abstandsproblem oder auch Zurückbleibproblem
    wäre. Leider meint Sascha nämlich, dass ein Radius von mehr als 100m völlig ausreichend ist. Und leider hat er auch keinerlei Verlustängste und gerät keineswegs in Aufregung wenn ich mal einen Moment nicht zu erblicken bin ... dann benutzt er die Nase und kommt halt hinterher ... :D und dann wäre da noch unser

    - Rückrufproblem
    Komm ich heute nicht, dann komm ich morgen oder so :???: Sascha ist kein besonders hektischer Hund. Er kommt zwar, aber in einem Tempo, dass einem die Lust vergeht. Und dann arbeiten wir noch an unserem

    - Wegwetzproblem
    Insbesondere dann tritt es auf, wenn wir bei uns auf dem Hof sind, der nicht eingezäunt ist, aber netter Weise an die (wie sagt ein User hier immer so schön) Haupteinflugsschneise zum Hundegassigebiet grenzt. Mein Ziel, mein Hund bleibt auf dem Hof, auch wenn ich gerade nicht 100% aufmerksam bin und unten ein Hund vorbeikommt. Bisher klappt es nur bei 100% Aufmerksamkeit ;)


    Ja, das wäre eine Auswahl unserer Baustellen. Welche Baustellen beschäftigen euch momentan?

    Zitat

    Mein Chico ist auch gut erzogen, aber bei Hundebegegnungen flippt er aus. Das hat nicht unbedingt mit der Erziehung zu tun, das kann auch andere Gründe haben. Leinenaggression ist ein kompliziertes Thema...


    Zum Glück gibt es in der Erziehung ja genau die beiden Extreme gar nicht :D Welcher Hund ist schon perfekt erzogen und welcher Hund überhaupt gar nicht?

    Wenn der Hund in die Leine steigt, dann ist das ein Erziehungsdefizit! Punkt.
    (Und dabei ist es völlig egal aus welchem Grund er das macht!)

    Erziehung fängt nicht bei A an und hört bei Z auf. Sondern sie ist immer notwendig, immer gegenwärtig. Kein Hund ist irgendwann mal "erzogen", jeder Hund beherrscht einige Dinge und einige eben nicht. An denen, die er nicht beherrscht kann man arbeiten!

    Zitat

    Sascha,
    mit 18 monaten noch schwankender gehorsam? Na dann atme ich mal beruhigt lange aus - denn so lange hab ich meinen noch gar nicht ;) sollte mir das vielleicht hoffnung geben?


    Die Hoffnung sollte man doch nie verlieren ;) Ich hab auch noch Hoffnung ... :lachtot:

    Zitat

    den vergleich mit dem jagdtrieb finde ich nur sehr bedingt passend. jeder sagt, den jagdtrieb bekommt man nicht wegtrainiert, man kann ihn nur umlenken.


    Auch den Jagdtrieb kannst du nur bedingt umlenken bzw. vielleicht verstehst du auch das Falsche unter Umlenken? Ein Hund, der viel Jagdtrieb hat, der wird diesen auch immer haben, du kannst ihn nicht abstellen, aber du kannst "üben" ihn zu kontrollieren. Durch grundsätzliche Gehorsamsübungen, Bindungstraining, Impulskontrollübungen, durch eine Erhöhung der Frusttoleranz und natürlich über geistige und körperliche Auslastung. Alle diese Komponenten wirken zusammen und machen deinen Hund so am Wild kontrollierbarer und du kannst sein Verhalten in der Situation umlenken zum Bsp. auch einfach in ein Platz ;)

    Fährten, Dummy etc. alles nette Sachen um einem Hund die nötige Auslastung zukommen zu lassen, aber allein aufgrund solcher Ersatzbeschäftigungen wird kein stark triebiger Hund das Jagen aufgeben. Zu einem erfolgreichen Antijagdtraining gehört viel viel mehr.

    Auf gar keinen Fall den Hund an dir festbinden, das ist mehr als grob fahrlässig in deiner Situation! Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass deine Hunde ein Problem damit hätten dich hinter sich her zu ziehen????

    Ganz ehrlich, da hilft nur Erziehung und das richtige Timing. Das hört sich ja echt ganz schön irre an, was ihr da so veranstaltet. Auf jeden Fall ab sofort mit beiden Hunden einzeln gehen, bis die Leinenführigkeit zumindest bei einem zu 100% sitzt, beim zweiten kannst du vielleicht auf ein paar Prozentpunkte verzichten, aber zumindest auf einen musst du dich verlassen können!

    Also zuerst mal jetzt mit jedem alleine üben und wenn das klappt, dann kannst du langsam wieder anfangen beide gemeinsam zu führen, aber nur mit Begleitung zunächst, damit dir im Notfall ein Hund abgenommen werden kann.

    Puuh, jetzt muss ich erstmal tief Luft holen ... :gott: