Beiträge von *Sascha*

    FeeBee
    Ich glaube nicht, dass du Möglichkeit 1 wirklich ausprobiert hast, aber dass ist auch gut so. Um dir zu erklären warum: Bei manchem Hund mag ein kurzer Schrei reichen, bei dem anderen ein kurzer Knuff ins Fell. Ich habe aber geschrieben, ein Reiz, der so stark ist ..., und dieser Reiz ist im Zweifel wirklich heftig stark und kann dann z.B. auch einen Tritt in den Arsch bedeuten. Und wenn überhaupt, dann ist diese Möglichkeit nur etwas für den absoluten Notfall!!!!
    Möglichkeit 2 funktioniert eben nur, wenn du die Kraft hast deinen Hund wirklich festzuhalten und zwar über eine längere Zeit. Es kann seeeehr lange dauern bis der Hunde sich entspannt.
    Aber auch diese Lösung ist nur etwas für den Notfall und um in einer unvorhergesehenen Situation spontan reagieren zu können.

    Und diese Möglichkeiten sind nur spontane Notreaktionen, um einen Hund, einen Menschen oder wen auch immer aus einer totalen Panik wieder auf den Boden zu holen und für nichts anderes!

    Der einzige richtige Weg ist, den Hund rechtzeitig zu desensibilisieren und gemeinsam mit ihm an seinen Ängsten zu arbeiten und da fängt man ganz klein an.

    susami
    Da hab ich dich falsch verstanden :D Umfallen mag ich auch nicht ;)

    Susami, deine Hunde dürfen sich nicht bei dir verstecken?

    Ich würde meinen Hund bestimmt nicht wegschicken, wenn er aus Angst zu mir kommt. Wozu auch? Er sucht meine Nähe, meinen Schutz, weil ER Angst hat. Je nachdem, wie ich reagiere wird er sich aber an mir orientieren und sich dann selbstständig wieder weiter entfernen und zwar genau dann, wenn er sich dafür wieder sicher genug fühlt.

    Schicke ich ihn aber weg und gewähre ich ihm keinen Schutz, so wird er nichts weiter lernen, als dass ich ihm keine Sicherheit gebe in seiner Angst. Er damit alleine fertig werden muss.

    Ich denke, es war damals eher eine Ausnahme, dass das Problem auf diese Weise geregelt wurde und es wird auch heute eher die Ausnahme sein, wenn so verfahren wird.

    Die rechtliche Grundlage für ein solches Vorgehen ist jedoch auch heute vorhanden. Nach den meisten Gefahrhundeverordnungen werden wildernde Hunde tatsächlich als gefährliche Hunde eingestuft.

    Martin, ehrlich gesagt verstehe ich nicht ganz worauf du hinaus willst und wo du den Unterschied zwischen einer Silvester-Angst oder irgendeiner anderen Angst/ Unsicherheit im Alltag siehst.

    Es sollte doch eigentlich nicht primär um die Frage gehen, ob ich meinen Hund zu einem "Angsthasen" erziehe, wenn ich ihn mal tröste. Ob mein Hund ein Angsthase ist, das ist mir völlig egal, mir geht es in einer solchen Situation in erster Linie darum meinem Hund zu helfen mit seiner Angst fertig zu werden und das schaffe ich am ehesten, wenn ich ihm nicht das Gefühl vermittle, dass ich selbst Angst habe und indem ich ihm gleichzeitig meinen Schutz "anbiete".
    "Komm her zu mir, hier bist du sicher. Ich habe doch auch keine Angst!", aber keinesfalls
    "Oh je, ich komm und tröste dich. Es ist ja auch alles so schrecklich!".

    Was man tun kann, wenn der Hund gar nicht mehr ansprechbar ist und völlig in Panik. 2 Möglichkeiten:
    Du setzt einen aversiven Reiz, der so stark ist, dass dein Hund wieder aufnahmefähig wird und du ihn ablenken bzw. anderweitig beschäftigen kannst.
    Oder du fixierst den Hund und hältst ihn solange fest (massierst und streichelst ihn) bis er sich entspannt.

    Kann es sein, dass sie sich vom Pferd bedrängt fühlt?
    Vielleicht hat sie auch mal eine schlechte Erfahrung gemacht, wenn sie da so über den Hof tobt?

    Wie wäre es, wenn du häufiger mal gemeinsame Spaziergänge unternimmst zunächst mit einer Begleitperson zusammen. Dann können sich die Tiere nochmal auf neutralem Boden besser kennenlernen. Einer nimmt das Pony, der andere den Hund und dann macht ihr einfach gemeinsame Ausflüge, ohne dass ihr reitet. Nehmt euch Picknick mit und Leckerlies für Hund und Pferd. Schön wäre es auch, wenn ihr nicht nur bekannte Wege geht, sondern gerade auch dem Hund noch völlig unbekannte, das schweißt zusammen.
    Habt einfach ein wenig Spaß zusammen und bindet Hund und Pony in den Spaziergang mit ein, als wäre es das selbstverständlichste der Welt. Passt dabei aber auf, dass weder das Pony den Hund noch der Hund das Pony bedrängt und zwingt sie nicht dazu sich anzunähern. Euer Part ist es vermittelnd einzugreifen, wenn Missverständnisse entstehen - mehr nicht.

    ulli
    Eigentlich gibt es keinen Grund dafür, warum dein TA erst ab dem nächstes Jahr auf den dreijährigen Turnus möchte. Da diese neue Impfempfehlung allerdings wirklich erst neu ist, kann es natürlich sein, dass er sich da selbst noch ein wenig unsicher ist und deswegen lieber noch einmal nur 1 Jahr einträgt, um dann im nächsten Jahr besser informiert entscheiden zu können, wie jetzt genau verfahren wird ;)

    Meine Tierärztin hat sich in diesem September auch gesträubt 3 Jahre einzutragen und begründete dies mit der veränderten Grundimmunisierung. Da Sascha ja noch nach alter Impfempfehlung nur 2x mit 9 und 13 Wochen geimpft wurde und Tollwut eben nur einmal. So war sie sich eben nicht sicher, ob das dann wirklich so okay wäre, zumal Virbac (der verwendete Impfstoff) da eh etwas laaangsam ist.

    Tja und das mit der Immunität ... Leptospirose hält sicher nur 4-12 Monate, da macht eine dreijährige Impfung überhaupt keinen Sinn. Zwingerhusten ist umstritten, weil nicht alle Stämme abgedeckt werden und auch hier sind drei Jahre schon eine sehr lange Zeit.
    Für die anderen Impfstoffe soll ein dreijähriger Turnus ausreichen, allerdings hängt auch das vom Infektionsdruck ab (in gefährdeten Gebieten/Beständen ist es sinnvoll häufiger zu impfen) und schließlich hängt es auch davon ab in welcher Verfassung der Impfling zum Zeitpunkt der Impfung war und wie die Impfung angeschlagen hat.
    Die Zahl der Antikörper gibt übrigens auch nicht unbedingt Auskunft darüber wie hoch der Schutz tatsächlich ist ;)
    Alles in allem, egal wie wir uns entscheiden, wir impfen ins Blaue und können nur hoffen, dass unser Hund ein abwehrstarkes "Schutzschild" aufbaut. Je häufiger wir impfen, je größer ist die Chance dafür, aber je häufiger schwächen wir auch, zum Zeitpunkt der Impfung, das Immunsystem.

    legionaer
    Das ist richtig, je nach Impfstoff. Ich habe gestern jeweils nur die Impfempfehlung des BpT und des VDH hier eingestellt, das aber auch so kenntlich gemacht ;)

    Ännchen
    Das Thema impfen ist sehr umstritten.
    Tatsache ist, dass viele Krankheiten erst durch ein umfangreiches Impfprogramm in den Griff zu bekommen waren und auch weiterhin die Massenimpfung die effektivste Möglichkeit ist, seuchenartig auftretende Krankheiten auszumerzen.
    Tatsache ist auch, dass die Virus-Impfungen keinen 100% Schutz für den einzelnen bieten.
    Tatsache ist aber auch, dass eine Population umso besser geschützt ist, je besser der Impfstatus der Einzelnen.
    Mein bester Schutz ist die Impfung meines Nachbarn!